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Holzschiebeläden. Der klassische Sonnenschutz.

Meuvo - Handwerk aus Bayern

Holz als natürlicher und nachwachsender Baustoff wird in unseren Schiebeläden am häufigsten als Sichtschutz oder Sonnenschutz für Fenster verwendet. Die warmen Holzfarbtöne unterstützen den wohnlichen Charakter der Holzschiebeläden. Als Holzlamellen setzen wir standardmäßig unbehandeltes Lärchenholz ein. Die Holzlamellen sind sorgfältig ausgesucht und nahezu astfrei und damit verzugsarm. Selbstverständlich ist auch Holz anderer Baumarten für die Schiebeläden einsetzbar.

Die Holzlamellen der Schiebeläden sind ober- und unterseitig schräg gehobelt und haben eine Ansichtshöhe von 51 mm. Der Abstand der Holzlamellen untereinander kann individuell angepasst werden, je nachdem wie stark Sie den Sichtschutz der Fenster und die Schattierungswirkung der Schiebeläden wünschen.


Schiebeladen mit Holzlamellen aus Lärchenholz, geölt
Abbildung: Schiebeladen mit Holzlamellen aus Lärchenholz, geölt
  • Die Beschläge und Leichtlaufprofile des Sichtschutz mit Holzlamellen sind aus Aluminium gefertigt
  • Die Holzschiebeläden können mit fassaden- und bodenintegrierten Beschlägen und Führungsschienen montiert werden 
  • Die Holzlamellen sind von einem filigranen und unauffälligen L-Rahmen vierseitig umfaßt und, Rahmen in allen Farben lieferbar
  • Optionaler Motorantrieb und mobile Steuerung für den Sichtschutz aus Holz 
  • Sonnenschutz mit Holzlamellen in großen Formaten

Das richtige Holz für Schiebeläden

  • Für die Holzschiebeläden verwenden wir überwiegend Lärchenholz. Das Lärchenholz eignet sich hervorragend für Schiebeläden mit Holzlamellen, da das Lärchenholz nahezu verzugsfrei ist und unbehandelt sehr schön in der Witterung vergraut. Es sieht sehr edel aus und ist zudem ein heimisches Holz. 
  • Auch andere Holzarten eignen sich für Schiebeläden mit Holzlamellen. Gerne beraten wir Sie unter Berücksichtigung Ihrer Wünsche und unseren Erfahrungen.

Die Oberflächen der Holzlamellen

Je nach Geschmack und Einsatzgebiet können die Holzlamellen der Schiebeläden

  • Holzlamellen naturbelassen
  • Holzlamellen geölt transparent
  • Holzlamellen geölt pigmentiert
  • Holzlamellen lasiert mit Vorvergrauungslasur
  • Holzlamellen aus Thermoholz

Großformatiger Sichtschutz aus Holz

  • Maximale Breite der Holzschiebeläden bis 250 cm
  • Maximale Höhe der Holzschiebeläden bis 400 cm
  • Maximal Fläche der Holzschiebeläden bis 7,5 qm

Holzschiebeläden Projekte 

Motor-Antrieb für Holzschiebeläden

Unsere Hochleistungs-Motoren befinden sich in der Laufschiene der Holzschiebeläden und kommen ohne Blende aus. Sie sind über Taster oder Tablet bedienbar. Die Antriebe für die Holzschiebeläden lassen sich auch mit Bus- und Zeitsteuerung ausrüsten.

Motor-Antrieb für Schiebeläden

Schiebeladen aus Holz, Schiebeladen aus Alu oder einen Schiebeladen aus Stoff? Sehen Sie es sich an!

In unserer Grafik visualisieren wir auf eine Vorlage von Ihrem Haus die gewünschten Schiebeläden, so dass Sie Ihre Ideen direkt sehen und beurteilen können. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Häufig gestellte Fragen


Häufige Fragen zu Holzschiebeläden (FAQ)

Wie lange halten Holz-Schiebeläden?

Bei korrekter Ausführung und angemessener Wartung erreichen Holzschiebeläden 25 bis 35 Jahre Lebensdauer. Eiche und Accoya liegen am oberen Ende dieser Spanne, Lärche am unteren. Die Mechanik hält in der Regel länger als das Holz selbst.

Müssen Holz-Schiebeläden behandelt werden?

