Besser als Sie denken: mit nur 35 mm erreichen Sie die Forderung der Wärmeschutzverordnung, wo mit Standard Dämmstoffen 160 bis 200 mm erforderlich sind.
Üblicherweise werden Vakuumpaneele mit 30 bis 50 mm verbaut, nach Wärmeschutzanforderung und tatsächlichem Platzangebot optimiert.
Die Vakuumdämmpaneele können zu 100% recycelt werden. Eine entsprechendeEPD- Produktdeklaration liegt vor.
Verbindliche Angebote werden nach Ihrem Bedarf erstellt: Richtpreise für übliche Anwendungen mit einem U-Wert von 0,19 liegen im Bereich von 70 - 150 € + MwSt. und Fracht.
Nein! Ein genaues Aufmaß erlaubt einen exakten Verlegeplan, welcher zudem die zügige Verlegeung auf der Baustelle unterstützt.
Unverletzte Paneel halten den Unterdruck über einen Produktlebenszyklus von 30 - 50 Jahren, gewährleisten also den in der Zulassung hinterlegten Wärmedämmwert.
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Nein, wichtig ist jedoch eine Einweisung durch uns.
Ja, wir fertigen sowohl Rechteckpaneele als auch Vielecke auf Maß als Ergänzung zu unseren kostengünstigen Standardformaten. Lieferezeit ca 20 statt 8 Arbeitstage.
Wir benötige ein scharfes Aufmaß von Ihnen und wir vereinbaren einen umlaufenden Toleranzbereich. Wir erstellen dann einen exakten Verlegeplan mit verbindlichem Preisangebot und Liefertermin.
Wir sind Ihr kompetenter Vertriebspartner der VACUPOR® Vakuumdämmpaneele für die Regionen Bayern, Sachsen, Berlin und Brandenburg.
Vakuumdämmung (VIP – Vakuumisolationspaneele) ist eine Hochleistungsdämmung mit Lambda-Werten von 0,004 bis 0,007 W/(mK). Diese FAQ beantwortet die häufigsten Fragen zur Funktionsweise, zu Kosten, Vorteilen, Nachteilen und praktischen Anwendungen von Vakuumdämmplatten im Bauwesen. Lesen Sie auch unseren separaten Ratgeber, wenn Sie mehr Informationen über die Funktionsweise von Vakuumdämmung erfahren möchten.
Vakuumdämmung bezeichnet Hochleistungsdämmstoffe, bei denen der Wärmetransport durch Konvektion nahezu vollständig eliminiert wird. Ein Vakuumisolationspaneel (VIP) besteht aus einem porösen Stützkern (meist pyrogene Kieselsäure), der von einer gasdichten Hochbarrierefolie umhüllt ist. Das Innere des Paneels wird auf etwa 1 mbar evakuiert – dadurch fehlt das Medium (Luft oder Gas), das normalerweise Wärme durch Konvektion transportiert.
Das Prinzip entspricht dem einer Thermoskanne: Ohne Gas im Zwischenraum kann Wärme nur noch über die feste Struktur des Stützkerns geleitet werden. Da Kieselsäurepulver ein schlechter Wärmeleiter ist, erreichen Vakuumdämmplatten eine Wärmeleitfähigkeit von 0,004 bis 0,007 W/(mK) – etwa zehnmal besser als konventionelle Dämmstoffe wie Mineralwolle (0,035 W/mK) oder Polystyrol (0,032 W/mK).
Für die Praxis bedeutet das: 20 mm Vakuumdämmung entsprechen der Dämmwirkung von etwa 160 mm Mineralwolle. Das macht VIP zur idealen Lösung, wenn Platz knapp ist – etwa bei Innendämmung im Altbau, Balkondämmung oder Kellerdeckendämmung.
Die Dämmwirkung von VIP basiert auf der Unterdrückung aller drei Wärmetransportmechanismen:
Konvektion: Im Vakuum (< 1 mbar) fehlt das Gas, das Wärme durch Strömung transportieren könnte. Dieser Anteil entfällt zu >99%.
Strahlung: Infrarot-Strahlung wird durch spezielle Beschichtungen der Hochbarrierefolie oder durch Zusätze im Stützkern (z.B. Opazifizierungsmittel wie Siliziumkarbid) reduziert.
Wärmeleitung: Bleibt als einziger Transportweg übrig. Die poröse Struktur des Kieselsäurekerns minimiert die Kontaktflächen, über die Wärme geleitet werden kann.
Aufbau eines Vakuumisolationspaneels:
Stützkern: Pyrogene Kieselsäure (alternativ: Glasfaser, Aerogel)
Hochbarrierefolie: Mehrschichtige Aluminium-Kunststoff-Verbundfolie (typisch 100-200 µm dick)
Vakuum: Restdruck < 1 mbar (zum Vergleich: Normaldruck = 1013 mbar)
Die Lebensdauer eines VIP hängt von der Dichtigkeit der Hülle ab. Hersteller wie Porextherm (Vacupor) oder va-q-tec garantieren üblicherweise 50 Jahre für die Dämmleistung – unter der Voraussetzung, dass das Paneel nicht beschädigt wird.
Ja, Vakuum ist der beste bekannte thermische Isolator. Die Wärmeleitfähigkeit von Luft liegt bei etwa 0,025 W/(mK). Im Vakuum (kein Gas vorhanden) fällt dieser Anteil komplett weg. Deshalb erreichen Vakuumdämmplatten Lambda-Werte von 0,004 bis 0,007 W/(mK) – bis zu sechsmal besser als Luft und zehnmal besser als konventionelle Dämmstoffe.
Das Prinzip wird seit Jahrzehnten in Thermoskannen eingesetzt: Der evakuierte Zwischenraum verhindert Wärmeaustausch zwischen Innenund Außenseite. In der Gebäudedämmung wird dieses Prinzip seit den 1990er Jahren genutzt, zunächst in Kühlgeräten und seit etwa 2005 zunehmend im Bauwesen.
Wichtig: Ein Vakuum isoliert nur, solange es intakt ist. Wird die Hülle beschädigt, dringt Luft ein und die Dämmwirkung sinkt innerhalb weniger Wochen auf das Niveau des Stützkerns allein (etwa 0,020 W/mK) – immer noch besser als viele konventionelle Dämmstoffe, aber nicht mehr im Hochleistungsbereich.
Die Dämmleistung von Vakuumdämmung lässt sich am besten im direkten Vergleich beurteilen:
Dämmstoff | Lambda-Wert [W/(mK)] | Dicke für U=0,20 W/(m²·K) | Flächengewinn gegenüber VIP |
|---|---|---|---|
Vakuumdämmung (VIP) | 0,004 - 0,007 | 20-30 mm | - |
Aerogel-Dämmputz | 0,015 - 0,020 | 70-90 mm | -60% |
Polyurethan (PUR) | 0,024 - 0,028 | 110-130 mm | -80% |
Polystyrol (EPS) | 0,032 - 0,035 | 150-170 mm | -85% |
Mineralwolle | 0,035 - 0,040 | 160-190 mm | -87% |
Beispiel Fassadendämmung: Um einen U-Wert von 0,20 W/(m²·K) zu erreichen, benötigen Sie bei einer bestehenden Ziegelwand (U=1,2):
30 mm VIP oder
160 mm Mineralwolle oder
180 mm EPS
Flächengewinn: Bei einem Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche und 2,50 m Raumhöhe (Innendämmung) verlieren Sie mit Mineralwolle etwa 6 m² Wohnfläche (160 mm Dämmschicht an allen Außenwänden). Mit VIP nur 1,1 m². Bei Immobilienpreisen von 4.000 €/m² in Ballungsräumen entspricht das einem Flächenwert von etwa 20.000 Euro.
