Eine dünne Fassadendämmung oder Wanddämmung ist oft die einzige Alternative im Rahmen von Sanierungen bei Grenzbebauungen. Der Einsatz von Vakuumdämmpaneelen für die Fassadendämmung erlaubt eine um 10% größere Nutzfläche, was insbesondere bei Neubauten in Ballungszentren eine entscheidende Rolle spielt und Porextherm® Vakuumdämmpaneele wettbewerbsfähig macht.
Die Dämmung mit Vakuumpaneelen erlaubt größere Duchfahrtshöhen bei Tiefgarageneinfahrten oder günstigere Durchfahrtsbreiten ohne bei den angrenzenden Räumen Kompromisse beim Wärmeschutz eingehen zu müssen.
WAB - Außendämmung der Wand oder Fassade hinter der Bekleidung mit Vakuum Dämmpaneelen. Die VACUPOR® Vakuumpaneele (VIPs) erlauben einen schlanken Aufbau bei der Fassadendämmung bei sehr hoher Dämmwirkung und bieten damit mehr Gestaltungsfreiraum für die Fassade. Selbstverständlich erfüllen die Vakuumdämmpaneele die Anforderungen der aktuellen EnEV und sind bauaufsichtlich zugelassen.
WAA - Außendämmung der Wand oder Fassade hinter Abdichtung mit VACUPOR® Vakuum Dämmpaneelen. Durch die geringe Wandstärke werden die Vakuumdämmpaneele bei der Wanddämmung und der Fassadendämmung sowohl im Neubau, als auch bei Altbausanierungen gewinnbringend eingesetzt.
WH - Dämmung der Aussenwand von Häusern in Holzrahmen- und Holztafelbauweise. Bei der Dämmung filigraner Konstruktionen sind die Vakuum Dämmpaneele erte Wahl, da sie durch den extra schlanken Aufbau sehr viel Gestaltungsfreiraum zulassen. Schlanke und dennoch hochwärmegedämmte Wandsysteme in Holzrahmen- bzw. Holztafelbauweise lassen sich mit den VIPs einfach realisieren.
WTR - Dämmung von Raumtrennwänden und Trockenbauwänden im Innenraum. VACUPOR® Dämmpaneele für die Wanddämmung erlauben einen ungeahnt schlanken Aufbau der Dämmung von Wänden und Trennwänden in Häusern Wohnungen und Büros. Mit den Vakuum Dämmpaneelen lassen sich hocheffiziente Trennwandsysteme im Innenraum verwirklichen.
WI - Innendämmung der Wände und Fassade mit VIPs. Mit einer Dämmung der Wandflächen im Innenbereich bleibt durch den geringen Aufbau der VIPs mehr nutzbarer Wohnraum. Mit der modernen Innenwanddämmungen wird der Verlust an Nutzfläche auf ein Minimum reduziert und ermöglicht effektive Dämmung, wo von Aussen nicht gedämmt werden kann.
Durch den Einsatz von VACUPOR® VIPs (Vakuum Isolations Paneele) in Rollladenkästen und Raffstorekästen, können problematische Wärmebrücken vermieden werden. Dank der effizienten und platzsparenden Vakuum Dämmung in den Rolladenkästen werden die strengen Auflagen der Energieeinsparverordnungen (EnEV) eingehalten.
Das Wirkungsprinzip der Vakuumdämmpaneele von Wand- und Fassadendämmung basiert darauf, dass ein Dämmpaneel aus hochdispersem Silikatpulver unter Vakuum in eine alubedampfte Kunststofffolie eingeschweißt wird. So wird die Luft in den Vakuumdämmpaneelen als Hauptwärmeträger eliminiert und der Wärmestrom minimiert. Die Vakuumdämmpaneele für die Wanddämmung und Fassadendämmung sind mit einer Putzträgerschicht kaschiert und können direkt verklebt und verputzt werden.
Die Basis von VACUspeed® ist das bekannte Vakuum-Isolationspaneel (VIP) VACUPOR® von Porextherm®, das erfolgreich für eine hocheffiziente Dämmung von Wänden im Inenbereich und Fassaden eingesetzt wird. Durch den großen Lagerbestand von VACUSPEED® Standardelementen können wir kurzfristig auch kaschierte Varianten für die Wand- und Fassadendämmung in drei Materialstärken liefern.
Wir sind Ihr kompetenter Vertriebspartner der VACUspeed® Vakuumdämmpaneele für Wanddämmung und Fassadendämmung in den Regionen Bayern, Sachsen, Berlin und Brandenburg.
Ein Münchner Dachabdichter hatte den Auftrag die Decke über bewohntem Wohnraum in einem Terrassenhaus neu abzudichten. Gefordert wurde vom hinzugezogenem Energieberater ein U-Wert von 0,23W/qmK. Vorgeschlagen wurde eine PIR-Dämmung mit 100 mm. Da die Schwellenhöhe von der freigelegten Rohdecke zur vorhandenen Terrassentüre nur 15 cm mißt, kam dieser Dämmstoff nicht in Frage.
In einem Bürotrakt eines Passivhausgebäudes soll die Untersicht der auskragenden Decke gedämmt werden. Gefordert war ein U-Wert von 0,14 W/qmK und eine geringe Dämmstärke, um dem auskragenden Baukörper eine optische Leichtigkeit zu geben.
Die metallisierte Mehrschichtfolie ist diffusionsdicht und mechanisch robust. Messungen an Altanlagen zeigen nach 25 Jahren weniger als zehn Prozent Leistungsverlust. Die Hersteller garantieren mindestens 50 Jahre Lebensdauer bei fachgerechter Verarbeitung.
Ein Loch in der Hülle führt zum Vakuumverlust. Die Dämmleistung sinkt auf das Niveau des Kernmaterials – etwa Lambda 0,020 W/mK, vergleichbar mit PU-Hartschaum. Die Platte muss ausgetauscht werden. Deshalb ist sorgfältige Verarbeitung und Schutz gegen mechanische Beschädigung so wichtig.
