Mit VACUPOR® bieten wir ein flexibles System zur schnellen und hocheffizienten Dämmung mit Vakuumdämmplatten an. Das neue VACUPOR®-System wurde entwickelt, um den speziellen Anforderungen der Baupraxis noch besser gerecht zu werden. Die Vakuumdämmpaneele (VIPs) sind ein Hightech-Produkt mit hervorragenden Dämmeigenschaften (niedriger Lamda und U-Wert). Bei gleicher Dämmwirkung sind die VACUPOR® Vakuumdämmpaneele ca. sieben mal dünner als konventionelle Dämmplatten, wie z.B. Styrodur. Die geringe Plattenstärke der VIPs ermöglicht elegante Lösungen auch bei schwierigen Bausituationen.
Das Wirkungsprinzip der VIPs basiert darauf, dass eine Vakuumdämmpaneel aus hochdispersem Silikatpulver unter Vakuum in eine alubedampfte Kunststofffolie eingeschweißt wird. So wird die Luft als Hauptwärmeträger eliminiert, und der Wärmestrom wird minimiert. Die Produkttypen der Vakuumdämmpaneele unterscheiden sich durch die aufgeklebte Funktionsschicht, welche je nach Baustellensituation in der passenden Beschaffenheit ausgewählt wird (z.B. mit einer oder zwei Gummigranulatschichten als mechanischer Schutz beim Verarbeiten zum Einsatz unter Estrich – VACUPOR® RP-B2-S).
VACUPOR® Vakuumdämmpaneele werden ein- oder zweilagig verlegt. Da die Vakuumpaneele ein Vakuum enthalten, können sie auf der Baustelle nicht nachbearbeitet werden. Die zu belegenden Flächen werden deshalb genau vermessen, und wir erstellen einen exakten Verlegeplan. Nach diesem Verlegeplan werden die Vakuumpaneele gefertigt und Los weise verpackt auf die Baustelle geliefert. Dies erfordert einen zeitlichen Vorlauf von ca. 5-20 Tagen. Die Vakuumpaneele werden von uns paßgenau geliefert, und von geschulten Fachbetrieben eingebaut.
Wir organisieren den Vertrieb der Bauprodukte der Firma Porextherm®, einem der Marktführer für Hochleistungsdämmung mit eigener Forschung und zahlreichen patentierten Innovationen. Wir vertreiben Vakuumdämmpaneele seit über 10 Jahren für die Verwendung am Bau und verfügen über weitreichende Erfahrung mit den unterschiedlichsten Anwendungen. Für eine Beratung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Wird Vakuumdämmmaterial sofort benötigt, können wir unkaschierte Vakuumpaneele in Standardformaten ab Lager liefern: der Typ VACUSPEED® innerhalb von 3-5 Tagen inkl. Ausgleichsdämmplatten für den Randbereich oder in kaschierten Varianten in Standardformaten innerhalb 8 Arbeitstagen.
Wir sind Ihr kompetenter Berater und Vertriebspartner für Vakuumdämmpaneele in D A CH.
Ein Münchner Dachabdichter hatte den Auftrag die Decke über bewohntem Wohnraum in einem Terrassenhaus neu abzudichten. Gefordert wurde vom hinzugezogenem Energieberater ein U-Wert von 0,23W/qmK. Vorgeschlagen wurde eine PIR-Dämmung mit 100 mm. Da die Schwellenhöhe von der freigelegten Rohdecke zur vorhandenen Terrassentüre nur 15 cm mißt, kam dieser Dämmstoff nicht in Frage.
In einem Bürotrakt eines Passivhausgebäudes soll die Untersicht der auskragenden Decke gedämmt werden. Gefordert war ein U-Wert von 0,14 W/qmK und eine geringe Dämmstärke, um dem auskragenden Baukörper eine optische Leichtigkeit zu geben.
Die Hauptnachteile sind die hohen Kosten (etwa 10x teurer als Polystyrol pro Quadratmeter), die Durchstoßempfindlichkeit der Folie (ein Nagel zerstört die Dämmwirkung irreversibel) und die fehlende Zuschneidbarkeit auf der Baustelle (jedes Panel muss werkseitig maßgefertigt werden). Zudem entstehen an Fugen und Anschlüssen Wärmebrücken, die die System-Dämmleistung gegenüber dem Paneel-Lambda-Wert reduzieren.
Die reinen Materialkosten für Vacupor-Paneele liegen bei 80 bis 120 EUR/m², je nach Dicke und Format. Inklusive Verarbeitung, Kleber, Schutzschichten und Oberflächengestaltung kalkulieren Sie für Innendämmung etwa 200-250 EUR/m² Vollkosten. Zum Vergleich: Konventionelle Innendämmung kostet 90-120 EUR/m². Die Mehrkosten rechnen sich primär über Wohnflächengewinn oder in Situationen, wo Standarddämmung technisch unmöglich ist.
Ja, Vakuum ist physikalisch die beste Wärmedämmung. Im Vakuum fehlen die Luftmoleküle, die normalerweise Wärme durch Konvektion und Molekülbewegung übertragen. Deshalb erreichen Vakuumdämmplatten mit λ = 0,007 W/(mK) etwa die siebenfache Dämmleistung von Polystyrol (λ = 0,035 W/(mK)). Allerdings setzt das ein intaktes Vakuum voraus - wird die Hülle beschädigt, sinkt die Leistung drastisch.