Vakuumdämmung ist immer dann die richtige Wahl, wenn Platz knapp ist oder konventionelle Dämmstoffe aus bauphysikalischen Gründen nicht einsetzbar sind. Die wichtigsten Einsatzbereiche:
Bei denkmalgeschützten Fassaden oder in Fällen, wo eine Außendämmung nicht möglich ist (z. B. Grenzbebauung), ist Innendämmung die einzige Option. Mit VIP verlieren Sie nur 30-40 mm Raumtiefe statt 160-200 mm bei konventionellen Systemen.
Auskragende Balkone sind massive Wärmebrücken. Die Dämmung von unten oder von der Seite erfordert minimale Aufbauhöhen, um Durchgangshöhen und Balkongeländer nicht zu beeinträchtigen. VIP mit 20-30 mm Dicke ist hier oft die einzige praktikable Lösung. Lesen Sie in unserem separaten Ratgeber eine detaillierte Anleitung, was Sie bei der Vakuumdämmung von Terrasse & Balkon beachten sollten.
In Bestandskellern mit niedriger Deckenhöhe (< 2,20 m) würde eine konventionelle Dämmung mit 140-160 mm die Durchgangshöhe unterschreiten. Mit 30 mm VIP bleiben alle Durchgänge und Türen nutzbar. Wie Sie eine Kellerdecke mit Vakuumpaneelen dämmen und was sie dabei beachten sollten, lesen Sie in unserem separaten Ratgeber.
Bei der nachträglichen Fußbodendämmung im Bestand – etwa über unbeheizten Kellerräumen oder bei Fußbodenheizung – ist die verfügbare Aufbauhöhe oft durch Türanschlüsse begrenzt. VIP ermöglicht effiziente Dämmung bei nur 20-40 mm Aufbau.
In Gauben und bei flachen Dachschrägen bleibt nach Einbau von Sparrendämmung oft wenig Raum für Dämmstärken von 200+ mm. VIP als Aufdachdämmung oder Ergänzung spart Platz und erhält die Raumhöhe.
Wärmebrücken an Fensterlaibungen und in Rolllädenkästen lassen sich mit VIP auf kleinstem Raum beseitigen – dort, wo konventionelle Dämmstoffe keinen Platz finden.
Nicht geeignet ist VIP für:
Anwendungen mit hohem Risiko mechanischer Beschädigung (z.B. Perimeterdämmung im Erdreich ohne Schutzschicht)
Flächen, die vor Ort zugeschnitten werden müssen (VIP kann nicht gekürzt werden)
Budgetorientierte Projekte, wo konventionelle Dämmstoffe ausreichen
Die praktischen Einsatzgebiete von VIP im Bauwesen umfassen:
Im Neubau:
Passivhäuser und Niedrigstenergiegebäude mit extrem hohen Dämmstandards
Mehrgeschossiger Wohnbau, wo jede gesparte Dämmdicke mehr vermietbare Fläche bedeutet
Gebäude mit komplexen Geometrien (z.B. Erker, Dachgauben)
In der Sanierung:
Denkmalgeschützte Gebäude (Innendämmung ohne Veränderung der Fassade)
Altbau mit begrenztem Raumangebot
Energetische Sanierung ohne Verlust von Wohnoder Nutzfläche
Gewerbebau:
Kühlhäuser und Gefrieranlagen (hier werden VIP seit Jahrzehnten eingesetzt)
Labore und Reinräume mit hohen Anforderungen an Raumklima
Industriebauten mit Platzrestriktionen
Spezialanwendungen:
Mobile Wohncontainer und Modulbauten
Fahrzeugbau (Kühlfahrzeuge, Wohnmobile)
Flugzeugund Schiffbau
Regionale Schwerpunkte: In Deutschland wird Vakuumdämmung vor allem in Bayern, Sachsen sowie Berlin und Brandenburg nachgefragt – Regionen mit hohem Altbaubestand und strengen Denkmalschutzauflagen. MEUVO ist exklusiver Partner von Porextherm/Vacupor für diese Regionen und bietet Beratung, Planung und Ausführung aus einer Hand.
Die Vorteile von VIP gegenüber konventionellen Dämmstoffen:
Mit Lambda-Werten von 0,004 bis 0,007 W/(mK) erreichen VIP die höchste Dämmwirkung aller marktüblichen Dämmstoffe. Nur Aerogel kommt in ähnliche Bereiche (0,013-0,015 W/mK), ist aber noch teurer und mechanisch empfindlicher.
20-30 mm VIP ersetzen 140-180 mm konventioneller Dämmung. Das erhält Wohnfläche, Raumhöhe und Durchgangshöhen. Flächengewinn ist besonders in Ballungsräumen mit hohen Quadratmeterpreisen ein wirtschaftlicher Faktor.
Hersteller garantieren 50 Jahre Funktionsfähigkeit – vorausgesetzt, die Hülle bleibt intakt. Tests zeigen, dass hochwertige VIP (z.B. Vacupor von Porextherm) auch nach 30 Jahren Praxiseinsatz ihre volle Dämmwirkung behalten.
Anders als organische Dämmstoffe (EPS, XPS, PUR) verlieren VIP durch Feuchteeinwirkung keine Dämmleistung – solange die Hülle dicht bleibt. Der Kieselsäurekern ist nicht hygroskopisch.
VIP bestehen aus mineralischem Kern (Kieselsäure) und Metallfolie – beide Komponenten sind nicht brennbar. Das erleichtert brandschutztechnische Nachweise, besonders bei Hochhäusern und Sonderbauten.
VIP werden werksseitig maßgenau gefertigt. Das ermöglicht passgenaue Verlegeplanung ohne Verschnitt und sichert lückenlose Dämmung – entscheidend für U-Wert-Berechnungen und EnEV-Nachweise.
Durch die hohe Dämmleistung bei geringer Dicke lassen sich Passivhaus-Standards erreichen, ohne massive Wandaufbauten. Das spart langfristig Heizkosten und erhöht den Wohnkomfort.
Die Nachteile von VIP, die bei der Planung berücksichtigt werden müssen:
Materialkosten liegen bei 80 bis 150 Euro pro Quadratmeter (nur Material, ohne Montage). Konventionelle Dämmstoffe kosten 10-25 €/m². Für ein Einfamilienhaus mit 150 m² Fassadenfläche bedeutet das 12.000 bis 22.000 Euro Materialkosten für VIP gegenüber 1.500 bis 3.800 Euro für Mineralwolle.
Wann amortisiert sich das? Wenn der Flächengewinn monetarisiert werden kann (vermietbare Fläche) oder wenn konventionelle Dämmung technisch nicht realisierbar ist (z.B. Denkmalschutz, Raumhöhenbegrenzung). Reine Energieeinsparung amortisiert VIP in der Regel nicht innerhalb der Lebensdauer.
Jede Perforation der Hülle führt zum Verlust des Vakuums und damit zur Reduzierung der Dämmwirkung. Deshalb:
Keine Durchdringungen (Dübel, Schrauben) direkt durch VIP
Schutz vor mechanischer Belastung (z.B. durch Putzträgerplatten)
Sorgfältige Handhabung auf der Baustelle
Beschädigte Paneele sind nicht reparabel. Einmal durchstochen, verliert das Paneel innerhalb von Tagen bis Wochen seine Dämmwirkung auf etwa 0,020 W/mK (immer noch besser als Luft, aber nicht mehr Hochleistung).
VIP können nicht auf der Baustelle zugeschnitten werden. Jeder Schnitt würde das Vakuum zerstören. Deshalb ist eine exakte Aufmaßplanung und werksseitige Fertigung erforderlich. Das erhöht den Planungsaufwand und macht spontane Anpassungen unmöglich.