Theoretisch ja, praktisch nicht empfehlenswert. Die Verarbeitung erfordert Erfahrung mit diffusionsdichten Systemen, Dampfbremsen und Wärmebrückenoptimierung. Fehler führen zu Bauschäden oder drastisch reduzierter Dämmleistung. Eine Fachfirma ist die bessere Wahl.
Grundsätzlich ja, allerdings ist die Wirtschaftlichkeit fragwürdig. Holzrahmenwände haben von vornherein schlanke Aufbauten mit guter Dämmleistung. Die Mehrkosten der VIP rechnen sich hier selten. Ausnahme: Passivhaus-Standard bei extremen Platzbeschränkungen.
Der Kernwerkstoff (pyrogene Kieselsäure) ist ungiftig und deponierbar. Die Metallfolie gehört in die Wertstofftrennung. Einige Hersteller bieten Rücknahme-Programme an. Bei MEUVO-Projekten organisieren wir die fachgerechte Entsorgung bei Bedarf.
Für eine Innendämmung inklusive Material, Montage, Installationsebene und Beplankung kalkulieren Sie 180 bis 250 Euro pro Quadratmeter. Bei Außendämmung liegen die Kosten zwischen 150 und 220 Euro/m², abhängig von der Komplexität der Fassade. Kleinere Flächen (<30 m²) können teurer werden.
Mit 20 mm Vakuumdämmung erreichen Sie U-Werte um 0,20 W/(m²K), mit 30 mm etwa 0,15 W/(m²K) und mit 40 mm unter 0,12 W/(m²K). Das setzt voraus, dass die Bestandswand bereits einen gewissen Grundschutz bietet. Bei sehr kalten Kellerwänden kann eine dickere Dämmung erforderlich sein.
Nicht pauschal. Bei Standard-Neubauten ohne Platzbeschränkungen ist WDVS wirtschaftlicher. Vakuumdämmung zeigt ihre Stärken bei Denkmalschutz, Grenzbebauung, hochpreisigem Wohnraum und technischen Zwangspunkten. Die Entscheidung sollte projektspezifisch auf Basis einer Vollkostenrechnung fallen.
Bei der Dämmung von Wänden und Fassaden stößt die konventionelle Dämmtechnik an Grenzen. Die Außenwanddämmung verschlingt wertvolle Grundstücksfläche oder reduziert bei Innendämmung die Nutzfläche erheblich. Denkmalgeschützte Fassaden lassen sich mit herkömmlichen Systemen oft gar nicht dämmen. Genau hier zeigt Vakuumdämmung ihre Stärken.
Mit einem Lambda-Wert von 0,004 bis 0,007 W/mK erreichen Vakuumdämmplatten die zehnfache Dämmleistung klassischer Materialien. Das bedeutet konkret: 20 mm Vakuumdämmung ersetzen 160 bis 200 mm Mineralwolle oder EPS. Bei einer zu dämmenden Wandfläche von 100 m² und Innendämmung gewinnen Sie so etwa 16 m² Nutzfläche zurück.
Dieser Ratgeber erklärt, wann Vakuumdämmung an Wand und Fassade sinnvoll ist, welche Aufbauten sich bewährt haben und worauf Sie bei der Planung achten sollten. Lesen Sie unseren separaten Ratgeber, wenn Sie mehr Informationen zur Funktionsweise von Vakuumdämmung erfahren möchten.
Wärmedämmverbundsysteme funktionieren zuverlässig und wirtschaftlich – solange ausreichend Platz vorhanden ist. Die üblichen Dämmstärken von 160 bis 240 mm führen jedoch in mehreren Situationen zu Problemen.
Grundstücksgrenzen und Abstandsflächen: Bei Grenzabständen unter einem Meter kann ein WDVS die zulässige Bebauung überschreiten. Jeder Zentimeter zählt dann. Mit 30 mm Vakuumdämmung erreichen Sie denselben U-Wert wie mit 200 mm EPS, benötigen aber 17 cm weniger Tiefe.
Dachüberstände und Fensterlaibungen: Starke Außendämmung verändert die Gebäudeproportionen erheblich. Die Fenster liegen tief in der Wand, Dachüberstände werden zu schmalen Vorsprüngen. Architektonisch oft problematisch. Dünne Vakuumdämmung bewahrt die ursprünglichen Proportionen weitgehend.
Sockelbereiche mit Platzmangel: Der Sockel muss druckfest gedämmt werden und endet meist an der Kellerwand. Bei nachträglicher Perimeterdämmung fehlt oft der Platz für konventionelle Stärken. Vakuumdämmplatten erreichen mit 30 bis 40 mm Dicke U-Werte von 0,12 bis 0,15 W/m²K – bei Druckfestigkeiten bis 150 kPa.
Vakuumdämmung ist in diesen Fällen keine Luxuslösung, sondern die einzige Möglichkeit, überhaupt wirtschaftlich zu dämmen. Die höheren Materialkosten relativieren sich, wenn die Alternative lautet: keine Dämmung oder aufwendige bauliche Anpassungen.
Denkmalgeschützte Fassaden dürfen ihr Erscheinungsbild nicht verlieren. Klassische WDVS-Stärken verändern die Proportionen so stark, dass Denkmalämter die Genehmigung verweigern. Die Innendämmung wird dann zum einzigen Weg – und hier punktet Vakuumdämmung mit minimalem Flächenverlust.
Die Innendämmung von Außenwänden ist bauphysikalisch anspruchsvoll. Die gedämmte Wand wird kälter, der Taupunkt verschiebt sich nach innen. Diffusionsoffene Aufbauten mit Kapillaraktivität sind hier Standard. Vakuumdämmplatten haben einen sehr hohen sd-Wert – sie sind praktisch diffusionsdicht. Warum ist das relevant? Weil der Aufbau entsprechend geplant werden muss.