Das Vakuum in VIP reduziert die Wärmeleitung auf etwa ein Zehntel konventioneller Dämmstoffe. Ein 2 cm Vacupor-Paneel dämmt so gut wie 14 cm Polystyrol oder 18 cm Mineralwolle. Der U-Wert einer Wand mit 3 cm Vacupor-Innendämmung liegt bei etwa 0,22 bis 0,25 W/(m²K) – ausreichend für KfW 85 Förderung. Zum Vergleich: Für den gleichen U-Wert bräuchten Sie 12 cm Mineralwolle.
Nein, auf keinen Fall. Jeder Schnitt würde die Folienhülle öffnen und das Vakuum zerstören. Vacupor muss werkseitig exakt nach Aufmaß gefertigt werden. Maßfehler sind nicht korrigierbar – ein falsch dimensioniertes Panel ist Ausschuss. Deshalb ist präzise Planung und Aufmaß vor Bestellung zwingend erforderlich.
Porextherm gibt für Vacupor eine technische Lebensdauer von über 50 Jahren an, bei sachgemäßer Verarbeitung und intakter Hülle. Die Wärmeleitfähigkeit steigt in diesem Zeitraum von λ = 0,007 W/(mK) auf etwa λ = 0,008 W/(mK) – ein Leistungsverlust von etwa 14 %. Das ist deutlich weniger als bei vielen konventionellen Dämmstoffen, die durch Feuchteaufnahme oder Setzung altern.
Der Kern aus Kieselsäure ist nicht brennbar (Euroklasse A1). Die Kunststoff-Folienhülle ist brennbar, macht aber mengenmäßig nur etwa 2-3 % des Panels aus. Im Brandfall schmilzt die Folie weg, der Kern bleibt als nicht brennbares Material erhalten. Giftige Gase entstehen nur in geringem Umfang (deutlich weniger als bei Polystyrol oder PU-Schaum).
Vacupor eignet sich nicht für:
Bereiche mit späteren Installationen (z. B. Küchenwände für Hängeschränke)
Dämmung unter Estrich ohne Schutzschicht (Gefahr durch Estrichverschraubungen)
Anwendungen mit mechanischer Beanspruchung ohne Schutzschicht
Projekte mit sehr knappem Budget, wo Platzersparnis keinen Mehrwert bringt
Flächen, die später umgebaut oder angepasst werden könnten
Nein, die aluminisierte Folienhülle ist dampfdicht (μ > 100.000) und wirkt selbst als Dampfbremse. Bei Innendämmung ist das ein Vorteil – die Konstruktion wird einfacher, denn Sie benötigen keine separate Dampfbremsfolie. Allerdings muss die Feuchtebilanz geprüft werden. In kritischen Fällen (sehr feuchte Innenräume) kann zusätzlicher Feuchteschutz erforderlich sein.
Theoretisch ja, praktisch nur mit sehr viel Erfahrung und äußerster Sorgfalt. Die Durchstoßempfindlichkeit macht jeden Fehler teuer. Ein versehentlich beschädigtes Panel ist Totalausfall. Zudem erfordert die bauphysikalische Planung (Tauwassernachweis, Wärmebrückenberechnung) Fachwissen. Wir empfehlen dringend, Vacupor nur durch geschulte Fachbetriebe montieren zu lassen. MEUVO vermittelt qualifizierte Partner.
Nein. Das Vakuum erfordert eine starre Struktur mit gasdichter Hülle. Biegsame oder flexible VIP existieren zwar in Forschungsprojekten, sind aber nicht als Bauprodukt verfügbar. Alle Vacupor-Produkte sind starre Platten.
Vakuumdämmplatten sind keine Standardware im Baustoffhandel. Da jedes Panel exakt nach Aufmaß gefertigt wird, erfolgt die Beschaffung über autorisierte Partner wie MEUVO. Der Prozess umfasst Aufmaß, Verlegeplanung, Bestellung beim Hersteller und Lieferung zur Baustelle.
Wichtig: Durch die Verlegeplanung wird Verschnitt minimiert und die wirtschaftlichste Lösung gefunden. "Selbst kaufen" ohne Planung führt zu deutlich höheren Kosten und Problemen auf der Baustelle.
Express-Verfügbarkeit: Für kleinere Sanierungsprojekte oder Eilfälle hält MEUVO VACUSPEED® Standardgrößen (20/30 mm, 1200×1000 mm) auf Lager. Lieferung innerhalb 3-8 Tagen möglich – ohne Wartezeit auf werksseitige Maßanfertigung. VACUSPEED® ist auf der Baustelle zuschneidbar (λ = 0,008 W/(mK), minimal schlechter als Standard-VIP aber sofort verfügbar).
Wenn jeder Zentimeter Wandstärke zählt – bei Altbausanierung, Innendämmung oder Balkondämmung – stößt konventionelle Dämmung an ihre Grenzen. 16 cm Polystyrol für einen U-Wert von 0,24 W/(m²K)? Bei denkmalgeschützten Fassaden unmöglich. Bei Balkonen würde die Aufbauhöhe den gesamten Höhenunterschied zur Tür auffressen.
Vacupor Vakuumdämmplatten von Porextherm lösen dieses Problem radikal. Mit nur 2 cm Stärke erreichen die Vakuumisolationspaneele die Dämmleistung von 14 cm Polystyrol. Das Vakuum im Kern reduziert die Wärmeleitung auf ein Minimum – näher an der Thermoskanne als an klassischen Dämmstoffen.
MEUVO vertreibt als autorisierter Partner das komplette Vacupor-Sortiment von Porextherm für Bayern, Sachsen sowie Berlin und Brandenburg. Wir beraten zur Produktwahl, kalkulieren Ihren konkreten Bedarf und koordinieren die fachgerechte Verarbeitung. Dieser Ratgeber erklärt, wie Vacupor-Paneele funktionieren, welche Produktvarianten es gibt und was Sie beim Kauf beachten sollten. Lesen Sie unseren separaten Ratgeber, wenn Sie mehr über die Anwendungsbereiche für Vakuumdämmung erfahren möchten.