Für Restflächen und Anschlüsse müssen konventionelle Dämmstoffe eingesetzt werden – was zu inhomogenen U-Werten führt und in der Berechnung berücksichtigt werden muss.
Die Fugen zwischen den Paneelen bilden Wärmebrücken. Selbst bei sorgfältiger Ausführung mit Fugenstreifen oder PU-Schaum bleibt ein Psi-Wert von 0,02 bis 0,04 W/mK. Bei großflächiger Anwendung kann das den effektiven U-Wert um 10-15% verschlechtern.
Lösung: Mehrschichtiger Aufbau mit versetzten Fugen oder Überdämmung der Fugen mit dünnen Dämmplatten.
Die Verarbeitung von VIP erfordert geschultes Personal. Falsche Handhabung (Beschädigung, unsachgemäße Befestigung) führt zu Dämmversagen. Nicht jeder Handwerksbetrieb hat Erfahrung mit VIP – das kann die Ausführungskosten erhöhen.
VIP sind Verbundbaustoffe (Metallfolie + Kieselsäure). Eine sortenreine Trennung für Recycling ist aufwendig. Aktuell werden ausgediente VIP meist thermisch verwertet (Müllverbrennung).
Vakuumdämmung lohnt sich, wenn mindestens einer dieser Faktoren zutrifft:
Platz ist knapp: Innendämmung, Balkone, Kellerdecken mit Höhenbeschränkung
Flächengewinn ist wertvoll: In Ballungsräumen mit hohen Immobilienpreisen (> 3.000 €/m²) amortisiert sich der Mehrpreis durch gesparte Fläche.
Konventionelle Dämmung ist nicht möglich: Denkmalschutz, bauphysikalische Zwänge, Brandschutzanforderungen
Höchste Energieeffizienz gefordert: Passivhaus-Standard, KfW 40+
Nicht lohnenswert, wenn:
Platz ausreichend vorhanden ist und konventionelle Dämmung möglich ist
Budget stark begrenzt und Energieeinsparung das einzige Ziel ist
Mechanische Belastung oder Beschädigungsrisiko hoch ist
Beispielrechnung:
Innendämmung 100 m² Fassade in Münchner Altbau
Mit Mineralwolle (180 mm): Verlust von 18 m³ Raumvolumen = ca. 7,2 m² Wohnfläche
Mit VIP (30 mm): Verlust von 3 m³ Raumvolumen = ca. 1,2 m² Wohnfläche
Flächengewinn: 6 m² × 6.000 €/m² = 36.000 Euro Mehrwert
Mehrkosten VIP vs. Mineralwolle: ca. 8.000 Euro
ROI durch Flächenerhalt: Positiv
Die Kosten für Vakuumdämmung setzen sich aus Material und Verarbeitungskosten zusammen:
Standard-VIP (20-30 mm): 80-120 €/m²
Hochleistungs-VIP (40-50 mm): 120-150 €/m²
Sonderformate / Kleinmengen: 150-200 €/m²
Zum Vergleich (konventionelle Dämmstoffe, pro m²):
Mineralwolle (160 mm): 15-25 €
EPS (180 mm): 20-30 €
Polyurethan (120 mm): 35-50 €
Aerogel-Dämmputz (80 mm): 150-250 €
Planung / Aufmaß: 5-10 €/m² (bei VIP höher wegen Verlegeplan)
Montage: 30-50 €/m² (ähnlich wie konventionelle Dämmung)
Zusatzarbeiten (Putzträgerplatten, Fugenabdichtung): 10-20 €/m²
Gesamtkosten Beispiel (Innendämmung 100 m² Wohnungsfassade):
Material VIP: 10.000 Euro
Verlegeplanung: 800 Euro
Montage: 4.000 Euro
Putzträgerplatten + Oberflächenbearbeitung: 3.500 Euro
Gesamt: ca. 18.300 Euro (183 €/m²)
Mit Mineralwolle (180 mm) lägen die Gesamtkosten bei etwa 8.000 bis 10.000 Euro (80-100 €/m²).
Ein systematischer Kostenvergleich für eine Fassadendämmung (100 m²) mit Ziel-U-Wert 0,20 W/(m²·K):
Dämmstoff | Dicke | Materialkosten | Montage | Gesamt | €/m² |
|---|---|---|---|---|---|
Vakuumdämmung (VIP) | 30 mm | 10.000 € | 5.000 € | 15.000 € | 150 € |
Polyurethan (PUR) | 120 mm | 4.500 € | 4.000 € | 8.500 € | 85 € |
EPS (Styropor) | 180 mm | 2.500 € | 3.500 € | 6.000 € | 60 € |
Mineralwolle | 180 mm | 2.000 € | 3.500 € | 5.500 € | 55 € |
Faktor Flächengewinn (bei Innendämmung):
Mineralwolle (180 mm): Verlust 18 m³ = 7,2 m² Wohnfläche
VIP (30 mm): Verlust 3 m³ = 1,2 m² Wohnfläche
Eingesparte Fläche: 6 m² × 4.000 €/m² (Durchschnittspreis) = 24.000 Euro Mehrwert
Wenn Sie diesen Flächenwert berücksichtigen, relativiert sich der Mehrpreis von 9.500 Euro deutlich.
Ja, Vakuumdämmung ist förderungsfähig im Rahmen der üblichen Programme für energetische Sanierung:
KfW 261/262: Kredit für energieeffiziente Sanierung zum Effizienzhaus
Bis zu 150.000 Euro Kredit pro Wohneinheit
Tilgungszuschuss bis 45% (abhängig von Effizienzhausklasse)
VIP ermöglicht durch hohe Dämmleistung oft bessere Effizienzklassen
KfW 463: Zuschuss für Einzelmaßnahmen
20% der förderfähigen Kosten (max. 12.000 Euro pro Wohneinheit)
Voraussetzung: U-Wert der Außenwand nach Dämmung ≤ 0,20 W/(m²·K)
Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)
Zuschuss 15-20% für Einzelmaßnahmen
Voraussetzung: Dämmung muss technische Mindestanforderungen erfüllen (U-Wert)
Bayern: 10%-Programm (Ergänzung zur Bundesförderung)
Sachsen: SAB-Förderung für Denkmalschutz
Berlin: IBB-Förderung für energetische Sanierung im Bestand
Wichtig: Förderantrag muss vor Maßnahmenbeginn gestellt werden. Ein Energieberater (BAFA-zertifiziert) ist für KfW-Förderung verpflichtend – dessen Kosten werden mit bis zu 50% gefördert.
MEUVO unterstützt Sie bei der Antragstellung und arbeitet mit zertifizierten Energieberatern zusammen.
Die Wärmeleitfähigkeit (Lambda-Wert) von Vakuumdämmplatten liegt je nach Hersteller und Produktvariante zwischen 0,004 und 0,007 W/(mK).
Vergleich der Wärmeleitfähigkeit (Lambda-Werte):
Material | Lambda [W/(mK)] | Relative Dämmleistung |
|---|---|---|
Vakuum (theoretisch) | 0,000 | - |
Vakuumdämmung (VIP) | 0,004 - 0,007 | Beste verfügbare Dämmung |
Aerogel | 0,013 - 0,015 | Sehr gut |
Polyurethan (PUR/PIR) | 0,024 - 0,028 | Gut |
Polystyrol (EPS/XPS) | 0,032 - 0,038 | Standard |
Mineralwolle | 0,035 - 0,040 | Standard |
Holzfaser | 0,040 - 0,050 | Befriedigend |
Luft (ruhend) | 0,025 | (Referenz) |
Warum ist VIP nicht bei 0,000? Weil auch im Vakuum Restwärme über den festen Stützkern und durch Infrarot-Strahlung transportiert wird. Je besser der Kern isoliert ist (z.B. durch Aerogel-Basis) und je besser Strahlung reduziert wird (Opazifizierungsmittel), desto niedriger der Lambda-Wert.