Nein. Unbehandelte Holzschiebeläden vergrauen und bleiben dabei funktionsfähig. Die Vergrauung ist eine natürliche Schutzschicht. Nur wenn Sie die Holzfarbe erhalten möchten, ist eine Lasur erforderlich.

Welche Holzart ist am besten?

Das hängt von Ihren Prioritäten ab. Lärche bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Eiche überzeugt durch Dauerhaftigkeit und Massestabilität. Accoya minimiert Wartung und Verzug auf das absolute Minimum.

Wie viel kosten Holz-Schiebeläden pro Fenster?

Ein typisches Fenster (1,50 x 2,50 m) mit Lärchenläden kostet komplett montiert etwa 1.800 bis 2.200 EUR. Mit Eiche oder Accoya liegen Sie bei 2.400 bis 2.800 EUR. Drehbare Lamellen erhöhen den Preis um weitere 500 bis 700 EUR.

Sind Holzschiebeläden besser als Raffstoren?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Raffstoren ermöglichen feinere Lichtsteuerung und sind wind- und wetterfester. Schiebeläden wirken massiver, leben länger und prägen die Fassade stärker. Die Wahl hängt vom architektonischen Kontext ab.

Kann ich Holz-Schiebeläden nachträglich einbauen?

Ja, aber mit Einschränkungen. Die Führungsschienen müssen tragfähig befestigt werden. Bei WDVS-Fassaden erfordert das Durchdringungen der Dämmung. Die Verankerungspunkte sollten Sie mit einem Fachplaner abstimmen, um Wärmebrücken zu minimieren.

Wie pflege ich vergraute Holzschiebeläden?

Vergraute Läden benötigen keine besondere Pflege. Einmal jährlich mit Wasser abspritzen genügt. Wer die silbergraue Patina auffrischen möchte, kann spezielle Vergrauungslasuren verwenden. Diese homogenisieren das Erscheinungsbild, sind aber nicht notwendig.

Sind elektrische Holz-Schiebeläden sinnvoll?

Bei großformatigen Elementen oder schweren Holzarten wie Eiche ist ein elektrischer Antrieb durchaus sinnvoll. Ein Standard-Eichenladen mit 1,50 x 2,50 m wiegt 35 bis 45 kg. Die tägliche manuelle Bedienung wird dann mühsam. Der Motor kostet 800 bis 1.200 EUR zusätzlich, abhängig von Gewicht und Ausstattung.

Schützen Fensterläden aus Holz vor Einbruch?

Holz-Schiebeläden sind eine mechanische Barriere, aber kein zertifizierter RC2-Einbruchschutz. Die massive Holzkonstruktion mit robuster Verriegelung schreckt Gelegenheitstäter ab und erschwert Aufhebelversuche. Für zertifizierten Einbruchschutz benötigen Sie zusätzliche Maßnahmen wie RC2-Rollläden.

Ratgeber

Schiebeläden Holz: Natürlicher Sonnenschutz nach Maß

Wer Holz-Schiebeläden plant, trifft keine rein funktionale Entscheidung. Das Material prägt den Charakter der Fassade über Jahrzehnte. Es lebt mit dem Gebäude – vergraut in der Sonne, arbeitet mit Feuchtigkeit und Temperatur, entwickelt Patina. Diese Lebendigkeit unterscheidet Holz von allen anderen Schiebeladen-Materialien.

Die warmen Farbtöne fügen sich natürlich in Fassaden mit regionalem Bezug ein. Bei Schwarzwaldhäusern ebenso wie bei Neubauten in Holzbauweise. Allerdings erfordert Holz regelmäßige Pflege, und die Materialwahl beeinflusst sowohl die Wartungsintervalle als auch die Langzeitstabilität erheblich.

Dieser Ratgeber veranschaulicht, wann Holz-Schiebeläden die richtige Wahl sind, welche Holzarten sich eignen und mit welchen Kosten Sie kalkulieren sollten. Außerdem erklären wir, warum die Holzart mindestens so wichtig ist wie die Konstruktion selbst. Lesen Sie unseren separaten Ratgeber, wenn Sie detaillierte Informationen über die zusätzlichen Funktionen von Schiebeläden erfahren möchten.


Warum Holz-Schiebeläden?