Vacupor ist der Markenname für Vakuumdämmplatten des deutschen Herstellers Porextherm, einer Tochtergesellschaft von Morgan Advanced Materials. Die Paneele gehören zur Familie der VIP (Vacuum Insulation Panels) und zählen zu den leistungsfähigsten Dämmstoffen am Markt.
Der Aufbau kombiniert drei Elemente: einen pyrogenen Kieselsäurekern als Stützkern, ein evakuierter Innenraum (Vakuum unter 1 mbar Restdruck) und eine gasdichte Hochbarriere-Folie aus mehrlagiger, aluminisierter Kunststofffolie. Diese Hülle verhindert das Eindringen von Luft und Feuchtigkeit über Jahrzehnte.
Die Dämmwirkung entsteht durch das Vakuum. Normale Luft überträgt Wärme durch Konvektion und Leitung zwischen Molekülen. Im Vakuum fehlen diese Moleküle weitgehend. Der Kieselsäurekern verhindert zusätzlich Wärmestrahlung und gibt dem Panel Formstabilität. Das Ergebnis: eine Wärmeleitfähigkeit von λ = 0,007 W/(mK) im Neuzustand - etwa siebenmal besser als Polystyrol (λ = 0,035 W/(mK)).
Porextherm fertigt Vacupor seit über 15 Jahren und hält zahlreiche Patente auf Produktionsverfahren und Materialzusammensetzung. Das deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) hat Vacupor als Baustoff zugelassen. Die Zulassungsnummer Z-23.11-1763 bestätigt die Verwendbarkeit im geregelten Baubereich.
Kerneigenschaften auf einen Blick:
Wärmeleitfähigkeit: λ = 0,007 W/(mK) (Neuzustand)
Dickenreduktion: ca. 80 % gegenüber konventioneller Dämmung
Formate: Standardgrößen und Maßanfertigung bis 1.200 x 600 mm
Lebensdauer: > 50 Jahre bei sachgemäßer Verarbeitung
Recyclingfähigkeit: 100 % stoffliche Verwertung möglich
Das Prinzip der Vakuumdämmung nutzt die physikalische Tatsache, dass Wärme drei Transportwege hat: Leitung, Konvektion und Strahlung. Konventionelle Dämmstoffe reduzieren hauptsächlich Konvektion, indem sie Luft in kleinen Zellen einschließen. Das Vakuum in VIP eliminiert Konvektion nahezu vollständig.
Stützkern aus Kieselsäurepulver: Der Kern besteht aus pyrogener Kieselsäure (amorphes Siliziumdioxid) mit extrem großer spezifischer Oberfläche. Die Porenstruktur ist so fein, dass selbst bei vollständigem Druckverlust noch eine gewisse Dämmwirkung bestehen bleibt. Die Kieselsäure ist formstabil, nicht brennbar (Euroklasse A1) und diffusionsoffen.
Vakuum: Nach dem Befüllen der Hülle mit Kieselsäure wird die Luft evakuiert. Der Restdruck liegt unter 1 mbar (Normaldruck: 1013 mbar). In diesem Unterdruck können Luftmoleküle kaum noch Wärme transportieren. Die mittlere freie Weglänge der verbliebenen Moleküle ist größer als die Paneel-Dicke – Wärmeübertragung durch Molekülbewegung findet praktisch nicht statt.
Hochbarriere-Folie: Die mehrlagige Umhüllung besteht aus Polyethylen und metallisierten Schichten (Aluminium-Bedampfung). Diese Kombination ist gasdicht und verhindert das Eindringen von Wasserdampf über Jahrzehnte. Die Schweißnähte werden unter Reinraumbedingungen gefertigt und mehrfach auf Dichtigkeit geprüft. Allerdings ist die Folie durchstoßempfindlich – ein einziger Nagel würde das Vakuum zerstören.
Kein Vakuum bleibt ewig perfekt. Über die Lebensdauer diffundieren minimale Gasmengen durch die Folie. Porextherm gibt für Vacupor eine Wärmeleitfähigkeit von λ = 0,007 W/(mK) im Neuzustand und λ = 0,008 W/(mK) nach 25 Jahren an. Diese geringe Alterung liegt deutlich unter konventionellen Dämmstoffen, die durch Feuchteaufnahme oder Setzung an Leistung verlieren.
Die Hülle muss während der gesamten Nutzungsdauer intakt bleiben. Wird sie durchstoßen, strömt Luft ein, und die Dämmleistung sinkt auf etwa λ = 0,020 W/(mK) - immer noch besser als viele Standarddämmstoffe, aber weit unter dem VIP-Niveau. Aus diesem Grund dürfen Vacupor-Paneele auf der Baustelle niemals zugeschnitten, gebohrt oder genagelt werden.
Der offensichtlichste Vorteil: Vacupor benötigt bei gleicher Dämmleistung etwa 14 % der Dicke von Polystyrol oder 18 % der Dicke von Mineralwolle. Für Innendämmung bedeutet das: Sie verlieren kaum Wohnfläche. Bei einem 100 m² Altbau mit Innendämmung sparen Sie gegenüber 12 cm Mineralwolle etwa 4,5 m² Wohnfläche. In Ballungsräumen entspricht das einem Gegenwert von 20.000 bis 40.000 EUR.
Bei Balkonen und Terrassen entscheidet die Dämmstärke über Machbarkeit. Der Höhenunterschied zur Balkontür beträgt typisch 2 bis 3 cm. Mit 2 cm Vacupor plus Estrich bleiben Sie in vertretbaren Aufbauhöhen. 14 cm Polystyrol würden eine komplette Neugestaltung des Anschlusses erfordern.