Bewährter Aufbau für Innendämmung mit VIP:
Bestandsmauerwerk (Ziegel, Sandstein, Kalksandstein)
Vakuumdämmplatte 20-30 mm, verklebt
Dampfbremse (sd-Wert 2-5 m) oder Klimamembran
Installationsebene 30-50 mm mit Mineralwolle
Dampfbremse (sd-Wert >100 m)
Gipskartonplatte oder Lehmbauplatten
Die doppelte Dampfbremsebene wirkt dabei wie ein System mit Pufferspeicher. Feuchtigkeit, die im Winter nach innen diffundiert, kann im Sommer wieder austrocknen. Dieser Aufbau entspricht dem aktuellen Stand der Technik und ist in zahlreichen Altbausanierungen erprobt.
Kritische Details: Fensteranschlüsse, Geschossdecken und durchdringende Installationen erfordern sorgfältige Planung. Bei MEUVO gehört die Detailplanung dieser Anschlüsse zum Service – inklusive Berechnung der Psi-Werte für kritische Wärmebrücken.
Bei hochwertigen Altbauwohnungen macht jeder Quadratmeter Wohnfläche einen spürbaren Wertunterschied. Eine Innendämmung mit 200 mm konventionellem Material kostet bei einer 120 m² Wohnung etwa 20 m² Nutzfläche. Mit 30 mm Vakuumdämmung sind es nur 3,6 m² – eine Differenz von 16,4 m².
In München oder Hamburg entspricht das einem Wertverlust von 80.000 bis 120.000 Euro. Selbst wenn Vakuumdämmung 200 Euro pro Quadratmeter mehr kostet als konventionelle Systeme, rechnet sich die Investition bereits ab dem ersten Tag. Allerdings sollten Sie diese Rechnung transparent mit dem Bauherrn durchgehen. Die höheren Materialkosten wirken zunächst abschreckend, solange der Flächenwert nicht gegengerechnet wird.
Die Außendämmung mit Vakuum-Dämmplatten ist technisch möglich, stellt aber höhere Anforderungen an Planung und Ausführung. Im Gegensatz zu WDVS können VIP nicht auf der Baustelle zugeschnitten werden – jeder Schnitt zerstört das Vakuum und reduziert die Dämmleistung auf das Niveau von PU-Hartschaum.
Das bedeutet für die Planung: Sie benötigen einen präzisen Verlegeplan, der jede Platte millimetergenau positioniert. Fenster- und Türöffnungen müssen exakt eingemessen werden. Nachträgliche Anpassungen sind nicht möglich. Der Planungsaufwand ist höher als bei flexiblen Systemen, denn Fehler lassen sich nicht mehr korrigieren.
Befestigung und Anschlüsse: Die Verklebung erfolgt vollflächig mit speziellem VIP-Kleber. Mechanische Befestigungen durchdringen die Hülle und erzeugen Wärmebrücken – sie sind zu vermeiden oder auf das absolut notwendige Minimum zu reduzieren. An Gebäudeecken, Fensterstürzen und Sockeln sind Formteile erforderlich oder kleinteilige Verlegungen mit höherem Fugenanteil.
Diese Einschränkungen machen Vakuumdämmung als Außendämmung wirtschaftlich nur sinnvoll, wenn konventionelle Systeme aus Platzgründen nicht funktionieren. Für Standard-Neubaufassaden bleibt WDVS die pragmatischere Wahl.
Die Materialkosten von Vakuumdämmung liegen bei 80 bis 120 Euro pro Quadratmeter – etwa das Dreifache eines hochwertigen WDVS. Diese Mehrkosten rechnen sich nur unter bestimmten Bedingungen.
Vakuumdämmung ist wirtschaftlich sinnvoll bei:
Grundstücksgrenze näher als 1,5 m (Abstandsflächen)
Denkmalschutz mit Innendämmung erforderlich
Hochpreisigem Wohnraum (Flächenwert >4.000 Euro/m²)
Technischen Aufbauhöhen-Limits (Türschwellen, Durchfahrtshöhen)
Sockeldämmung mit hoher Druckbelastung bei wenig Platz
WDVS bleibt die bessere Wahl bei:
Ausreichend Platz vorhanden (>30 cm bis Grenze)
Standard-Wohnungsbau mit moderaten Quadratmeterpreisen
Fassaden mit vielen Vorsprüngen, Erkern, Balkonen
Knappen Budgets ohne Flächenwert-Argumentation
Die Entscheidung sollte nie pauschal fallen, sondern projektspezifisch auf Basis einer Vollkostenrechnung. Dabei zählen nicht nur die Materialkosten, sondern auch eingesparte Grundstückskosten, höherer Verkaufswert oder vermiedene Umbaukosten.
Die Wahl des Fassadendämmsystems hängt von vier Faktoren ab: Verfügbarer Platz, Denkmalschutz-Auflagen, Budget und energetische Anforderung. Ein transparenter Vergleich hilft Ihnen, die wirtschaftlich sinnvollste Lösung für Ihr Projekt zu identifizieren.
Kriterium | WDVS | Vakuumdämmung | Kerndämmung | Innendämmung |
|---|---|---|---|---|
Dämmstärke | 14-18 cm | 2-4 cm | 6-10 cm | 8-14 cm |
Kosten/m² | 100-150 EUR | 180-250 EUR | 80-120 EUR | 120-200 EUR |
Platzverbrauch außen | HOCH | MINIMAL | KEINER | KEINER |
Platzverbrauch innen | KEINER | KEINER | KEINER | HOCH |
Denkmalschutz-tauglich | NEIN | BEDINGT (innen) | JA | JA |
U-Wert erreichbar | 0,20-0,24 | 0,15-0,20 | 0,24-0,28 | 0,22-0,26 |
WDVS wählen, wenn:
Ausreichend Platz vorhanden (Grenzabstand >2 m)
Keine denkmalrechtlichen Einschränkungen
Budget für Außendämmung unter 150 EUR/m²
Vakuumdämmung wählen, wenn:
Grenzabstand kritisch (<1,5 m)
Dünne Fassade gewünscht (Architektur-Erhalt)
Innendämmung mit hohem Flächenwert (>4.000 EUR/m²)
Extrem niedrige U-Werte erforderlich (Passivhaus, <0,15)
Kerndämmung wählen, wenn:
Zweischaliges Mauerwerk vorhanden
Budget stark begrenzt
Innendämmung wählen, wenn:
Denkmalschutz Außendämmung verbietet
Eigentumswohnung (keine Zustimmung WEG für Außendämmung)
Nur einzelne Wohnungen betroffen (Teilsanierung)
Ein Rechenbeispiel macht die Wirtschaftlichkeit transparent. Die folgenden Szenarien zeigen, wann sich Vakuumdämmung rechnet und wann nicht.