Holz bringt drei Eigenschaften mit, die Aluminium oder Textil nicht leisten können: natürliche Ästhetik, nachwachsenden Rohstoff und regionale Wertschöpfung. Diese Faktoren werden bei denkmalgeschützten Gebäuden zur Voraussetzung – hier führt an Holz meist kein Weg vorbei.

Die Wärmeausstrahlung macht Holzschiebeläden für Wohnbauten attraktiv. Sie harmonieren mit verputzten Wänden, Natursteinfassaden und besonders mit Holzelementen im Gebäude. Ein gelblich vergrauer Lärchenriegel vor einer weißen Putzfassade erzeugt bewusste Kontraste. Die gleiche Fassade mit eloxierten Aluminiumlamellen würde kühl und technisch wirken.

Allerdings verändert sich unbehandeltes Holz mit der Zeit. Das ist kein Mangel, sondern eine gestalterische Entscheidung. Wer die silbergraue Patina nicht möchte, muss Wartungsintervalle einplanen. Ohne regelmäßige Behandlung vergraut Lärchenholz innerhalb von zwei bis drei Jahren vollständig. In exponierten Südlagen kann dieser Prozess bereits nach zwölf bis achtzehn Monaten abgeschlossen sein.

Die ökologische Bilanz spricht für Holz. Als nachwachsender Rohstoff bindet es CO₂, die Verarbeitung benötigt deutlich weniger Energie als Aluminium. Bei korrekter Herkunft – PEFC- oder FSC-zertifiziert – stammt das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Zudem lässt sich Holz am Ende seiner Lebensdauer problemlos entsorgen oder thermisch verwerten.

Sicherheit und Einbruchschutz

Holz-Schiebeläden bieten mechanischen Einbruchschutz, auch wenn sie nicht für RC2-Zertifizierung ausgelegt sind. Die Materialstärke und Dichte machen sie widerstandsfähiger gegen Aufhebelversuche als dünne Aluminiumlamellen aus Standardprofilen.

Eiche schneidet hier besser ab als Lärche, weil sie härter und dichter ist. Massive Holzlamellen mit 45-51 mm Ansichtshöhe lassen sich nicht einfach durchbrechen. Geschlossene Fensterläden signalisieren zudem ein gesichertes Gebäude, was opportunistische Einbruchsversuche abschreckt.

Die Verschlussmechanismen spielen eine wichtige Rolle. Eine robuste Arretierung, die den Laden in geschlossener Position verriegelt, gehört zur Grundausstattung. Optional lassen sich mehrpunktige Verriegelungssysteme integrieren, die den Laden an drei bis fünf Punkten im Rahmen fixieren. Die Befestigung muss im tragenden Mauerwerk erfolgen, nicht nur in der Dämmebene.

Realistisch eingeordnet: Holz-Schiebeläden sind eine mechanische Barriere und eine psychologische Abschreckung, aber kein zertifizierter Einbruchschutz nach RC2-Standard. Wer dieses Sicherheitsniveau benötigt, sollte zusätzliche Maßnahmen wie Rollläden mit entsprechender Zertifizierung einplanen. Fensterläden aus Holz schützen vor Gelegenheitstätern, ersetzen aber keine umfassende Sicherheitstechnik.


Holzschiebeläden als Sonnenschutz

Holz-Schiebeläden übernehmen mehrere Funktionen parallel. Der Sonnenschutz ist die primäre, aber nicht die einzige. Je nach Lamellenstellung regulieren sie den Lichteinfall, schützen vor Überhitzung und bieten auch Sichtschutz.

Funktionsweise

Die Verschattungswirkung entsteht durch den Lamellenabstand und die Lamellenneigung. Standardmäßig sind die Lamellen schräg gehobelt und in einem festen Winkel von etwa 12° montiert. Das reflektiert hochstehende Sommersonne nach oben, während flache Wintersonne teilweise durchdringt.

Geschlossen blockieren Holzlamellen etwa 90 bis 95 Prozent der direkten Sonneneinstrahlung. Das reicht für die meisten Wohnräume aus. Nur bei Schlafräumen mit absoluter Verdunklungsanforderung sollten Sie zusätzliche Innenjalousien einplanen.

Die Hinterlüftung zwischen Laden und Fassade ist entscheidend. Ein Abstand von mindestens 5 cm verhindert Hitzestau. Die erwärmte Luft steigt nach oben ab und führt die Wärme ab, bevor sie die Fassade erreicht. Bei zu geringem Abstand wird dieser Effekt behindert, und die Fassade heizt sich dennoch auf.