Produkte am Markt:
Vacupor RP (Porextherm): λ = 0,007 W/(mK) (Standardprodukt)
Vacupor TS (Porextherm): λ = 0,005 W/(mK) (optimiert für U-Wert-Berechnungen)
va-q-vip (va-q-tec): λ = 0,007 W/(mK)
vaku-isotherm VIP: λ = 0,006 W/(mK)
Praxis-Hinweis: Bei der U-Wert-Berechnung müssen Wärmebrücken an Fugen berücksichtigt werden. Der effektive Lambda-Wert der gesamten Dämmschicht liegt daher meist bei 0,008 bis 0,010 W/(mK) – aber immer noch deutlich besser als jeder konventionelle Dämmstoff.
Die Lebensdauer von VIP hängt von der Qualität der Hochbarrierefolie ab. Hersteller garantieren üblicherweise 50 Jahre – unter der Voraussetzung:
Keine mechanische Beschädigung
Sachgemäße Montage
Schutz vor UV-Strahlung (durch Putzschicht oder Bekleidung)
Langzeittests zeigen:
VIP aus den 1990er Jahren (erste Generation) zeigen nach 30 Jahren teilweise Druckanstieg (Vakuum-Verlust durch Gasdiffusion), aber immer noch Lambda-Werte < 0,012 W/mK.
Moderne VIP mit mehrschichtigen Metallfolien (Aluminium + Polyesterverbunde) haben deutlich bessere Diffusionssperren – erwartete Lebensdauer: 60-80 Jahre.
Kritische Faktoren:
Diffusion: Selbst hochwertige Folien lassen minimal Gas durch. Nach 50 Jahren steigt der Innendruck von anfangs <1 mbar auf etwa 5-10 mbar – immer noch ausreichend für gute Dämmwirkung (λ ≈ 0,010 W/mK).
Mechanische Beschädigung: Jede Perforation führt zu sofortigem Vakuumverlust. Deshalb ist Schutz während und nach der Montage entscheidend.
UV-Strahlung: Die Kunststoffschichten der Folie können durch UV-Licht verspröden. VIP müssen immer abgedeckt sein (Putz, Verkleidung).
Vergleich zur Lebensdauer konventioneller Dämmstoffe:
Mineralwolle: 40-50 Jahre (Setzung, Feuchteaufnahme)
EPS/XPS: 30-40 Jahre (UV-Abbau, Schrumpfung)
PUR/PIR: 25-35 Jahre (Zellgas-Diffusion, Wirkungsverlust)
Fazit: VIP haben mindestens die gleiche, oft längere Lebensdauer als konventionelle Dämmstoffe – vorausgesetzt, die Hülle bleibt intakt.
Nein, Vakuumdämmplatten können nicht vor Ort zugeschnitten werden. Jeder Schnitt würde die gasdichte Hülle öffnen, Luft würde einströmen und das Vakuum wäre zerstört. Die Dämmwirkung würde innerhalb von Stunden bis Tagen von λ = 0,007 W/mK auf etwa λ = 0,020 W/mK sinken.
Konsequenzen für die Planung:
Werksseitige Fertigung: VIP werden nach Maßplan beim Hersteller gefertigt. Jedes Paneel wird millimetergenau auf die jeweilige Einbausituation zugeschnitten.
Aufmaß entscheidend: Ein präzises Aufmaß aller Flächen, Durchbrüche und Anschlüsse ist zwingend erforderlich. Fehler im Aufmaß führen zu Lücken in der Dämmung oder zu ungenutzten Platten.
Restflächen: Schmale Bereiche oder Anschlüsse, die nicht mit VIP abgedeckt werden können, müssen mit konventionellen Dämmstoffen (z.B. PUR-Platten, Mineralwolle) gedämmt werden.
Praxis-Beispiel (Fassadeninnendämmung):
Eine Wand hat die Maße 4,50 m × 2,60 m mit einem Fenster (1,50 m × 1,20 m). Der Verlegeplan sieht vor:
4 VIP-Platten (je 1,20 m × 1,00 m) für die Hauptfläche
6 kleinere VIP-Platten für Bereiche oberhalb und seitlich des Fensters
Laibungen und Sturzbereich: PUR-Platten (können vor Ort angepasst werden)
Alternativen bei unregelmäßigen Flächen:
Wenn die Geometrie sehr komplex ist (z.B. viele Leitungsdurchführungen, unregelmäßige Altbaustrukturen), kann es wirtschaftlicher sein, auf flexible Hochleistungsdämmstoffe auszuweichen:
Aerogel-Dämmputz (λ = 0,015 W/mK): Kann auf jede Form aufgetragen werden
Polyurethan-Ortschaum (λ = 0,024 W/mK): Lücken und Anschlüsse verfüllbar
Die wichtigsten Hersteller und Systeme auf dem deutschen Markt:
Marktanteil: Marktführer in Deutschland für Bauwesen-VIP
Produkte: Vacupor RP (λ=0,007), Vacupor TS (λ=0,005), Vacupor XPS (Hybrid)
Besonderheiten: Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) Zulassung, 50 Jahre Garantie
Partnernetz: MEUVO ist exklusiver Partner für Bayern, Sachsen, Berlin, Brandenburg
Website: porextherm.com
Marktposition: Technologieführer, auch in Pharma/Logistik aktiv
Produkte: va-q-vip (λ=0,007), va-q-pro (Hochleistungsvariante)
Besonderheiten: Eigene Forschung, innovative Kern-Materialien (Aerogel-Hybride)
Website: va-q-tec.com
Marktposition: Mittelständischer deutscher Hersteller
Produkte: vaku-isotherm VIP (λ=0,006)
Besonderheiten: Spezialisiert auf Kühllogistik und Bauwesen
Website: vaku-isotherm.de
Marktposition: Bekannt für PUR-Dämmstoffe, bietet auch VIP an
Produkte: puren vip (λ=0,007)
Besonderheiten: Kombination von VIP mit PUR-Systemen
Website: puren.com
Kingspan (Irland): Optim-R (λ=0,007) – in UK weit verbreitet
Recticel (Belgien): Hy-Therm (VIP-PUR-Hybrid)
Kevothermal (Schweiz): Kevothermal VIP
Worauf bei der Herstellerwahl achten?
DIBt-Zulassung (Deutsches Institut für Bautechnik): Erforderlich für Verwendung im Bauwesen in Deutschland
Langzeitgarantie: Mindestens 50 Jahre
Referenzprojekte: Erfahrung im Bauwesen (nicht nur Kühlgeräte)
Lokaler Support: Verlegeplanung, technische Beratung
MEUVO-Empfehlung: Wir arbeiten primär mit Porextherm Vacupor, da dieser Hersteller die umfassendste Zulassung, nachgewiesene Langlebigkeit und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Schauen Sie sich die Übersicht zu den verfügbaren Vacupor Varianten in unserem separaten Ratgeber an.
Die erforderliche VIP-Dicke hängt vom Ziel-U-Wert und der Bestandskonstruktion ab. Generell gilt: 20 mm VIP für U = 0,30 W/(m²K), 30 mm für U = 0,20 W/(m²K), 40-50 mm für U = 0,15 W/(m²K) (Passivhaus).