Ausgangssituation: Einfamilienhaus Neubau, 120 m² Außenwandfläche, keine Einschränkungen
Variante: WDVS 160 mm EPS
Materialkosten: 35 EUR/m² × 120 m² = 4.200 EUR
Montagekosten: 45 EUR/m² × 120 m² = 5.400 EUR
Gesamtkosten: 9.600 EUR (80 EUR/m²)
U-Wert nach Sanierung: 0,24 W/(m²K)
Fazit: Hier ist Vakuumdämmung nicht sinnvoll. WDVS ist die wirtschaftlichere Wahl. Bei ausreichendem Platz und ohne besondere Einschränkungen rechtfertigt nichts die höheren Kosten einer Vakuumlösung.
Ausgangssituation: Gründerzeitvilla, 80 m² Außenwand Straßenseite, Stuckfassade denkmalgeschützt
Variante A: Mineralwolle-Innendämmung 120 mm
Material + Montage: 90 EUR/m² × 80 m² = 7.200 EUR
Flächenverlust: 9,6 m² Wohnfläche
Wertverlust bei 6.000 EUR/m²: 57.600 EUR
Effektive Kosten: 64.800 EUR (inkl. Wertverlust)
Variante B: Vakuum-Innendämmung 30 mm
Material + Montage: 220 EUR/m² × 80 m² = 17.600 EUR
Flächenverlust: 2,4 m² Wohnfläche
Wertverlust bei 6.000 EUR/m²: 14.400 EUR
Effektive Kosten: 32.000 EUR (inkl. Wertverlust)
Mehrkosten Vakuum: 10.400 EUR
Eingesparter Wertverlust: 43.200 EUR
ROI: POSITIV (+32.800 EUR Nettovorteil)
Fazit: Bei hochwertigem Wohnraum mit denkmalgeschützter Fassade ist Vakuum-Innendämmung wirtschaftlich überlegen. Der vermiedene Flächenverlust übersteigt die Mehrkosten deutlich.
Ausgangssituation: Reiheneckhaus in München mit 80 m² Außenwandfläche und nur 80 cm Abstand zur Grundstücksgrenze.
Variante A: WDVS 200 mm
Dämmung greift 20 cm über Grundstücksgrenze
Rückbau erforderlich oder Grenzabstandsflächen-Befreiung
Materialkosten: 40 Euro/m² × 80 m² = 3.200 Euro
Zusatzkosten Sondergenehmigung: ca. 2.000 Euro
Gesamtkosten: 5.200 Euro
Variante B: Vakuumdämmung 30 mm
Bleibt innerhalb Grundstücksgrenze
Materialkosten: 100 Euro/m² × 80 m² = 8.000 Euro
Keine Zusatzkosten
Gesamtkosten: 8.000 Euro
Der Mehrpreis beträgt 2.800 Euro. Allerdings vermeiden Sie das Genehmigungsrisiko und verkürzen die Bauzeit um etwa zwei Wochen. Bei Finanzierungskosten und möglichen Ablehnungen relativiert sich die Differenz schnell.
Ausgangssituation: Mehrfamilienhaus Bamberg Altstadt, 12 Wohnungen, Fassade denkmalgeschützt, hohe Heizkosten (18 EUR/m²/Jahr)
WEG-Beschluss: Innendämmung Außenwände Nordseite (kälteste Wohnungen)
Fläche: 180 m² (6 Wohnungen betroffen)
Variante A: Mineralwolle 100 mm
Kosten: 18.000 EUR
Flächenverlust: 18 m² (3 m²/Wohnung)
Wertverlust: ~72.000 EUR (6 Wohnungen à 12.000 EUR)
Variante B: Vakuum 30 mm
Kosten: 38.000 EUR
Flächenverlust: 5,4 m² (0,9 m²/Wohnung)
Wertverlust: ~21.600 EUR
Mehrkosten Vakuum: 20.000 EUR
Vermiedener Wertverlust: 50.400 EUR
Entscheidung: Die WEG beschloss Vakuum. Die Mehrheit war überzeugt durch den Werterhalt der Wohnungen. Bei denkmalgeschützten Mehrfamilienhäusern ist die Vakuum-Lösung oft zustimmungsfähiger als konventionelle Innendämmung.
Vakuumdämmung ist förderfähig über dieselben Programme wie WDVS – allerdings gelten strengere U-Wert-Anforderungen bei Einzelmaßnahmen. Der höhere Materialpreis erhöht die absolute Fördersumme. Die wichtigsten Programme im Überblick:
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude umfasst auch Fassadendämmung mit Vakuumpaneelen.
Zuschuss: 15 % der förderfähigen Kosten
Voraussetzungen:
U-Wert nach Dämmung ≤ 0,24 W/(m²K) für Außenwand
Fachunternehmen-Bestätigung erforderlich
Antrag VOR Maßnahmenbeginn (kritisch!)
Förderfähige Kosten bei Vakuumdämmung:
Material: Vakuumpaneele, Kleber, Befestigung
Montage: Verlegeplanung, Handwerkerkosten
Energieberater: Fachplanung + Bestätigung (Pflicht)
Beispiel: 20.000 EUR Gesamtkosten → 3.000 EUR Zuschuss
Wichtig: Verlegeplan und U-Wert-Berechnung von MEUVO nutzen für Antrag. Wir liefern die erforderlichen Nachweise kostenfrei bei Projektbeauftragung.
Kredit mit Tilgungszuschuss bis 20 % – besonders interessant bei Kombination mehrerer Maßnahmen.