Holzlamellen für Fenster - Außenanwendung

Holzlamellen eignen sich nicht nur für vollflächige Schiebeläden, sondern auch für feste Lamellensysteme direkt am Fenster. Diese Variante funktioniert als permanenter Sonnenschutz mit hoher Durchsicht. Die Unterscheidung zwischen beweglichen und festen Lamellensystemen und festen Lamellensystemen ist wichtig, weil sie unterschiedliche Anwendungsfälle bedienen.

Orientierung und Anordnung: Holzlamellen lassen sich horizontal oder vertikal montieren. Horizontale Lamellen mit 30-40 mm Abstand sind der Standard für Sonnenschutz an Süd- und Südostfassaden. Sie reflektieren hochstehende Sonne nach oben, ermöglichen aber weiterhin Durchsicht. Vertikale Lamellen eignen sich besonders für Westfassaden, wo die Abendsonne flach einfällt. Sie funktionieren auch als Sichtschutz bei geringen Nachbarabständen.

Beweglich vs. fest: Der entscheidende Unterschied liegt in der Funktion. Schiebeläden – wie in diesem Ratgeber beschrieben – lassen sich vollständig öffnen und schließen. Feste Lamellensysteme bleiben dauerhaft montiert und bieten kontinuierlichen Sonnenschutz. Das Material und die Wartungsanforderungen sind identisch, die Mechanik entfällt bei festen Systemen.

Befestigungstiefe und Montage: Für Holzlamellen benötigen Sie eine Befestigungstiefe von mindestens 8-10 cm. Die Montage erfolgt entweder direkt an der Fassade oder an einem separaten Rahmen, der vor die Fassade gesetzt wird. Bei WDVS-Fassaden muss die Verankerung die Dämmschicht durchdringen und im tragenden Untergrund – Mauerwerk oder Beton – verankert werden. Planen Sie entsprechende Befestigungspunkte bereits in der Rohbauphase ein.

Wartung: Feste Holzlamellensysteme außen benötigen dieselbe Holzpflege wie bewegliche Schiebeläden. Alle drei bis fünf Jahre sollten Sie die Oberfläche kontrollieren und bei lasierten Ausführungen nachstreichen. Naturbelassene Lamellen vergrauen gleichmäßig und benötigen nur eine jährliche Reinigung mit Wasser. Der Vorteil gegenüber beweglichen Schiebeläden: Es gibt keine Mechanik, die gewartet werden muss.

Terrassen und Balkone: Vertikal angeordnete Holzlamellen bieten eine Alternative zu textilen Markisen oder Senkrechtmarkisen. Die Langlebigkeit übertrifft Markisentücher deutlich – 20 bis 30 Jahre sind bei Lärche oder Eiche realistisch, während textile Behänge nach 10 bis 15 Jahren ausgetauscht werden müssen. Allerdings fehlt die Flexibilität. Einmal montiert, lassen sich feste Lamellensysteme nicht mehr einfahren wie eine Markise.

Preisrahmen feste Lamellensysteme: 180-280 EUR/m² für Material und Montage


Holz vs. Aluminium - der Vergleich

Die Entscheidung zwischen Holz und Alu fällt selten eindeutig aus. Beide Materialien haben ihre Berechtigung.

Technische Eigenschaften

Kriterium

Holz

Aluminium

Wartungsbedarf

Mittel bis hoch

Minimal

Dimensionsstabilität

Mittel (arbeitet)

Sehr hoch

Lebensdauer

25-35 Jahre

35+ Jahre

Farbstabilität

Vergraut ohne Behandlung

Dauerhaft (Pulverbeschichtung)

Gewicht

Mittel

Mittel-Leicht

Reparierbarkeit

Gut (schleifbar)

Begrenzt

Ökobilanz Herstellung

Sehr gut

Mittel

Recyclingfähigkeit

Gut

Sehr gut

Architektonische Wirkung

Holz transportiert Wärme und Natürlichkeit. Es fügt sich in gewachsene Strukturen ein und wirkt an historischen Gebäuden selbstverständlich. Die lebendige Oberfläche mit sichtbarer Maserung erzeugt Tiefe, die Aluminium nicht erreicht.