U-Wert-Tabelle (VIP auf Bestandswand, U-alt = 1,2 W/(m²K)):
VIP-Dicke | Lambda VIP | U-Wert neu | Standard | Anwendung |
|---|---|---|---|---|
20 mm | 0,007 W/(mK) | 0,30 W/(m²K) | GEG Minimum | Kellerdecke, Innendämmung Budget |
30 mm | 0,007 W/(mK) | 0,20 W/(m²K) | GEG Standard | Altbau-Sanierung, Fassade |
40 mm | 0,007 W/(mK) | 0,15 W/(m²K) | Passivhaus | Niedrigenergie-Standard |
50 mm | 0,007 W/(mK) | 0,12 W/(m²K) | Passivhaus Plus | Extreme Effizienz |
Berechnungsformel (vereinfacht):
U-neu ≈ 1 / (1/U-alt + d/λ)
Wobei:
U-alt = U-Wert Bestandswand
d = Dicke VIP in Metern
λ = Lambda-Wert VIP (0,007 W/mK)
Beispielrechnung:
Bestandswand: U = 1,2 W/(m²K) (60 cm Vollziegel, ungedämmt)
Ziel: U = 0,20 W/(m²K) (GEG-Standard)
Erforderliche VIP-Dicke: 30 mm
Vergleich konventionelle Dämmung:
30 mm VIP = 170 mm EPS = 180 mm Mineralwolle
Wichtige Hinweise:
Bei U-Wert-Berechnung ΔU-Zuschlag für Wärmebrücken berücksichtigen (+0,01-0,02 W/(m²K))
Erdreich-Kontakt: Temperaturfaktor anwenden (U-Wert effektiv reduziert sich)
Mehrschichtaufbau: Alle Schichten in Berechnung einbeziehen
Für projektspezifische U-Wert-Berechnungen nutzen Sie unseren U-Wert-Rechner oder kontaktieren Sie unsere technische Beratung.
Die Montage von VIP unterscheidet sich grundlegend von konventionellen Dämmstoffen und erfordert spezialisiertes Fachpersonal. Der Ablauf:
Präzises Aufmaß aller zu dämmenden Flächen (auf ±5 mm genau)
Erfassung aller Durchbrüche, Leitungen, Fenster, Türen
Erstellung eines maßstabsgerechten Verlegeplans
Bestellung der werksseitig zugeschnittenen Platten
Untergrund muss eben sein (±3 mm auf 1 m Länge)
Entfernung loser Putzschichten, Schmutz, Staub
Bei Unebenheiten: Ausgleichsputz oder Spachtelung
Vorbehandlung mit Haftgrund (bei glatten Flächen)
VIP werden vollflächig verklebt:
Klebemörtel: Spezieller VIP-Kleber (z.B. Weber.therm VIP) mit hoher Anfangshaftung
Auftrag: Zahnspachtel (8-10 mm Zahnung) oder Wulst-Punkt-Methode
Andrücken: VIP-Platte auflegen und mit Reibebrett gleichmäßig andrücken
Wichtig: Keine Hohlräume – diese würden die Dämmwirkung mindern
Bei kritischen Untergründen (z.B. Ziegel, Beton mit schlechter Haftung):
Tellerdübel mit speziellem VIP-Teller (großer Durchmesser, niedriger Druck)
Dübel werden neben die Platte gesetzt, nicht durch die Platte
Metallplättchen auf VIP-Oberfläche verteilen den Druck
Stoßfugen zwischen Platten mit 2-5 mm Breite
Abdichtung mit PU-Schaum (schwach expandierend) oder Fugenstreifen
Keine kraftschlüssige Verbindung – Fugen bleiben Wärmebrücken
VIP dürfen nie ungeschützt bleiben:
Putzträgerplatte (z.B. 10 mm Calciumsilikat, Gipskarton)
Befestigung durch Verklebung – keine Dübel durch VIP
Alternativ: Direktputz auf Gewebe (nur bei geringen mechanischen Belastungen)
Visuelle Prüfung aller Platten auf Beschädigungen
Kontrolle der Fugendichtigkeit
Thermografie zur Überprüfung der Dämmwirkung (optional)
Zeitaufwand: Für 100 m² Fassadeninnendämmung mit VIP rechnen Sie mit 5-7 Arbeitstagen (2-3 Fachkräfte) – länger als konventionelle Dämmung wegen der präzisen Verlegeplanung und vorsichtigen Handhabung.
Eine Beschädigung der Hochbarrierefolie führt zu sofortigem Vakuumverlust:
Perforation (z.B. durch Nagel, Schraube, Stoß)
Luft strömt ein (Ausgleich zum Außendruck)
Vakuum geht verloren (innerhalb von Minuten)
Dämmwirkung sinkt von λ = 0,007 W/mK auf λ = 0,020 W/mK (innerhalb von Stunden bis Tagen)
Der Dämmstoff verschlechtert sich auf das Niveau des Kieselsäurekerns ohne Vakuum – das ist immer noch besser als Luft (0,025 W/mK), aber weit entfernt von der VIP-Hochleistung.
Metallfolie hebt sich ab: Die Folie liegt nicht mehr fest am Kern an
Eindellung: Die Platte gibt bei Druck nach (intaktes VIP ist formstabil)
Knistergeräusch: Beim Berühren knistert die lose Folie
Nein. Eine Reparatur des Vakuums ist unter Baustellenbedingungen nicht möglich. Die Platte muss ausgetauscht werden.
Vorbeugung:
Sorgfältige Handhabung beim Transport und bei der Montage
Schutz durch Putzträgerplatten oder Vorsatzschale
Keine mechanische Befestigung durch die Platte
Schulung des Personals
Versicherung: Einige Hersteller bieten Beschädigungsversicherung an – deckt bis zu 5% der Fläche bei Baustellenschäden.
Für die Montage von VIP ist kein spezielles Werkzeug erforderlich – aber einige Besonderheiten gegenüber konventioneller Dämmung:
Erforderliches Werkzeug:
Zahnspachtel (8-10 mm Zahnung) für Kleberauftrag
Reibebrett zum Andrücken der Platten
Wasserwaage / Laser für exakte Ausrichtung
Gummihammer (nur leichtes Anklopfen, keine harten Schläge)
Cuttermesser für Fugenstreifen (NICHT für VIP selbst!)
NICHT verwenden:
Sägen, Cutter für VIP (zerstört Vakuum)
Bohrmaschine durch VIP
Hammer oder Schlagwerkzeuge
Hilfsmittel:
Hebevorrichtung für große Platten (VIP sind schwerer als EPS/Mineralwolle – ca. 15-20 kg/m² bei 30 mm Dicke)
Schutzhandschuhe (Metallfolie kann scharfkantig sein)
Messgerät für Restdruck (optional, zur Qualitätskontrolle)
Transport:
VIP sind empfindlich gegen Stöße und Knicke
Transport in Originalverpackung (Karton oder Holzkiste)
Keine Gabelstapler direkt auf Platten
Lagerung flach liegend, nicht hochkant
Vakuumdämmplatten wiegen etwa 15-20 kg/m² bei 30 mm Dicke. Das ist schwerer als EPS (ca. 5 kg/m²), aber leichter als Mineralwolle (20-25 kg/m²) vergleichbarer Dämmleistung.
Gewichtsvergleich (für 30 mm Dicke):
VIP (30 mm): 15-20 kg/m²
EPS (180 mm, gleiche Dämmleistung): 8-10 kg/m²
Mineralwolle (180 mm): 20-25 kg/m²
PUR (120 mm): 6-8 kg/m²
Das höhere Gewicht von VIP ergibt sich aus dem dichten Kieselsäurekern und der mehrschichtigen Folie. Allerdings ist die absolute Masse bei der geringen Dicke (30 mm) handhabbar.