Vakuumdämmung als Teilmaßnahme im Gesamtkonzept:
Vorteil gegenüber BEG EM: Höherer Fördersatz bei Kombination mit anderen Maßnahmen
Voraussetzung: Effizienzhaus 85, 70, 55 oder Denkmal-Standard erreichen
Besonders sinnvoll bei: Denkmalschutz-Innendämmung + neue Heizung + Fenster
Ablauf:
Energieberater erstellt Sanierungsfahrplan
Antrag vor Baubeginn stellen
Umsetzung koordinieren
Bestätigung nach Fertigstellung
Tilgungszuschuss wird ausgezahlt
Tipp: Bei Vakuumdämmung wegen höherer Kosten prüfen: KfW 261 statt BEG EM kann vorteilhafter sein. Der Energieberater rechnet beide Varianten durch.
Alternative zu Zuschüssen: 20 % der Kosten über 3 Jahre von Steuerschuld absetzen.
Rahmenbedingungen:
Maximal 40.000 EUR absetzbar (= 8.000 EUR Steuervorteil)
Voraussetzung: Selbstgenutzte Immobilie, älter als 10 Jahre
Vorteil: Keine Vorabbürokratie, rückwirkend möglich
Nachteil: Nur für Eigennutzer, nicht für Vermieter
Praxistipp: Bei hohem Steuersatz kann steuerliche Absetzung günstiger sein als 15 % BEG-Zuschuss. Lassen Sie beide Varianten durchrechnen.
Zusätzlich zu bundesweiten Förderungen gibt es regionale Zuschüsse:
Bayern: 10 %-Energie-Bonus (kombinierbar mit BEG)
Sachsen: SAB-Förderung für Denkmalsanierung
Berlin: IBB-Förderdarlehen (zinsgünstig)
Hinweis: Regionale Programme ändern sich häufig. MEUVO prüft die aktuelle Förderlandschaft bei Projektberatung und berät Sie zu optimalen Förderkombinationen.
Die korrekte Antragstellung entscheidet über Fördererfolg. Beachten Sie diese Schritte:
Schritt 1: Energieberater beauftragen (dena-gelistet)
Schritt 2: U-Wert-Nachweis erstellen lassen (MEUVO liefert Basis-Daten)
Schritt 3: Antrag online stellen (BEG: BAFA-Portal, KfW: KfW-Zuschussportal)
Schritt 4: Zusage abwarten (2-4 Wochen Bearbeitungszeit)
Schritt 5: Erst DANN Auftrag erteilen
Schritt 6: Nach Fertigstellung: Bestätigung hochladen
ACHTUNG! Maßnahmenbeginn vor Antragstellung = Förderverlust. Auch die Auftragserteilung zählt bereits als Beginn. Der Antrag muss VOR jeglicher Beauftragung erfolgen.
Die Umsetzung einer Vakuumdämmung erfordert mehr Planung als WDVS – denn nachträgliche Anpassungen sind nicht möglich. Diese sieben Phasen führen Sie strukturiert zum Erfolg.
Aufmaß der Außenwände: Exakte Vermessung ist kritisch. Bei Altbauten weichen Maße oft vom Plan ab. Nutzen Sie Lasermesstechnik für präzise Werte.
U-Wert Bestandswand berechnen: Wärmebildkamera oder U-Wert-Tabellen nach DIN 4108-4 geben Aufschluss über den aktuellen Zustand.
Denkmalschutz-Status klären: Anfrage bei der unteren Denkmalschutzbehörde. Klären Sie, ob Außendämmung überhaupt genehmigungsfähig ist.
Grenzabstände prüfen: Katasteramt liefert exakte Grenzabstandsmaße. Messen Sie vor Ort nach – Katasterangaben können veraltet sein.
Energetisches Ziel definieren: KfW 85? Passivhaus? GEG-Mindestanforderung? Das Ziel bestimmt die erforderlichen U-Werte.
Ergebnis dieser Phase: Entscheidung für Innendämmung, Außendämmung oder Feststellung, dass Dämmung nicht möglich ist.
Entscheidungsmatrix anwenden: Nutzen Sie die oben gezeigte Vergleichstabelle "Welches System wann?"
Vakuum-Variante wählen: NT-B2-S, XPS-B2-S oder Vacuspeed? Die Wahl hängt von Einbauort und Verarbeitungsanforderungen ab.
Alternative Systeme kalkulieren: Rechnen Sie WDVS und Kerndämmung zum Vergleich durch. Nur mit Alternativen können Sie eine fundierte Entscheidung treffen.
ROI berechnen: Bei Innendämmung unbedingt Flächenwert einrechnen. Der vermiedene Wertverlust ist oft größer als die Dämmkosten selbst.
Wichtig: Vollkostenrechnung inklusive Folgekosten durchführen. Nicht nur Materialkosten zählen.
Ergebnis dieser Phase: GO/NO-GO Entscheidung für Vakuumdämmung mit belastbarer Kostenkalkulation.
Verlegeplan erstellen lassen: MEUVO bietet diesen Service ab 50 m² Projektgröße kostenfrei an. Der Plan zeigt jede Platte mit exakten Maßen.
Fensteranschlüsse durchplanen: Müssen Fenster vorgesetzt werden? Ist Laibungsverbreiterung erforderlich? Diese Details jetzt klären.
Wärmebrücken berechnen: Psi-Werte an Ecken, Anschlüssen und Durchdringungen ermitteln. Kritische Bereiche identifizieren.
U-Wert-Nachweis erstellen: Nach DIN EN ISO 6946 für Bauantrag und Förderantrag erforderlich.
Dampfsperre/Luftdichtung planen: Bei Innendämmung ist Taupunkt-Prüfung nach DIN 4108-3 Pflicht. Feuchtekonzept entwickeln.
Installationen festlegen: Elektro VOR oder NACH Dämmung verlegen? Diese Entscheidung beeinflusst Raumhöhe und Installationskosten.
Tipp: Die Detailplanung ist kritisch. Hier entscheidet sich, ob Vakuumdämmung funktioniert oder Probleme macht. Investieren Sie Zeit in diese Phase.
Ergebnis dieser Phase: Vollständiger Verlegeplan + U-Wert-Nachweis + Feuchtekonzept.