Aluminium überzeugt durch Präzision. Die scharfen Kanten und gleichmäßigen Oberflächen passen zu zeitgenössischer Architektur mit klaren Linien. Bei großformatigen Glasfassaden wirken Aluminiumlamellen leichter als massives Holz. Zudem ermöglicht Alu filigranere Profile bei gleicher Stabilität.

Die Farbgestaltung unterscheidet sich fundamental. Holz bietet natürliche Holztöne – honiggelb bis dunkelbraun, später vergraut. Aluminium steht in allen RAL-Farben zur Verfügung – die Auswahl obliegt Ihnen. Für Corporate-Designs oder farbige Fassadenkonzepte ist Alu flexibler.

Allerdings gibt es Holzoptik-Beschichtungen für Aluminium. Diese imitieren Maserung und Farbe überzeugend. Aus größerer Distanz fällt der Unterschied kaum auf. Aus der Nähe fehlt der Holzbeschichtung allerdings die Tiefe und Haptik des echten Materials.

Entscheidungsmatrix

Holz wählen, wenn:

Aluminium wählen, wenn:

  • Denkmalschutz Holz vorschreibt oder nahelegt

  • Wohnbau mit regionalem oder traditionellem Bezug

  • Natürliche Ästhetik prioritär ist

  • Bauherrschaft Wartung akzeptiert oder Vergrauung wünscht

  • Ökobilanz entscheidend ist

  • Wartungsfreiheit gefordert ist

  • Objektbau mit knappen Wartungsbudgets

  • Moderne Architektur mit klaren Linien

  • Farbkonzepte außerhalb natürlicher Holztöne

  • Extreme Exposition (Küste, Hochgebirge)


Holzarten im Überblick

Die Holzart bestimmt die Dauerhaftigkeit, Dimensionsstabilität und Wartungsintervalle Ihrer Schiebeläden stärker als jeder andere Faktor. Drei Optionen dominieren den Markt.

Lärche - Der Klassiker

Lärchenholz ist die Standardwahl für Holz-Schiebeläden. Es verbindet natürliche Dauerhaftigkeit mit vertretbaren Kosten. Die Resistenzklasse 3 bis 4 nach DIN EN 350 macht Lärche beständiger als Fichte oder Kiefer, bleibt aber hinter Eiche zurück.

Die Lamellen werden aus sibirischer oder europäischer Lärche gefertigt. Sibirische Lärche wächst langsamer und entwickelt engere Jahresringe, was die Dichte erhöht. Europäische Lärche – meist aus den Alpen – steht der sibirischen Variante in der Qualität kaum nach, ist aber oft schneller verfügbar.

Für Schiebeläden verwenden wir nahezu astfreie Qualität. Das reduziert das Risiko von Astausfall und Verzug erheblich. Die Ansichtshöhe liegt typischerweise bei 51 mm. Ober- und unterseitig sind die Lamellen schräg gehobelt. Das leitet Wasser zuverlässig ab und verhindert Staunässe, die zu vorzeitigem Verfall führen würde.

Unbehandelte Lärche vergraut gleichmäßig. Wünschen Sie den Erhalt der honiggelben Farbe, ist eine Erstbehandlung mit pigmentierter Holzlasur erforderlich. Je nach Exposition sollten Sie alle drei bis fünf Jahre nachstreichen. Südseiten erfordern kürzere Intervalle als Nordseiten.

Preisrahmen: 350-450 EUR/m² für Lamellen inkl. Rahmen, ohne Beschläge

Eiche - Robust & Edel

Eiche übertrifft Lärche in fast allen technischen Eigenschaften. Die Resistenzklasse 2 macht sie deutlich dauerhafter. Das höhere Gewicht und die Härte verleihen den Lamellen mehr Stabilität. Außerdem arbeitet Eiche weniger stark als Nadelholz, was Verzug und Rissbildung reduziert.

Die dunklere Färbung – rotbraun bis graubraun – bringt mehr Kontrast als Lärche. Bei hellen Putzfassaden wirkt Eiche prägnanter. Die Vergrauung verläuft langsamer und entwickelt silbrige Grautöne mit leichtem Braunstich, während Lärche eher ins Hellgraue tendiert.

Eiche eignet sich besonders für großformatige Läden oder stark exponierte Lagen. Die höhere Massestabilität verhindert, dass sich breite Lamellen über die Jahre verziehen. Bei Überbreiten von 2,50 m oder mehr empfehlen wir Eiche als Mindeststandard.