Bei denkmalgeschützten Fassaden ist Außendämmung meist ausgeschlossen. Innendämmung mit konventionellen Materialien würde Raumtiefe kosten und historische Raumproportionen zerstören. Vacupor ermöglicht Dämmung bei minimaler Wandstärkenerhöhung.
Zudem bleiben Stuckprofile, Fensterleibungen und Nischen nutzbar. Eine 2 cm Vacupor-Innendämmung lässt sich so anbringen, dass Fenster weiterhin gut zu öffnen sind und Heizkörper nicht vorgesetzt werden müssen.
Überall dort, wo Dämmstärke physikalisch oder gestalterisch begrenzt ist, bietet Vacupor die beste Dämmwirkung. Das gilt für:
Oberste Geschossdecken mit geringer Kopfhöhe
Kellerwände mit Installationen
Attikadämmung auf Flachdächern (geringe Auflasten)
Dämmung hinter Heizkörpern
Vacupor-Paneele wiegen etwa 4 bis 5 kg/m². Die geringe Flächenlast ermöglicht Anwendungen auf schwachen Untergründen. Bei der Balkondämmung auf alten Holzbalkendecken oder bei Deckendämmung auf dünnwandigen Gewölben ist das Gewicht entscheidend. Zum Vergleich: 12 cm Mineralwolle-Dämmplatten wiegen etwa 6 bis 8 kg/m², Polystyrol etwa 3 bis 4 kg/m². Der Unterschied scheint gering, summiert sich aber bei großen Flächen.
Der Kieselsäurekern ist mineralisch und nicht brennbar. Im Brandfall versagt zwar die Kunststoffhülle, aber das Kernmaterial selbst trägt nicht zum Brand bei und entwickelt keine giftigen Gase. Für Gebäude mit erhöhten Brandschutzanforderungen ist das relevant. Polystyrol (Euroklasse E) oder PU-Schaum (Euroklasse E-F) sind hier im Nachteil.
Keine Technologie ist universell optimal. Vacupor hat Einschränkungen, die Sie kennen sollten.
Vakuumdämmplatten kosten ein Vielfaches konventioneller Dämmstoffe. Während Polystyrol bei 8 bis 12 EUR/m² liegt, kostet Vacupor 80 bis 120 EUR/m² – je nach Format und Bestellmenge. Diese Mehrkosten rechnen sich nur dort, wo Platzersparnis einen messbaren Wert hat (Wohnflächengewinn, Denkmalschutz, technische Notwendigkeit).
Die Folienhülle ist die Achillesferse. Ein einziger Nagel, eine Schraube oder scharfkantige Beschädigung beim Transport zerstört das Vakuum irreversibel. Das erfordert:
Sorgfältige Planung (keine Installationen in der Dämmebene)
Geschulte Verarbeiter
Schutzschichten beim Aufbau (z. B. Holzfaserplatten als mechanischer Schutz)
Vacupor ist nicht geeignet für:
Dämmung unter Estrich ohne Schutzschicht (Gefahr durch Estrichverschraubungen)
Bereiche mit späterer Installationsmöglichkeit (z. B. Küchenwände für Hängeschränke)
Anwendungen mit mechanischer Beanspruchung
Auf der Baustelle darf Vacupor nicht zugeschnitten werden. Jedes Panel muss exakt nach Aufmaß im Werk gefertigt werden. Das erfordert präzise Planung und schließt spontane Anpassungen aus. Maßfehler sind teuer – ein falsch dimensioniertes Panel ist Ausschuss.
Die Paneele sind nicht fugendicht aneinanderzusetzen. An jeder Fuge entsteht eine lineare Wärmebrücke. Bei kleinteiligen Formaten (viele Fugen) sinkt die Systemdämmleistung merklich. Deshalb sollten Paneele so groß wie möglich gewählt werden. An Fensteranschlüssen, Ecken und Installationsdurchführungen müssen Restflächen mit konventioneller Dämmung geschlossen werden – auch das verringert die Gesamt-Dämmleistung.
Vacupor ist zwar recycelbar, aber nicht wiederverwendbar. Bei Rückbau müssen die Paneele sortenrein getrennt werden (Folie vom Kern). Das ist aufwendiger als das Entsorgen von Polystyrol oder Mineralwolle. Allerdings ist die Lebensdauer so hoch, dass Entsorgung erst nach Jahrzehnten relevant wird.
Porextherm bietet mehrere Vacupor-Linien für unterschiedliche Einsatzbereiche.
Die Standardvariante für die meisten Hochbauanwendungen. NT steht für „Normal Temperature" und deckt Einsatztemperaturen von -20 °C bis +80 °C ab. Die Paneele sind in Dicken von 20 mm bis 40 mm erhältlich. Formate reichen von 600 x 600 mm (Standard) bis 1.200 x 600 mm (Großformat).
Typische Anwendungen:
Innendämmung Wand und Decke
Balkondämmung
Deckendämmung
Nischendämmung
Technische Daten:
λ-Wert: 0,007 W/(mK) bei 10 °C Mitteltemperatur
Druckfestigkeit: > 200 kPa
Brandklasse: A1 (nicht brennbar)
Die RP2-Serie ist für druckbelastete Anwendungen optimiert. Die Paneele haben eine verstärkte Randzone, die punktuelle Lasten besser verteilt. Das macht sie geeignet für:
Dämmung unter Estrich (mit Schutzschicht)
Sockeldämmung (außenliegend, mit mechanischem Schutz)
Terrassendämmung mit direkter Begehung
Technische Daten:
λ-Wert: 0,007 W/(mK)
Druckfestigkeit: > 300 kPa
Flächenlast: bis 5 kN/m² (entspricht ca. 500 kg/m²)
Für Anwendungen mit erhöhten Temperaturen – etwa in gewerblichen Küchen, hinter Kaminen oder in Industrieanlagen. Die HT-Variante bleibt bis +150 °C funktionsfähig. Die Folie ist temperaturstabil, und der Kieselsäurekern verträgt diese Betriebstemperaturen ohne Degradation.