Leistungsverzeichnis erstellen: MEUVO liefert LV-Texte für GAEB oder Ausschreibungssoftware.
Angebote einholen: 3-5 Fachbetriebe anfragen. Mehr Angebote bedeuten bessere Vergleichsmöglichkeiten.
Verarbeiter-Qualifikation prüfen: Hat der Betrieb VIP-Schulung absolviert? Gibt es Referenzen für ähnliche Projekte?
Angebote vergleichen: Nicht nur Preis – Erfahrung mit Vakuumdämmung zählt mehr als 10 % Preisunterschied.
Warnung: Der billigste Anbieter ohne VIP-Erfahrung ist ein Risiko. Fehler bei der Montage sind irreversibel und teurer als die eingesparten Kosten.
Ergebnis dieser Phase: Auftragserteilung an qualifizierten Betrieb mit nachweisbarer Erfahrung.
Energieberater beauftragen: Nur dena-gelistete Energieberater sind förderberechtigt. Die Liste finden Sie unter energieeffizienz-experten.de.
Förderprogramm wählen: BEG EM für Einzelmaßnahmen oder KfW 261 für Gesamtsanierung? Der Energieberater empfiehlt die optimale Variante.
Antrag online stellen: Vor Auftragserteilung zwingend erforderlich. Die Portale sind BAFA (BEG) oder KfW-Zuschussportal.
Zusage abwarten: Bearbeitungszeit 2-4 Wochen einplanen. In dieser Zeit keine Beauftragung.
Erst nach Zusage Auftrag erteilen: Der Zeitpunkt der Auftragserteilung ist der Maßnahmenbeginn im förderrechtlichen Sinn.
Kritisch: Maßnahmenbeginn = Auftragserteilung. Auch eine Anzahlung zählt bereits. Der Förderantrag MUSS vorher erfolgt sein, sonst verfällt der Anspruch komplett.
Ergebnis dieser Phase: Förderzusage über 15-20 % der Kosten.
Anlieferung Vakuumpaneele: MEUVO koordiniert Lieferung direkt ab Werk. Paneele sind stoßempfindlich – Lagerung auf der Baustelle planen.
Montage nach Verlegeplan: Der Fachbetrieb arbeitet nach dem Verlegeplan. Bei Erstprojekten bietet MEUVO Baustellenbegleitung an.
Qualitätskontrolle: Stichprobenartige Prüfung während Montage. Sind Paneele intakt? Ist Verklebung vollflächig?
Dokumentation: Fotos vor/während/nach für Förderung und Bauakte anfertigen.
Besonderheit Vakuum: Kein Zuschnitt, kein Bohren, kein Durchstoßen der Paneele. Jeder Durchstich zerstört das Vakuum irreversibel.
Schutzschicht montieren: Putzträger bei Außendämmung oder Gipskarton bei Innendämmung schützt die empfindlichen VIP.
Tipp: Bei Montage anwesend sein oder Bauleiter einsetzen. Fehler sind nicht korrigierbar. Prävention ist alles.
Ergebnis dieser Phase: Fertig montierte Dämmung mit dokumentiertem Qualitätsnachweis.
Abnahme durch Bauherrn: Sichtkontrolle, optional Wärmebildkamera zur Dichtheitsprüfung.
U-Wert-Nachweis für Bauakte: Energieberater erstellt abschließenden Nachweis nach tatsächlichem Aufbau.
Fachunternehmererklärung für Förderung: Betrieb füllt Formular aus und bestätigt fachgerechte Ausführung.
Verwendungsnachweis hochladen: Im BAFA- oder KfW-Portal hochladen. Frist beachten (meist 6-9 Monate nach Maßnahmenende).
Fördersumme wird ausgezahlt: 2-6 Wochen nach Verwendungsnachweis erfolgt Auszahlung.
Dokumentation archivieren: 10 Jahre aufbewahren für mögliche Nachweispflichten bei Förderprüfungen.
Zeitrahmen gesamt: 3-5 Monate von Planung bis Abnahme bei unkompliziertem Projekt.
Ergebnis dieser Phase: Geförderte, fertige Fassadendämmung + vollständige Unterlagen für Bauakte.
☐ Ist-Analyse durchgeführt
☐ Denkmalschutz/Grenzabstand geklärt
☐ Systemauswahl getroffen
☐ Verlegeplan erstellt
☐ U-Wert-Nachweis vorhanden
☐ Förderantrag gestellt
☐ Förderzusage erhalten
☐ Fachbetrieb beauftragt
☐ Montage abgeschlossen
☐ Verwendungsnachweis eingereicht
Vakuum Dämmplatten gibt es in Standardformaten von 600 × 400 mm bis 1.200 × 600 mm. Für Sonderformate sind Vorlaufzeiten von sechs bis acht Wochen einzuplanen. Die Verlegeplanung sollte den Verschnitt minimieren, denn jedes nicht verwendbare Reststück bedeutet Materialverlust.
MEUVO erstellt für Projekte ab 50 m² kostenlos einen maßstabsgetreuen Verlegeplan. Dieser zeigt die optimale Plattenverteilung und berechnet den Verschnitt. Bei guter Planung liegt dieser unter fünf Prozent.
Die größte Herausforderung sind die Plattenstöße und Anschlüsse an andere Bauteile. An jeder Fuge entsteht eine linienförmige Wärmebrücke mit einem Psi-Wert zwischen 0,01 und 0,03 W/mK – abhängig von der Fugenausführung.
Optimierte Fugenausbildung:
Platten stumpf gestoßen, Fuge <2 mm
Verklebung vollflächig, keine Punktverklebung
Überlappende zweite Lage bei höchsten Anforderungen
Keine mechanischen Befestigungen durch die Platten
Bei zweilagiger Verlegung mit versetzten Stößen sinkt der effektive Psi-Wert auf unter 0,005 W/mK. Allerdings verdoppeln sich die Materialkosten. Diese Lösung ist wirtschaftlich nur bei Passivhaus-Standard oder extremen Anforderungen sinnvoll.