Allerdings liegt der Preis etwa 40 bis 60 Prozent über Lärche. Diese Investition rechnet sich bei Gebäuden mit Langzeitperspektive – etwa bei Bauherren, die mit 30 Jahren Nutzungsdauer kalkulieren. Für Projektentwicklungen mit kürzerem Zeithorizont ist der Mehrpreis selten gerechtfertigt.

Preisrahmen: 500-650 EUR/m² für Lamellen inkl. Rahmen, ohne Beschläge

Accoya - Höchste Beständigkeit

Accoya ist modifiziertes Radiata-Kiefernholz aus Neuseeland. Durch Acetylierung wird die Zellstruktur dauerhaft verändert. Das Holz nimmt danach 75 Prozent weniger Feuchtigkeit auf als unbehandeltes Nadelholz. Die Dimensionsstabilität entspricht fast der von Aluminium.

Diese Eigenschaft macht Accoya für Schiebeläden wertvoll. Quellen und Schwinden bleiben minimal, selbst bei extremen Witterungsbedingungen. Die Resistenzklasse 1 übertrifft sogar Eiche. Accoya ist praktisch immun gegen Pilzbefall und Insektenfraß.

Die Vergrauung verläuft langsamer als bei Lärche, aber schneller als bei Eiche. Die hellbraune Ausgangsfärbung entwickelt nach zwei bis vier Jahren einen gleichmäßigen Silberton. Wer die Originalfarbe erhalten möchte, behandelt Accoya wie Lärche mit pigmentierter Lasur. Allerdings verlängern sich die Wartungsintervalle auf fünf bis sieben Jahre.

Accoya kommt dort zum Einsatz, wo Wartung schwierig oder teuer ist. Bei Penthäusern mit schwierigem Zugang, bei Gewerbeobjekten mit engen Wartungsbudgets oder bei Bauherren, die minimalen Pflegeaufwand priorisieren. Zudem eignet sich Accoya für Küstenregionen, wo Salzluft normale Hölzer schneller altern lässt.

Der Preis liegt etwa auf Eichenniveau. Die 50-jährige Herstellergarantie gegen Verrottung rechtfertigt die Investition bei Projekten mit sehr langem Zeithorizont.

Preisrahmen: 550-700 EUR/m² für Lamellen inkl. Rahmen, ohne Beschläge


Schiebeläden Holz: Preise und Kosten

Die Kosten für Holz-Schiebeläden hängen von vier Faktoren ab: Holzart, Elementgröße, Ausstattung (fest oder drehbar) und Oberflächenbehandlung. Sehen Sie sich die detaillierte Preisübersicht zu Kosten für Schiebeläden mit mehr Rechenbeispielen in unserem separaten Ratgeber an.

Kostenkalkulation

Position

Preisbereich

Hinweise

Lärchenholz-Lamellen

350-450 EUR/m²

Standardausführung, astarm

Eichenholz-Lamellen

500-650 EUR/m²

Höhere Dauerhaftigkeit

Accoya-Lamellen

550-700 EUR/m²

Maximale Dimensionsstabilität

Drehbare Lamellen (Aufpreis)

+120-180 EUR/m²

Statt fester Lamellen

Oberflächenbehandlung

+40-70 EUR/m²

Lasur oder Lack (optional)

Führungsschiene

90-130 EUR/lfm

Aluminium, oberflächig oder eingelassen

Beschläge je Element

80-150 EUR

Laufrollen, Arretierung

Montage je Element

60-90 EUR

Ohne Gerüst

Die Elementgröße beeinflusst den Quadratmeterpreis erheblich. Kleinere Elemente unter 1 m² sind proportional teurer, denn der Rahmen und die Beschläge schlagen stärker zu Buche. Bei Standardgrößen von 1,50 x 2,50 m liegt der Preis am günstigsten.

Überbreiten über 2,50 m erfordern verstärkte Profile oder zusätzliche Führungen. Das verteuert die Konstruktion um etwa 15 bis 25 Prozent. Ab 3 m Breite empfehlen wir zweiflügelige Ausführungen statt eines einzelnen Überbreiten-Elements.

Lebenszykluskalkulation

Die Initialkosten sind nur ein Teil der Wahrheit. Über 25 Jahre Nutzungsdauer summieren sich die Wartungskosten erheblich.