Anwendungen:
Dämmung hinter gewerblichen Backöfen
Industrielle Prozesswärme-Dämmung
Kühlraum-Dämmung (niedrige Temperaturen)
Für bestimmte Anwendungen bietet Porextherm werksseitig kaschierte Paneele:
Gipskarton-Kaschierung: Für Innendämmung, direkt spachtel- und streichfertig
Holzfaser-Kaschierung: Mechanischer Schutz und Installationsebene
Alu-Kaschierung: Für Kühlraumdämmung (Dampfsperre integriert)
Die Kaschierung erhöht die Gesamtdicke um 10 bis 15 mm, vereinfacht aber die Verarbeitung erheblich.
Für bestimmte Anwendungen bietet Porextherm werksseitig kaschierte Paneele:
Gipskarton-Kaschierung: Für Innendämmung, direkt spachtel- und streichfertig
Holzfaser-Kaschierung: Mechanischer Schutz und Installationsebene
Alu-Kaschierung: Für Kühlraumdämmung (Dampfsperre integriert)
Die Kaschierung erhöht die Gesamtdicke um 10 bis 15 mm, vereinfacht aber die Verarbeitung erheblich.
Für bestimmte Anwendungen bietet Porextherm werksseitig kaschierte Paneele:
Gipskarton-Kaschierung: Für Innendämmung, direkt spachtel- und streichfertig
Holzfaser-Kaschierung: Mechanischer Schutz und Installationsebene
Alu-Kaschierung: Für Kühlraumdämmung (Dampfsperre integriert)
Die Kaschierung erhöht die Gesamtdicke um 10 bis 15 mm, vereinfacht aber die Verarbeitung erheblich.
Kriterium | NT-B2-S | RP2-B2-S | RP1/TS1-S | TS-B2-S | XPS-B2-S | ROOF |
|---|---|---|---|---|---|---|
Haupteinsatz | Fassade | Boden | Boden+ | Boden+ Schall | Fassade+ | Dach |
Lambda λ | 0,007 | 0,007 | 0,007 | 0,007 | 0,007 | variabel |
Kaschierung | keine | Gummi | DV-Platte | Trittschall | XPS | PIR |
Druckfest | 150 kPa | 200 kPa | erhöht | mittel | hoch | hoch |
Vorteile | Flexibel | Standard | Lasten | 2in1 | Putzfertig | Flachdach |
Preis relativ | Basis | +20 % | +40 % | +40 % | +40 % | Projekt-abhängig |
Eigenschaft | Wert | Norm |
|---|---|---|
Wärmeleitfähigkeit (neu) | λ = 0,007 W/(mK) | DIN EN 12667 |
Wärmeleitfähigkeit (25 Jahre) | λ = 0,008 W/(mK) | - |
Bemessungswert | λD = 0,008 W/(mK) | - |
Diffusionswiderstand Folie | μ > 100.000 | - |
Eigenschaft | Vacupor NT | Vacupor LS |
|---|---|---|
Druckfestigkeit | > 200 kPa | > 300 kPa |
Zugfestigkeit Kern | 0,3 MPa | 0,4 MPa |
Scherfestigkeit | 0,15 MPa | 0,20 MPa |
E-Modul | ~10 MPa | ~15 MPa |
Parameter | Bereich |
|---|---|
Dicke | 20 / 25 / 30 / 40 mm |
Länge | 600 bis 1.200 mm |
Breite | 600 mm (Standard) |
Toleranz Dicke | ± 1 mm |
Toleranz Länge/Breite | ± 2 mm |
Gewicht | ca. 4-5 kg/m² |
Brandverhalten: Euroklasse A1 (nicht brennbar), Kern aus mineralischer Kieselsäure
Dampfdiffusion: Hülle dampfdicht (μ > 100.000), Kern diffusionsoffen
Feuchteaufnahme: < 0,5 Vol.-% bei direkter Beaufschlagung (Kern), Hülle wasserdicht
Alterung: < 15 % Leistungsverlust über 50 Jahre (Herstellerangabe)
Temperaturbereich: -30 °C bis +80 °C (NT), bis +150 °C (HT)
Primärenergiebedarf: ca. 150 kWh/m³ (höher als Polystyrol, aber durch Dämmleistung kompensiert)
Treibhauspotenzial: ca. 25 kg CO₂-Äq./m³
Recyclingfähigkeit: 100 % stofflich verwertbar (Trennung Folie/Kern erforderlich)
Schadstofffreiheit: Keine Flammschutzmittel, keine VOC-Emissionen, kein HBCD
Vacupor rechnet sich, wenn:
Platzmangel herrscht: Jeder Zentimeter Wandstärke wertvoll ist
Wohnflächengewinn relevant ist: Bei Immobilienpreisen > 4.000 EUR/m² amortisiert sich die Dämmung über den Flächengewinn
Denkmalschutz Außendämmung verbietet: Innendämmung ohne Raumverlust
Geringe Aufbauhöhen gefordert sind: Balkone, Terrassen, Dachgeschoss
Technische Gründe Standarddämmung ausschließen: Traglast, Konstruktionshöhe
Vacupor rechnet sich nicht, wenn:
Ausreichend Platz für konventionelle Dämmung vorhanden ist
Budget stark limitiert ist und Platzersparnis keinen Mehrwert bringt
Mechanische Beanspruchung oder spätere Installationen zu erwarten sind
Die Preise für Vacupor-Paneele hängen von Format, Dicke und Bestellmenge ab:
Position | Preis/m² |
|---|---|
Vacupor NT 20 mm (Standardformat 600x600 mm) | 80-95 EUR |
Vacupor NT 30 mm (Standardformat) | 95-110 EUR |
Vacupor NT 20 mm (Großformat 1.200x600 mm) | 70-85 EUR |
Vacupor LS 30 mm (druckfest) | 110-130 EUR |
Gipskarton-Kaschierung (Aufpreis) | +15-20 EUR |
Holzfaser-Kaschierung (Aufpreis) | +18-25 EUR |
Bei Bestellmengen über 100 m² sinken die Preise um etwa 10 bis 15 Prozent.