Traglastaspekte:
Wandmontage: Verklebung trägt das Gewicht problemlos (bei ordnungsgemäßem Untergrund)
Deckenmontage: Zusätzliche mechanische Befestigung empfohlen (Tellerdübel)
Bodenmontage: Gewicht unkritisch (wird vom Estrich getragen)
Handhabung auf Baustelle:
Eine Standardplatte (1,20 m × 0,60 m = 0,72 m², 30 mm) wiegt ca. 11-14 kg
Einzelperson kann Platten gut handhaben
Bei größeren Formaten (2,40 m × 0,60 m) Hebevorrichtung empfohlen
Ja, Vakuumdämmung kann überputzt werden. Dafür wird auf die VIP-Oberfläche ein Armierungsgewebe in Kleber eingebettet, darüber folgt Grundputz und Oberputz. Spezielle VIP-Putzsysteme sind verfügbar.
Putzaufbau auf VIP (von innen nach außen):
Vakuumdämmplatte
Armierungsmörtel (3-5 mm)
Armierungsgewebe (Glasfaser oder Kunststoff)
Weitere Schicht Armierungsmörtel (3-5 mm)
Grundputz (5-10 mm)
Oberputz (Dekorschicht, 2-5 mm)
Gesamtaufbau: 13-25 mm zusätzlich zu VIP-Dicke
Besonderheiten:
Haftung: Die Metallfolie der VIP ist glatt – spezielle Haftbrücke oder aufgeraute Oberfläche erforderlich
Fugenverstärkung: Stöße zwischen VIP-Platten müssen durch Gewebe überbrückt werden (Rissbildung vermeiden)
Keine mechanische Befestigung: Putzträger darf NICHT durch VIP gedübelt werden (Vakuum würde zerstört)
Systeme:
Weber.therm VIP: Komplettsystem mit Kleber, Armierung, Putz
Sto VIP-System: Außenputzsystem für WDVS
Eigenentwicklung: Möglich, aber Systemzulassung beachten
Alternative: Putzträgerplatten (z.B. 10 mm Calciumsilikat) auf VIP kleben, dann konventionell verputzen – einfacher und sicherer.
Nicht direkt. Auf Vakuumdämmplatten muss zuerst eine Beplankung (z.B. Gipskarton) oder Putzträgerplatte montiert werden. Auf dieser Oberfläche kann dann wie gewohnt tapeziert werden.
Die Metallfolie der VIP ist keine geeignete Tapezier-Unterlage, weil:
Keine Saugfähigkeit: Tapetenkleister haftet nicht auf Aluminium
Keine Befestigung: Tapete kann nicht mechanisch fixiert werden
Unebene Fugen: Stöße zwischen VIP-Platten würden durchscheinen
Korrekte Ausführung:
VIP auf Wand verklebt (vollflächig)
Beplankung aufbringen:
Option A: Gipskartonplatten (12,5 mm) aufkleben oder auf Lattung befestigen
Option B: Putzträgerplatten (z.B. Calciumsilikat 10 mm) aufkleben
Option C: Direkt verputzen (mit Armierungsgewebe)
Oberfläche verspachteln/grundieren
Tapezieren wie auf normaler Wand
Gesamtaufbau (Beispiel Innendämmung):
Bestandswand
Dampfbremse
VIP (30 mm)
Gipskarton (12,5 mm)
Tapete
Raumverlust: 30 mm + 12,5 mm = 42,5 mm
Diese Beplankung ist ohnehin empfohlen, da sie die VIP vor Beschädigung schützt und eine normale Wandoberfläche schafft (für Bilder aufhängen, Möbel anstellen, etc.).
Nein, Vakuumdämmung kann nicht schimmeln. Der Kern aus pyrogener Kieselsäure ist ein anorganisches Mineral, das Schimmelpilzen keinen Nährboden bietet. Auch die Aluminium-Kunststoff-Verbundfolie ist schimmelresistent.
Schimmelwachstum benötigt drei Faktoren: Feuchtigkeit, Nährstoffe und geeignete Temperatur. VIP erfüllt keine dieser Bedingungen:
Kein Nährstoff: Kieselsäure ist rein mineralisch – Schimmelpilze können davon nicht leben.
Keine Feuchteaufnahme: Der Kern nimmt praktisch keine Feuchte auf (< 0,1 Vol.-% bei 80% relativer Feuchte). Die Folie ist diffusionsdicht und verhindert Feuchtetransport.
Kein organisches Material: Anders als Holzfaser, Zellulose oder Mineralwolle mit organischem Bindemittel enthält VIP keine organischen Bestandteile.
Einschränkung: Schimmel kann auf der Oberfläche von VIP wachsen, wenn die Umgebung feucht ist (z.B. bei Wasserschaden). Das betrifft dann aber die Oberfläche, nicht die Dämmung selbst. Das Problem ist dann die Feuchtequelle, nicht das VIP.
Bei fachgerechter Ausführung mit Dampfbremse und ordnungsgemäßem Feuchtemanagement ist Schimmelbildung bei VIP-Systemen praktisch ausgeschlossen.
Nein, Vakuumdämmung ist nicht gesundheitsschädlich. VIP bestehen aus inertem Kieselsäurepulver und Aluminium-Kunststoff-Folie – beide Materialien sind gesundheitlich unbedenklich und gasen keine Schadstoffe aus.
Keine VOC-Emission: VIP enthalten keine flüchtigen organischen Verbindungen (VOC). Es gibt keine Ausgasungen, die die Raumluft belasten könnten.
Keine Faserstäube: Anders als Mineralwolle gibt VIP keine gesundheitsschädlichen Faserstäube ab. Kieselsäure liegt als festes Pulver vor, nicht als Fasern.
Allergikergeeignet: Da keine organischen Materialien enthalten sind, sind VIP auch für Allergiker unbedenklich.
REACH-konform: Vacupor-Produkte erfüllen die REACH-Verordnung (EU-Chemikalienverordnung) und enthalten keine bedenklichen Stoffe.
Einschränkung bei Beschädigung: Wenn die Folie beschädigt wird und Kieselsäurestaub austritt, sollte Staubentwicklung vermieden werden (nicht lungengängig, aber irritierend für Atemwege). Bei professioneller Verarbeitung tritt dieser Fall nicht ein.
AgBB-Prüfung: Vacupor-Produkte sind nach AgBB-Schema (Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten) geprüft und als gesundheitlich unbedenklich eingestuft.
Nein, Vakuumdämmung ist auch bei Beschädigung nicht giftig. Der Kieselsäurekern ist gesundheitlich unbedenklich, kann aber Staubentwicklung verursachen, die Atemwege reizen kann (ähnlich wie Baustaubexposition).
Wenn die Folie eines VIP beschädigt wird, strömt Luft ein und das Vakuum geht verloren. Der Kieselsäurekern ist dann exponiert:
Keine Giftstoffe: Kieselsäure (SiO₂) ist chemisch inert und ungiftig. Es handelt sich um dasselbe Material wie Sand, nur in feiner Pulverform.
Staubbelastung: Feiner Kieselsäurestaub kann bei Aufwirbelung die Atemwege reizen. Deshalb sollten beschädigte VIP nicht ohne Staubschutzmaske bearbeitet werden.
Keine krebserregende Wirkung: Anders als kristallines Siliziumdioxid (Quarzstaub, der Silikose verursachen kann) ist pyrogene Kieselsäure amorph und nicht kristallin. Sie ist nicht als krebserregend eingestuft.