Beispielkalkulation für 20 m² Schiebeläden:

Kosten

Lärche,

naturbelassen

Lärche, lasiert

Accoya, naturbelassen

Anschaffung

8.000 EUR

8.800 EUR

(inkl. Erstbehandlung)

12.000 EUR

Wartung (25 Jahre)

0 EUR

(Vergrauung akzeptiert)

6x Nachbehandlung à 1.200 EUR = 7.200 EUR

0 EUR

Gesamt

8.000 EUR

16.000 EUR

12.000 EUR

Die Rechnung zeigt: Accoya kostet 50 Prozent mehr als Lärche, aber nur 75 Prozent von lasierter Lärche über die Gesamtnutzungsdauer. Wer Wartung vermeiden will, fährt mit Accoya wirtschaftlicher als mit gepflegter Lärche.


Motorantrieb für Holz-Schiebeläden

Bei größeren Holzläden oder schweren Holzarten wie Eiche empfiehlt sich ein elektrischer Antrieb. Die Motorisierung erleichtert die Bedienung und ermöglicht Integration in Smart-Home-Systeme. Allerdings unterscheidet sich die Motorisierung von Holzschiebeläden technisch von Aluminiumausführungen, weil das Gewicht deutlich höher ausfällt.

Gewicht als entscheidender Faktor

Holz-Schiebeläden sind erheblich schwerer als Alu-Varianten. Ein Standard-Element aus Lärche mit den Maßen 1,50 x 2,20 m wiegt etwa 25 bis 30 kg. Bei Eiche liegt das Gewicht für dieselbe Größe bei 35 bis 45 kg. Accoya bewegt sich zwischen Lärche und Eiche, typischerweise bei 28 bis 35 kg. Aluminium-Elemente derselben Größe wiegen nur 15 bis 20 kg.

Das höhere Gewicht erfordert stärkere Motoren. Standardmotoren, die für Aluminiumläden ausreichen, geraten bei schweren Eichenläden an ihre Belastungsgrenze. Für Holz-Schiebeläden über 40 kg benötigen Sie Schwerlast-Antriebe, die bis 60 oder 80 kg bewältigen. Die Motorhersteller Somfy und elero bieten spezielle Modelle für schwere Läden an.

Holz arbeitet mit Feuchtigkeit und Temperatur – es quillt und schwindet im Jahreslauf. Gute Motoren tolerieren diese minimalen Dimensionsänderungen. Nach dem ersten Jahr sollte die Motoreinstellung kontrolliert werden, weil das Holz sich nach der Erstmontage noch setzen kann. Danach bleibt die Einstellung über Jahre stabil.

Wann Motorisierung sinnvoll ist

Der Motorantrieb rechnet sich bei mehreren Szenarien:

Große Formate: Bei Elementen über 2 m Breite oder mehr als 35 kg Gewicht wird die manuelle Bedienung mühsam. Der Motor übernimmt die Arbeit zuverlässig.

Schwere Holzarten: Eiche und Accoya sind durch ihr Gewicht prädestiniert für elektrische Antriebe. Bei fünf oder sechs Eichenläden wird die tägliche manuelle Bedienung zur Last.

Mehrfache Elemente: Wer zehn oder mehr Fenster mit Schiebeläden ausstattet, spart mit Motorisierung täglich Zeit. Die Zentral- oder Gruppensteuerung öffnet alle Läden gleichzeitig.

Schwer erreichbare Positionen: Obergeschosse oder Dachflächenfenster lassen sich ohne Motor kaum bedienen. Hier ist die Motorisierung oft alternativlos.

Barrierefreiheit: Bei eingeschränkter Mobilität oder für altersgerechtes Wohnen macht die Motorisierung Schiebeläden erst nutzbar.

Kosten und Integration

Die Motorisierung erhöht die Investition um 800 bis 1.400 EUR je Element. Für Lärchenläden bis 40 kg reichen Standardmotoren für 800 bis 950 EUR aus. Schwerlast-Motoren für Eiche über 50 kg kosten 1.100 bis 1.400 EUR.