Die Verarbeitung ist anspruchsvoller als bei Standarddämmstoffen:
Leistung | Preis/m² |
|---|---|
Montage Innendämmung (inkl. Kleber, Dübel) | 35-50 EUR |
Montage Deckendämmung | 40-55 EUR |
Montage Bodendämmung (inkl. Schutzschicht) | 45-60 EUR |
Aufmaß und Verlegeplanung | 150-300 EUR pauschal |
Beispiel 1: Innendämmung Altbau-Wand (20 m²)
Material: 20 m² Vacupor NT 30 mm = 2.000 EUR
Kleber und Dübelsystem = 300 EUR
Holzfaserplatte 15 mm (Schutzschicht) = 400 EUR
Verarbeitung = 900 EUR
Spachtelung und Malerarbeiten = 600 EUR
Gesamt: 4.200 EUR (210 EUR/m²)
Beispiel 2: Balkondämmung (10 m²)
Material: 10 m² Vacupor LS 20 mm = 1.100 EUR
Gefälleestrich 3-5 cm = 450 EUR
Abdichtung = 350 EUR
Verarbeitung = 550 EUR
Gesamt: 2.450 EUR (245 EUR/m²)
Vergleich zu konventioneller Dämmung:
Innendämmung mit 12 cm Mineralwolle: ca. 90-120 EUR/m² Vollkosten
Vacupor kostet etwa das 2 bis 2,5-fache
Der Mehrpreis rechnet sich über:
Wohnflächengewinn (bei 20 m² Wandfläche ca. 1 m² zusätzliche Wohnfläche = 4.000-8.000 EUR Wert)
Vermeidung von Umbauten (z. B. Fenster vorsetzen, Heizkörper versetzen)
Energieeinsparung durch bessere Dämmleistung auf gleicher Fläche
Vacupor-Dämmung wird über die üblichen Förderprogramme unterstützt:
BAFA-Förderung: 15 % der förderfähigen Kosten (bei Einzelmaßnahmen)
KfW-Kredit 261: Zinsgünstiger Kredit + Tilgungszuschuss bis 20 % (bei Sanierung zum Effizienzhaus)
Steuerliche Absetzbarkeit: 20 % über 3 Jahre bei selbstgenutzten Immobilien
Die höheren Materialkosten erhöhen die absolute Fördersumme. Bei einem 25.000 EUR Projekt bekommen Sie 3.750 EUR BAFA-Zuschuss – das relativiert den Mehrpreis gegenüber Standarddämmung deutlich.
Vacupor eignet sich überall dort, wo Dämmstärke limitiert ist oder Platzersparnis einen Mehrwert bringt.
Bei denkmalgeschützten Fassaden oder Grenzbebauung mit fehlendem Arbeitsraum außen ist Innendämmung oft die einzige Option. Mit 3 cm Vacupor erreichen Sie einen U-Wert von etwa 0,25 W/(m²K) - ausreichend für KfW 85 Standard. 12 cm Mineralwolle würden 9 cm mehr Raumtiefe kosten.
Wichtig: Die Innendämmung von Wand und Fassade erfordert immer bauphysikalische Planung. Tauwasserausfall an der kalten Außenwand muss ausgeschlossen werden. Die dampfdichte Vacupor-Hülle wirkt als Dampfbremse - das vereinfacht die Konstruktion gegenüber diffusionsoffenen Systemen.
Die Dämmung von Balkonen scheitert oft an der Aufbauhöhe. Der Höhensprung zur Balkontür beträgt baubedingt nur 2 bis 3 cm. Mit Vacupor 20 mm plus 30-50 mm Gefälleestrich bleiben Sie in diesem Rahmen. 14 cm Polystyrol würden den Balkon deutlich über Türniveau heben.
Zudem reduziert Vacupor die Auflast. Bei alten Auskragungen mit begrenzter Traglast ist jedes Kilogramm relevant. Vacupor wiegt etwa die Hälfte eines vergleichbar dämmenden Polystyrol-Aufbaus.
Bei erdberührenden Bodenplatten oder über unbeheizten Kellern ist Dämmung Pflicht. In Bestandsgebäuden mit niedrigen Deckenhöhen frisst eine 10 cm Dämmschicht wertvolle Raumhöhe. 3 cm Vacupor reichen für einen U-Wert von 0,25 W/(m²K).
In Altbauten mit historischen Fußböden (Dielenböden, Terrazzo) ermöglicht Vacupor Dämmung ohne vollständigen Bodenaufbau. Die Paneele lassen sich direkt unter neuen Dielen verlegen, ohne 10 cm Höhe zu verlieren. Was Sie bei der Bodendämmung mit Vakuumpaneelen beachten sollten, lesen Sie in unserem separaten Ratgeber.