Die Verarbeitung von Vakuumdämmplatten, auch Vakuum Isolations Paneele genannt, erfordert mehr Sorgfalt als konventionelle Dämmstoffe. Ein versehentlicher Durchstich mit einem Schraubendreher zerstört das Vakuum irreversibel. Deshalb sollten nur geschulte Handwerker die Montage übernehmen.
MEUVO bietet für Verarbeitungsbetriebe eintägige Schulungen an – inklusive praktischer Übungen und Zertifikat. Bei Erstprojekten ist zusätzlich eine Montagebegleitung möglich. Die Investition in Schulung zahlt sich durch deutlich reduzierte Fehlerquoten aus. Senden Sie über das Kontaktformular Ihre Anfrage an unser Fachteam.
Ausgangssituation: Unsanierter Altbau von 1898, 3,20 m Raumhöhe, reich verzierte Stuckdecken, 110 m² Wohnfläche. Die Außenwände aus 38 cm Ziegelmauerwerk erreichen U-Werte um 1,4 W/m²K. Eine Außendämmung verbietet der Denkmalschutz.
Lösung: Innendämmung mit 30 mm Vakuumisolationspaneele, Klimamembran und 40 mm Installationsebene. Gesamtaufbau: 75 mm. Flächenverlust: 8,25 m² statt 22 m² bei konventioneller Dämmung.
Ergebnis: U-Wert nach Sanierung 0,18 W/m²K. Heizkosten sinken um 68 Prozent. Der Wohnungswert steigt um geschätzte 85.000 Euro (13,75 m² mehr Wohnfläche × 6.200 Euro/m²). Die Mehrkosten der VIP-Lösung lagen bei 18.000 Euro.
Ausgangssituation: Gewerbebau in München-Sendling, 420 m² Außenwandfläche, Abstand zur Nachbargrenze nur 60 cm auf einer Seite. WDVS würde Grenze um 15 cm überschreiten.
Lösung: Außendämmung mit 40 mm Vakuumdämmplatten auf der Grenzseite, WDVS 180 mm auf den drei anderen Seiten. Gesamtaufbau an Grenzwand: 50 mm (VIP + Putzschicht).
Ergebnis: U-Wert 0,14 W/m²K an allen Wänden, keine Grenzüberschreitung. Alternative Sondergenehmigung hätte sechs Monate gedauert mit ungewissem Ausgang. Die VIP-Lösung kostete 12.000 Euro mehr, vermied aber Verzögerungen und Genehmigungsrisiken.
Ausgangssituation: Passivhaus-Neubau mit Bodenplatte in Frosttiefe. Der Sockelbereich (Übergang Bodenplatte-Außenwand) benötigt druckfeste Dämmung mit U-Wert <0,10 W/m²K. Konventionell: 280 mm XPS erforderlich.
Lösung: Sockeldämmung mit 50 mm Vakuum-Dämmplatten (Druckfestigkeit 150 kPa). Ringanker-Anschluss dadurch ohne Versatz möglich.
Ergebnis: U-Wert 0,08 W/m²K, Psi-Wert am Anschluss <0,01 W/mK. Die schlanke Dämmung vereinfacht die Detailplanung erheblich. Ohne Versatz zwischen Bodenplatte und Außenwand entfallen aufwendige Schalungsarbeiten.
Ausgangssituation: Einfamilienhaus 2005, Außenwände U=0,50 W/(m²K), 140 m² Außenwandfläche, keine Einschränkungen
Lösung: WDVS 160 mm EPS-Dämmung
Kosten: 12.600 EUR (90 EUR/m²)
U-Wert nach Sanierung: 0,24 W/(m²K)
Heizkosten-Ersparnis: 580 EUR/Jahr
ROI: 22 Jahre
Fazit: Hier ist Vakuumdämmung nicht sinnvoll. WDVS ist die wirtschaftlichere Wahl. Dieser Vergleichsfall zeigt: Vakuum ist keine Universallösung, sondern eine Speziallösung für spezifische Probleme.
Ausgangssituation: Reihenendhaus Frankfurt, Giebel zur Grenze nur 60 cm Abstand, 45 m² Außenwandfläche Giebel
Problem: WDVS 160 mm würde Grenze um 10 cm überschreiten
Lösung A: Grenzabstandsbefreiung beantragen
Risiko: 6 Monate Wartezeit, Nachbar muss zustimmen (unsicher)
Lösung B: Vakuumdämmung 30 mm außen
Kosten: 9.000 EUR (200 EUR/m²)
U-Wert: 0,22 W/(m²K)
Zeitersparnis: 6 Monate
Risiko: KEINES (bleibt in Grenze)
Entscheidung: Bauherr wählte Vakuum Dämmung. Die Sicherheit und der Zeitgewinn waren die Mehrkosten wert. Drei Monate früher einziehen bedeutete drei Monate eingesparte Miete.
Siehe bereits oben unter "Fassadendämmung Kosten" Beispiel 4.
Ausgangssituation: Bürogebäude München, Glasfassade mit Brüstungselementen, Brüstung nur 12 cm Tiefe, 60 m² Dämmfläche
Problem: Standard-Dämmung 120 mm passt nicht in Brüstungstiefe
Lösung: Vakuumdämmung 40 mm in Brüstungselemente integriert
U-Wert: 0,18 W/(m²K)
Kosten: 16.800 EUR (280 EUR/m²)
Ergebnis: Einzige Möglichkeit, EnEV-Anforderungen zu erfüllen ohne Fassade komplett neu zu bauen (hätte 180.000 EUR gekostet). Vakuumdämmung hat 164.000 EUR Fassaden-Neubau vermieden.
ROI: Die Vakuumlösung amortisiert sich bereits durch den vermiedenen Komplettneubau. Zusätzliche Heizkosten-Ersparnis kommt obendrauf.
Für Fassadendämmung bietet Porextherm drei Vacupor-Varianten mit unterschiedlichen Eigenschaften. Die Wahl hängt von Einbauort (innen/außen) und Verarbeitungsanforderungen ab.