Die Steuerung erfolgt per Wandschalter, Funkfernbedienung oder Smart-Home-Integration. Somfy bietet mit TaHoma eine Smart-Home-Zentrale, die sich mit den gängigen Systemen verbinden lässt. Zeitschaltungen, Sonnenstandsteuerung oder Windwächter sind realisierbar. Für technische Details zu Beschlägen, Motoren und Steuerungen verweisen wir auf unseren separaten Ratgeber, der diese Themen umfassend behandelt.


Pflege und Wartung

Die Wartung von Holz-Schiebeläden konzentriert sich auf zwei Bereiche: die Holzoberfläche und die Mechanik.

Oberflächenpflege

Unbehandelte Holzschiebeläden benötigen keine regelmäßige Behandlung. Die Vergrauung schützt das Holz. Einmal jährlich sollten Sie die Läden mit klarem Wasser abspritzen, um Staub und organische Ablagerungen zu entfernen.

Bei lasierten oder lackierten Oberflächen kontrollieren Sie jährlich den Zustand der Beschichtung. Risse oder abblätternde Stellen müssen zeitnah nachbearbeitet werden, denn eindringende Feuchtigkeit führt zu Fäulnis. Der vollständige Neuanstrich erfolgt je nach Exposition alle drei bis sieben Jahre.

Die Südseite altert am schnellsten. UV-Strahlung zersetzt die Bindemittel in Lasuren und lässt Pigmente ausbleichen. Nordseiten bleiben deutlich länger intakt, neigen aber zu Algenbildung in feuchten Lagen. Eine Algen- und Pilzbehandlung kann alle fünf bis zehn Jahre erforderlich werden.

Mechanik und Beschläge

Die Laufrollen sollten halbjährlich auf Leichtgängigkeit geprüft werden. Verschmutzungen in den Laufschienen beeinträchtigen die Funktion. Eine Reinigung mit Bürste und Staubsauger genügt meist.

Bei schwergängigen Rollen hilft PTFE-Spray. Vermeiden Sie Öl oder Fett – diese ziehen Staub an und verkleben langfristig. Die Arretierungen kontrollieren Sie auf festen Sitz. Lose Schrauben sollten nachgezogen werden, bevor sie sich vollständig lösen.

Holz arbeitet mit Feuchtigkeit und Temperatur. Nach regenreichen Perioden können die Läden leicht klemmen, in trockenen Sommermonaten laufen sie besonders leicht. Das ist normal und kein Mangel. Nur wenn ein Laden dauerhaft klemmt oder schleift, sollte die Führung nachjustiert werden.


Fazit

Holz-Schiebeläden sind mehr als Sonnenschutz. Sie prägen den Charakter einer Fassade, entwickeln Patina und schaffen bewusste Kontraste. Die Wahl der Holzart beeinflusst Wartungsintervalle und Lebensdauer stärker als die Konstruktion selbst.

Lärche überzeugt durch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und natürliche Dauerhaftigkeit. Eiche bringt höhere Massestabilität für großformatige Elemente. Accoya minimiert Wartung und Verzug auf ein Minimum. Alle drei Optionen sind langlebig, wenn Sie die Materialanforderungen beachten.

Die Entscheidung zwischen Holz und Aluminium fällt projektspezifisch und ist u. U. auch abhängig vom persönlichen Geschmack. Holz passt zu Wohnbauten mit regionalem Bezug, Aluminium zu moderner Architektur mit minimalen Wartungsbudgets. Bei denkmalgeschützten Fassaden führt an Holz meist kein Weg vorbei.


MEUVO fertigt Holz-Schiebeläden in Maßanfertigung

Wir verarbeiten alle drei Holzarten - Lärche, Eiche und Accoya - in unserer eigenen Fertigung in unserem Werk in Freising, im Norden der Stadt München. Die Maßanfertigung ermöglicht präzise Anpassung an Ihre Gebäudesituation, weil jede Fassade andere Anforderungen stellt.

Regionale Schwerpunkte: Bayern, Sachsen, Berlin, Brandenburg

Beratung: Materialwahl nach Exposition, Oberflächenbehandlung nach Wartungsbereitschaft, Wartungsplanung über die Lebensdauer

Montagekoordination: Fachgerechter Einbau durch erfahrene Partner, Schulung für Erstprojekte

MEUVO bietet individuelle Produkte für Ihr Vorhaben. Wir erstellen detaillierte Aufmaße und koordinieren die fachgerechte Montage. Für ein unverbindliches Angebot senden Sie uns gern eine Anfrage über das Kontakt Kontaktformular.