Im Dachgeschoss zählt jeder Zentimeter Kopfhöhe. Dachschrägen mit 12 cm Zwischensparrendämmung plus 5 cm Untersparrendämmung rauben Raumvolumen. 3 cm Vacupor zwischen den Sparren plus 2 cm Holzfaser darunter erreichen vergleichbare U-Werte bei 12 cm weniger Dicke.
Bei der obersten Geschossdecke (nicht ausgebautes Dachgeschoss) begrenzt die Deckentragfähigkeit oft die Dämmstärke. Vacupor als leichte, hocheffiziente Dämmung ermöglicht EnEV-Anforderungen auch bei schwachen Decken.
Kelleraußenwände nachträglich außen zu dämmen ist aufwendig (Erdaushub) oder unmöglich (Grenzbebauung). Die Innendämmung mit Vacupor minimiert Raumverlust. In Kellerräumen, die als Hobbyraum oder Lager genutzt werden, zählt jeder Quadratmeter.
Bei Perimeterdämmung (außen, erdberührt) muss Vacupor mit druckfester Schutzschicht versehen werden. Die LS-Serie verträgt die Erdlast und Sickerwasser-Drainage.
Hinter Heizkörpernischen, in Fensterlaibungen oder an Rollladenkästen entstehen Kältebrücken. Dort ist kein Platz für 10 cm Dämmung, aber 2 cm Vacupor passen. Die Dämmwirkung ist nicht perfekt (Fuge zum Mauerwerk bleibt), aber deutlich besser als ungedämmt.
Die Montage von Vakuumdämmplatten unterscheidet sich fundamental von konventioneller Dämmung. Die Durchstoßempfindlichkeit erfordert angepasste Techniken.
Der Untergrund muss eben, tragfähig und trocken sein. Unebenheiten über 3 mm müssen ausgeglichen werden, denn punktueller Druck könnte die Folie beschädigen. Alte Putzschichten auf Festigkeit prüfen. Lose Bereiche entfernen und neu verputzen.
Bei stark saugenden Untergründen (Altputz, Ziegel) ist Grundierung erforderlich. Der Kleber muss vollflächig haften – mechanische Befestigungen (Dübel) sind nur ergänzend möglich und müssen sehr sorgfältig gesetzt werden.
Vacupor wird mit speziellem Montagekleber vollflächig verklebt. Punkt-Wulst-Verklebung ist ungeeignet – zwischen den Klebepunkten würde das Panel bei Druckbelastung nachgeben und die Folie könnte einreißen.
Der Kleber wird mit Zahnspachtel (8-10 mm Zahnung) aufgetragen. Die Klebeschicht sollte 3-5 mm dick sein. Das Panel wird vorsichtig angedrückt, ohne zu reiben. Korrekturen sind möglich, solange der Kleber offen ist (ca. 15-20 Minuten).
Bei Wanddämmung empfehlen wir zusätzlich Tellerdübel. Diese müssen so gesetzt werden, dass sie die Folie nicht durchstoßen:
Dübelloch durch das Panel vorbohren (vor der Verklebung)
Panel verkleben
Dübel durch das vorgebohrte Loch setzen (Dübelteller liegt auf der Panel-Oberfläche, durchstößt die Folie nicht)
Pro Panel 4-6 Dübel, abhängig von Größe und Eigengewicht.
Paneele werden stumpf gestoßen. Die Fuge sollte < 2 mm breit sein. Breitere Fugen müssen mit Dämmstreifen (Mineralwolle-Streifen, kein PU-Schaum!) ausgefüllt werden. PU-Schaum würde durch Quelldruck die Folie beschädigen.
An Fenster- und Türanschlüssen sowie Ecken entstehen Restflächen, die nicht mit Vacupor belegbar sind. Diese werden mit konventioneller Dämmung (z. B. Mineralwolle-Keile) geschlossen.
Über den Vacupor-Paneelen muss eine mechanische Schutzschicht aufgebracht werden:
Bei Innendämmung: 10-15 mm Holzfaserplatte oder Gipskartonplatte auf Lattung
Bei Bodendämmung: 18-22 mm Spanplatte oder OSB-Platte
Bei Außenanwendung: Druckfeste Putzträgerplatte (z. B. Calciumsilikat)
Diese Schicht schützt vor späteren Installationen (Dübel für Bilder, Regale) und verteilt Lasten.
Keine Installationen in der Vacupor-Ebene. Elektroleitungen, Rohre oder Kabelkanäle müssen in der Schutzschicht oder vor der Dämmung geführt werden. Planen Sie die Installationsebene von Anfang an mit ein.
Vacupor ist kein Handelsware im klassischen Sinne. Sie können die Paneele nicht im Baustoffhandel vom Lager kaufen. Jede Bestellung ist eine Maßfertigung. Der Prozess läuft so ab:
Aufmaß: Exakte Vermessung aller zu dämmenden Flächen
Planung: Festlegung der Panel-Formate (möglichst große Formate für minimale Fugen)
Bestellung: Übermittlung der Maße an Porextherm
Produktion: Fertigung ab Werk (Vorlaufzeit 2-3 Wochen)
Lieferung: Anlieferung direkt zur Baustelle
MEUVO übernimmt als autorisierter Partner diesen gesamten Prozess für Sie. Wir führen das Aufmaß durch, erstellen den Verlegeplan und koordinieren Produktion und Lieferung. Zudem lagern wir Restflächen-Material, sodass kleinere Nachbestellungen schneller verfügbar sind.