Handlungsempfehlung bei Beschädigung:
Bereich absperren (Staubentwicklung minimieren)
Staubschutzmaske P2 tragen
Beschädigtes Paneel vorsichtig entfernen (in Folie einpacken)
Fläche mit feuchtem Tuch reinigen (kein Trockenwischen)
Bei professioneller Verarbeitung durch geschultes Personal treten Beschädigungen selten auf.
Vakuumdämmplatten werden als Baumischabfall (AVV 170904) entsorgt. In der Praxis erfolgt meist thermische Verwertung (Müllverbrennung). Eine stoffliche Verwertung ist aufgrund des Verbundmaterials aufwendig.
Entsorgungswege:
Thermische Verwertung (häufigster Weg): VIP werden in Müllverbrennungsanlagen verbrannt. Der Kieselsäurekern ist nicht brennbar und verbleibt als Asche. Die Kunststoffschichten und das Aluminium verbrennen bzw. werden energetisch verwertet.
Stoffliche Verwertung (selten): Theoretisch können Kieselsäure und Aluminium getrennt und wiederverwertet werden, aber das ist aufwendig und wirtschaftlich nicht darstellbar.
Deponie (nur bei Kleinmengen): Bauschutt-Deponie (Klasse I oder II)
Abfallschlüssel: AVV 170904 (gemischte Bauund Abbruchabfälle)
Kosten: 150-250 €/Tonne (je nach Region und Entsorgungsbetrieb)
Besonderheiten:
VIP sind NICHT Sondermüll (enthalten keine gefährlichen Stoffe)
Keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich
Große Mengen (> 1 Tonne): Abfallwirtschaftskonzept empfohlen
Ökobilanz: Trotz eingeschränkter Recyclingfähigkeit ist die Gesamtökobilanz von VIP positiv, weil die eingesparte Energie über die Lebensdauer (50 Jahre) die Herstellungsenergie um ein Vielfaches übertrifft. Mehr zur Ökobilanz.
Zukunft: Hersteller arbeiten an verbesserten Recyclingverfahren (Trennung von Folie und Kern). Porextherm bietet bereits Rücknahmeprogramme für Verschnitt an.
Vakuumdämmung ist theoretisch recyclebar, aber praktisch schwierig. Die Trennung von Kieselsäurekern und Mehrschichtfolie ist aufwendig. Derzeit werden VIP meist thermisch verwertet (Müllverbrennung) statt stofflich recycelt.
Warum ist Recycling schwierig?
Verbundmaterial: VIP bestehen aus Kieselsäure + Aluminium + mehreren Kunststoffschichten – eine sortenreine Trennung erfordert aufwendige Verfahren
Wirtschaftlichkeit: Der Aufwand für Trennung übersteigt den Wert der zurückgewonnenen Materialien
Keine Infrastruktur: Es gibt (noch) keine großflächigen Recyclinganlagen speziell für VIP
Was ist theoretisch möglich?
Kieselsäure: Könnte als Füllstoff in Beton oder als Rohstoff für neue VIP wiederverwendet werden
Aluminium: Könnte eingeschmolzen und für neue Folien verwendet werden
Kunststoffe: Könnten energetisch verwertet werden
Aktuelle Praxis:
Produktionsabfälle: Werden von Herstellern teilweise zurückgenommen und intern verwertet
Baustellenverschnitt: Thermische Verwertung (Müllverbrennung)
Rückbau nach Lebensdauer: Meist thermische Verwertung
Entwicklungen:
Porextherm forscht an Recyclingverfahren für VIP
EU-Bauproduktenverordnung fordert zunehmend Kreislaufwirtschaft – Hersteller arbeiten an Lösungen
Vergleich mit anderen Dämmstoffen:
Mineralwolle: Recycling möglich (als Füllstoff)
EPS: Recycling gut möglich (Regranulat)
PUR: Recycling schwierig (wie VIP)
VIP: Ähnlich wie PUR - Recycling ausbaufähig
Fazit: VIP sind aktuell nur eingeschränkt recyclebar, aber die Gesamtökobilanz bleibt durch lange Lebensdauer (50+ Jahre) und hohe Energieeinsparung positiv.
Nein, Vakuumdämmung ist wartungsfrei. Nach fachgerechter Installation funktioniert VIP über die gesamte Lebensdauer (50+ Jahre) ohne Wartungsmaßnahmen. Es gibt keine Alterung oder Leistungsverlust, solange die Hülle intakt bleibt.
Warum ist VIP wartungsfrei?
Keine mechanischen Teile: VIP haben keine beweglichen Komponenten, die verschleißen könnten
Keine chemische Alterung: Kieselsäure und Aluminium sind chemisch stabil und verändern sich nicht über Zeit
Keine Feuchteaufnahme: Anders als organische Dämmstoffe nimmt VIP keine Feuchte auf, die zu Alterung führen könnte
Geschützte Lage: VIP sind durch Putz, Beplankung oder Estrich vor Umwelteinflüssen geschützt
Was sollte dennoch überprüft werden?
Oberflächenschäden: Bei nachträglichen Bohrungen oder Renovierungen prüfen, ob VIP-Bereiche betroffen sind
Wärmebrücken: Bei energetischer Bewertung (z.B. für Verkauf) thermografische Kontrolle durchführen
Anschlüsse: Sicherstellen, dass Dampfbremse und Anschlüsse weiterhin intakt sind
Häufigkeit: Nur bei baulichen Veränderungen oder alle 10-15 Jahre im Rahmen allgemeiner Gebäudeinspektion
Vergleich mit anderen Dämmstoffen:
Mineralwolle: Setzung möglich (alle 15-20 Jahre prüfen)
EPS/XPS: UV-Schäden möglich (wenn exponiert)
PUR: Zellgas-Diffusion (Lambda-Wert verschlechtert sich über Zeit)
VIP: Keine Alterung bei intakter Hülle
Garantie: Porextherm gibt 50 Jahre Garantie auf Vakuumhaltigkeit – ein Indiz dafür, dass Wartung nicht erforderlich ist.
Fazit: VIP ist "install and forget" – einmal fachgerecht eingebaut, funktioniert es Jahrzehnte ohne Eingriff.
Die Umweltbilanz von VIP ist differenziert zu betrachten:
Energieeinsparung: Durch die hohe Dämmleistung wird langfristig deutlich mehr Energie eingespart als für die Herstellung benötigt wird. Die Energieamortisationszeit liegt bei etwa 2-4 Jahren (abhängig vom Energieträger).
Langlebigkeit: 50+ Jahre Lebensdauer bedeuten weniger Austauschzyklen und weniger Abfall im Vergleich zu kurzlebigeren Dämmstoffen.
Ressourcenschonung: Durch die minimale Dicke wird weniger Material pro Quadratmeter Dämmfläche benötigt – bei gleicher Dämmwirkung 1/5 bis 1/8 des Volumens konventioneller Dämmstoffe.
Keine Schadstoffe: Kieselsäure und Metallfolie sind inert, keine Ausgasung von VOC (flüchtige organische Verbindungen).
Energieintensive Herstellung: Die Evakuierung der Paneele erfordert Vakuumpumpen – hoher Energieaufwand. Die graue Energie ist etwa 3-4× höher als bei Mineralwolle.
Verbundmaterial: VIP sind schwer zu recyceln (Trennung Folie/Kern aufwendig). Aktuell meist thermische Verwertung (Müllverbrennung).
Globale Lieferketten: Viele Hersteller beziehen Komponenten aus Asien (Kieselsäure, Folien) – Transport-Emissionen.