Porextherm produziert Vacupor chargenweise. Für wirtschaftliche Fertigung gelten Mindestbestellmengen:
Standardformate (600 x 600 mm): ab 10 m²
Großformate (1.200 x 600 mm): ab 15 m²
Sonderformate: ab 20 m²
Kleinere Mengen sind möglich, verteuern aber den Quadratmeterpreis um 20 bis 30 Prozent.
Flächenoptimierung: Planen Sie die Paneele so, dass möglichst wenige Fugen entstehen. Jede Fuge ist eine Wärmebrücke. Ein großes 1,20 x 0,60 m Panel ist besser als vier kleine 0,60 x 0,60 m Paneele auf gleicher Fläche.
Schutzschichten einplanen: Vacupor braucht mechanischen Schutz. Bei Innendämmung empfehlen wir eine 10 bis 15 mm Holzfaserplatte als Installationsebene. Bei Bodendämmung ist eine druckfeste Schutzschicht (z. B. Spanplatte) obligatorisch. Kalkulieren Sie diese Schichten in Ihre Aufbauhöhe ein.
Restflächen: Fensterleibungen, Ecken und Anschlüsse können meist nicht mit Vacupor gedämmt werden. Planen Sie konventionelle Dämmung (z. B. Mineralwolle-Keile) für diese Bereiche ein. Etwa 5 bis 10 % der Dämmfläche entfallen typisch auf Restflächen.
Verarbeiter: Lassen Sie Vacupor nur von geschulten Fachbetrieben einbauen. Die Durchstoßempfindlichkeit erfordert saubere Arbeitsweise. MEUVO vermittelt qualifizierte Partner in Bayern, Sachsen sowie Berlin und Brandenburg. Senden Sie Ihre Anfrage über das Kontaktformular.
Vacupor verfügt über die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt):
Zulassungsnummer: Z-23.11-1763
Geltungsbereich: Deutschland, Verwendung im geregelten Baubereich
Gültig bis: 2028 (wird regelmäßig erneuert)
Die Zulassung bestätigt:
Gebrauchstauglichkeit für Dämmzwecke
Einhaltung der Anforderungen an Wärmeschutz
Brandverhalten (Euroklasse A1)
Langzeitbeständigkeit
Zusätzlich zur nationalen Zulassung ist Vacupor CE-gekennzeichnet nach:
EN 16012: Vacuum Insulation Panels (VIP) – Werkmäßig hergestellte Produkte
Leistungserklärung (DoP - Declaration of Performance) liegt vor
Für jede Produktvariante stellt Porextherm detaillierte Datenblätter bereit:
Vacupor NT: Standardanwendungen (Wand, Decke)
Vacupor LS: Druckbelastete Anwendungen (Boden, Sockel)
Vacupor HT: Hochtemperaturanwendungen
Die Datenblätter enthalten:
Technische Kennwerte (Wärmeleitfähigkeit, Druckfestigkeit, etc.)
Abmessungen und Toleranzen
Verarbeitungshinweise
Lagerung und Transport
Download: Aktuelle Datenblätter erhalten Sie bei MEUVO oder direkt bei Porextherm.
Porextherm veröffentlicht Verarbeitungsrichtlinien für verschiedene Anwendungsfälle:
Innendämmung Wand
Bodendämmung unter Estrich
Deckendämmung
Perimeterdämmung (Kellerdämmung außen)
Diese Richtlinien sind für Verarbeiter verbindlich. Nur bei regelkonformer Ausführung gelten Gewährleistungsansprüche.
Für DGNB- oder LEED-Zertifizierungen benötigen Sie Ökobilanz-Daten. Porextherm stellt eine Environmental Product Declaration (EPD) nach ISO 14025 bereit:
Primärenergiebedarf
Treibhauspotenzial (GWP)
Versauerungspotenzial
Eutrophierungspotenzial
Download: EPD erhältlich über Institut Bauen und Umwelt (IBU).
Vacupor Vakuumdämmplatten sind keine Universallösung. Sie sind eine Spezialdämmung für Situationen, wo konventionelle Dämmstoffe an Grenzen stoßen: bei extremem Platzmangel, in denkmalgeschützten Gebäuden, bei geringen Aufbauhöhen oder wenn Wohnflächengewinn einen messbaren Wert hat.
Die Kosten liegen deutlich über Standarddämmung – aber sie rechnen sich, wenn die eingesparte Wandstärke monetären Gegenwert hat. In Ballungsräumen mit Immobilienpreisen über 5.000 EUR/m² amortisiert sich Vacupor über den Wohnflächengewinn innerhalb weniger Jahre. Bei Denkmalschutz-Innendämmung ist Vacupor oft die einzige Möglichkeit, Wärmeschutz ohne Raumverlust zu erreichen.
Die Durchstoßempfindlichkeit macht sorgfältige Planung und qualifizierte Verarbeitung zur Voraussetzung. Spontane Anpassungen auf der Baustelle sind ausgeschlossen. Dafür erhalten Sie eine Dämmleistung, die mit keinem anderen Baustoff erreichbar ist – siebenmal besser als Polystyrol auf gleicher Dicke.
MEUVO ist autorisierter Vertriebspartner für Vacupor von Porextherm in Bayern, Sachsen sowie Berlin und Brandenburg. Wir beraten Sie herstellerunabhängig, ob Vacupor für Ihr Projekt die richtige Lösung ist, führen das Aufmaß durch, koordinieren die Produktion und vermitteln qualifizierte Verarbeitungsbetriebe. Sprechen Sie uns an, wenn Sie eine konkrete Planung diskutieren möchten – wir finden gemeinsam heraus, ob Vakuumdämmung für Ihr Vorhaben wirtschaftlich sinnvoll ist. Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch über das Kontaktformular. Unser Fachteam wird sich mit Ihnen innerhalb von 24 h in Verbindung setzen.