VIP: ca. 35-50 kg CO₂-Äquivalent pro m² (30 mm)
Mineralwolle: ca. 10-15 kg CO₂-Äquivalent pro m² (160 mm)
EPS: ca. 15-20 kg CO₂-Äquivalent pro m² (180 mm)
Über die Lebensdauer (50 Jahre Nutzung):
VIP: Energieeinsparung ca. 2.500 kWh/m² → CO₂-Einsparung ca. 600 kg/m² (bei Gasheizung)
Herstellungs-CO₂: 50 kg/m²
Netto-Einsparung: 550 kg CO₂/m²
Fazit: Die hohe graue Energie amortisiert sich durch die überlegene Dämmleistung innerhalb von 3-5 Jahren. Über die Lebensdauer ist VIP klimapositiv.
Wenn VIP aus Kostenoder technischen Gründen nicht infrage kommt, gibt es Alternativen mit ebenfalls hoher Dämmleistung:
Lambda: 0,013-0,018 W/mK
Vorteile: Flexibel, zuschneidbar, keine Vakuumempfindlichkeit
Nachteile: Noch teurer als VIP (150-300 €/m²), mechanisch empfindlich
Anwendung: Fensterlaibungen, komplexe Geometrien
Produkte: Spaceloft (Aspen Aerogels), Slentite (BASF)
Lambda: 0,022-0,028 W/mK
Vorteile: Deutlich günstiger (35-50 €/m²), zuschneidbar
Nachteile: Doppelte Dicke nötig (60 mm statt 30 mm VIP)
Anwendung: Dächer, Böden, wo etwas mehr Platz verfügbar ist
Produkte: Kingspan, puren, Recticel
Lambda: 0,021-0,025 W/mK
Vorteile: Brandklasse A (nicht brennbar), zuschneidbar
Nachteile: Teurer als PUR, Feuchteempfindlich
Anwendung: Hochhäuser mit Brandschutzanforderungen
Produkte: Kingspan Kooltherm, Recticel Eurowall
Lambda: 0,045-0,065 W/mK
Vorteile: Nicht brennbar, diffusionsoffen, schimmelhemmend
Nachteile: Schlechtere Dämmleistung (3-4× dicker als VIP)
Anwendung: Innendämmung mit Feuchteproblemen, Denkmalschutz
Produkte: Multipor, Calsitherm
Kombination verschiedener Dämmstoffe:
VIP + PUR: VIP als Hauptdämmung, PUR für Anschlüsse und Restflächen
VIP + Mineralwolle: VIP für Hauptflächen, Mineralwolle für unkritische Bereiche
Entscheidungshilfe:
Extremer Platzmangel + Budget vorhanden → VIP oder Aerogel
Moderater Platzmangel + mittleres Budget → PUR/PIR
Brandschutz kritisch → Phenolharz oder Calciumsilikat
Budget begrenzt + Platz vorhanden → Mineralwolle oder Holzfaser
MEUVO-Beratung: Wir analysieren Ihre spezifische Situation (Platzverhältnisse, Budget, bauphysikalische Anforderungen) und empfehlen die wirtschaftlich optimale Lösung – das ist nicht immer VIP.
Ja, VIP kann im Außenbereich eingesetzt werden, aber nur mit ausreichendem Schutz:
Fassadendämmung (WDVS): VIP als Dämmschicht unter Außenputz
Dachdämmung: Aufsparrenoder Aufdachdämmung mit Abdichtung
Sockeldämmung: Mit robuster Schutzschicht gegen mechanische Belastung
UV-Strahlung: Zerstört Kunststoffschichten der Folie → VIP muss abgedeckt sein (Putz, Verkleidung, Bitumen-Bahn)
Mechanische Belastung: Hagelschlag, Stöße, Vandalismus → Putzträgerplatte oder Bekleidung erforderlich
Perimeterdämmung (Erdreich): Nicht empfohlen – zu hohes Risiko der Beschädigung durch Erdreich-Setzungen, Wurzeln, Grabarbeiten
Bestandswand
VIP-Dämmplatten (verklebt)
Armierungsschicht mit Glasfasergewebe
Grundputz
Oberputz
Wichtig: Spezielle WDVS-Systeme für VIP verwenden (z.B. Weber.therm VIP, Sto VIP), die auf die Anforderungen abgestimmt sind (Putzhaftung auf Metallfolie, Fugenausbildung).
Wenn Beschädigungsrisiko zu hoch erscheint:
VIP als Innendämmung + konventionelle Außendämmung
Hybrid: VIP nur in unkritischen Bereichen, PUR/EPS in exponierten Bereichen
Ja, VIP funktioniert auch bei Feuchtigkeit – unter bestimmten Bedingungen:
Kern ist nicht hygroskopisch: Kieselsäure nimmt praktisch keine Feuchte auf (< 0,1 Vol.-% bei 80% relativer Feuchte)
Keine Dämmwertverschlechterung durch Feuchte: Anders als Mineralwolle oder Holzfaser verliert VIP durch Feuchte nicht an Dämmleistung – solange die Hülle intakt ist
Keine Schimmelbildung: Anorganischer Kern bietet keinen Nährboden
Metallfolie ist diffusionsdicht: Kein Feuchteaustausch möglich → bei Innendämmung Kondensationsrisiko an der Grenzschicht
Tauwasser-Problematik: Bei Innendämmung mit VIP muss bauphysikalisch sichergestellt werden, dass kein Tauwasser hinter der Dämmung anfällt → Feuchteschutznachweis nach DIN 4108 erforderlich
Hülle kann durch Korrosion beschädigt werden: Bei dauerhafter Durchfeuchtung (z.B. Leckage) kann die Metallfolie korrodieren → Vakuumverlust
Dampfbremse: Bei Innendämmung auf Raumseite eine Dampfbremse (sd > 2 m) vorsehen
Lüftungskonzept: Sicherstellen, dass Raumfeuchte abgeführt wird (Lüftungsanlage, Fensterlüftung)
Kapillaraktive Putzträgerplatte: Z.B. Calciumsilikat auf VIP – kann Feuchtespitzen puffern
Fazit: VIP ist feuchtebeständig, erfordert aber bei Innendämmung eine sorgfältige bauphysikalische Planung, um Kondensationsprobleme zu vermeiden. Ein Energieberater oder Bauphysiker sollte die Konstruktion berechnen.
Vakuumdämmung lohnt sich für:
Architekten und Planer, die maximale Energieeffizienz bei minimaler Dämmdicke erreichen wollen
Bauherren im Denkmalschutz, wo Fassadenänderungen nicht zulässig sind
Sanierer mit Platzbeschränkungen (niedrige Kellerdecken, Türanschlüsse, Raumhöhenbegrenzung)
Investoren in Ballungsräumen, wo jeder Quadratmeter Wohnfläche hohen Wert hat
Passivhaus-Bauherren, die U-Werte < 0,15 W/(m²·K) erreichen müssen
Gewerbebau mit hohen Anforderungen (Kühlhäuser, Labore, Reinräume)
Nicht empfehlenswert für:
Budgetorientierte Projekte, wo konventionelle Dämmung ausreicht
Anwendungen mit hohem Beschädigungsrisiko (ohne Schutzmaßnahmen)
Do-it-yourself ohne fachliche Unterstützung
MEUVO ist exklusiver Partner von Porextherm/Vacupor für Bayern, Sachsen, Berlin und Brandenburg und bietet:
Kostenlose Erstberatung: Ist VIP die richtige Lösung für Ihr Projekt?
Aufmaß und Verlegeplanung: Präzise Erfassung, maßgenaue Fertigung
U-Wert-Berechnung: Bauphysikalische Nachweise für EnEV/GEG
Fördermittelberatung: Unterstützung bei KfW/BAFA-Anträgen
Montage durch geschultes Fachpersonal: Sachgerechte Verarbeitung
Qualitätssicherung: Thermografie, Dokumentation
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