MEUVO ist autorisierter Porextherm Vacupor Partner für Bayern, Sachsen sowie Berlin und Brandenburg. Für eine Beratung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Nutzen Sie unser Kontaktformular für Ihre Anfrage an unser Experten-Team. Lesen Sie unseren separaten Ratgeber, wenn Sie mehr über die verschiedenen Vacupor Varianten erfahren möchten.
Kriterium | Vacupor NT-B2-S | Vacupor XPS-B2-S | Vacuspeed |
|---|---|---|---|
Lambda λ | 0,007 W/(mK) | 0,007 W/(mK) Kern | 0,008 W/(mK) |
Kaschierung | Keine (flexibel) | XPS-Putzträger | EPS-Ummantelung |
Schneidbar | NEIN | NEIN | JA (auf Baustelle) |
Haupteinsatz | Innendämmung | Außendämmung WDVS | Sanierung komplex |
Verfügbarkeit | 3-4 Wochen | 3-4 Wochen | 3-8 Tage Lager |
Preis/m² | 80-110 EUR | 110-140 EUR | 95-120 EUR |
Vorteil | Maximale λ-Leistung | Putzfertig | Flexibel zuschneidbar |
Nachteil | Braucht Putzträger | 15 % teurer | λ etwas schlechter |
NT-B2-S wählen bei:
Innendämmung (auf Mauerwerk verklebt, dann Gipskarton)
Außendämmung hinterlüftet (Fassadenplatten vorgehängt)
Maximale Dämmleistung gewünscht (λ = 0,007)
Planbare Geometrie (Maßanfertigung kein Problem)
Standard-Lieferzeit 3-4 Wochen akzeptabel
XPS-B2-S wählen bei:
WDVS-Außendämmung (direkt verputzbar)
Grenzbebauung (schlankes System erforderlich)
Einfache Montage gewünscht (Putzträger integriert)
Mechanischer Schutz während Bauphase wichtig (XPS robust gegen Stöße)
Vacuspeed wählen bei:
Sanierungsprojekt mit unvorhergesehenen Maßen
Eilfall (Lagerware schnell verfügbar)
Komplexe Geometrie (Erker, Gauben, Vorsprünge)
Aber: Nur wenn minimaler λ-Nachteil (0,008 statt 0,007) akzeptabel ist
MEUVO hält Vacuspeed 20 mm und 30 mm in Standardformaten (600×600 mm, 1.200×600 mm) auf Lager. Lieferung innerhalb 3-8 Tagen möglich. Für NT-B2-S und XPS-B2-S ist Maßanfertigung erforderlich (Vorlaufzeit 3-4 Wochen). Bei Projekten >50 m² erstellen wir kostenfrei einen Verlegeplan und bestellen optimierte Zuschnitte direkt ab Werk.
Alle Produkte verfügen über allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des DIBt. Die Lebensdauer wird mit mindestens 50 Jahren angegeben – gestützt durch Langzeitmessungen an Referenzobjekten seit den 1990er Jahren.
Bei der Ausschreibung von Vakuumdämmung sollten Sie mehrere Punkte beachten:
Leistungsverzeichnis: Beschreiben Sie die Dämmleistung (Lambda-Wert, U-Wert des fertigen Bauteils), nicht nur die Produktbezeichnung. Das ermöglicht gleichwertige Angebote verschiedener Hersteller.
Verlegeplan: Fordern Sie vom Bieter einen Verlegeplan an, der Verschnitt und Wärmebrücken ausweist. Angebote ohne Verlegeplanung sind schwer vergleichbar.
Schulungsnachweis: Verlangen Sie den Nachweis, dass der ausführende Betrieb in VIP-Verarbeitung geschult ist. Das minimiert Fehler und Reklamationen.
Gewährleistung: Klären Sie, ob die Herstellergarantie nur bei zertifizierten Verarbeitern greift. Viele Hersteller schließen Garantieansprüche aus, wenn ungelernte Betriebe die Montage durchführen.
Bei Fragen zur Ausschreibung unterstützt MEUVO mit Leistungsverzeichnis-Texten und technischen Spezifikationen. Für größere Projekte ist auch die Durchführung einer Schulung beim Verarbeiter möglich. Nutzen Sie unser Kontaktformular für Ihr Anliegen.
In der Praxis sehen wir immer wieder dieselben Fehler, die Projekte verzögern oder verteuern. Diese vier Stolpersteine sollten Sie kennen und vermeiden:
Beschreibung: Bauherr plant WDVS 160 mm, merkt erst bei Genehmigung: Grenze bei 80 cm, Dämmung greift über.
Folge: Rückbau erforderlich oder teure Sondergenehmigung. Wartezeit 3-6 Monate, Nachbar muss zustimmen. Projektrisiko steigt dramatisch.
Lösung: VOR Planung Katasteramt-Auszug holen, Grenzabstand exakt messen. Bei kritischen Abständen (<1,5 m) sofort Vakuum-Alternative prüfen.
Beschreibung: Vakuum-Innendämmung geplant, aber Antrag erst nach Vertragsschluss gestellt.
Folge: Denkmalamt fordert nachträglich Außendämmung-Prüfung. Projekt verzögert sich 4-8 Monate, während Gutachten erstellt werden.
Lösung: Bei denkmalgeschützten Gebäuden: Genehmigung VOR Ausschreibung einholen. Denkmalamt frühzeitig einbinden, Vorabstimmung suchen.
Beschreibung: Vakuumdämmung 30 mm außen geplant, aber Fensterlaibung nur 40 mm tief.
Folge: Fenster liegen zu tief in Wand. Verschattung reduziert Tageslichteinfall, Wärmebrücke am Anschluss bleibt bestehen.
Lösung: Fensteranschlüsse im Verlegeplan berücksichtigen. Gegebenenfalls Fenster vorsetzen einplanen. Psi-Werte am Anschluss vorab berechnen.
Beschreibung: Bauherr denkt "3 cm Vakuum reicht für KfW", beantragt Förderung pauschal.
Folge: U-Wert nur 0,28 statt geforderter 0,24 W/(m²K). Förderung wird abgelehnt, Projekt muss nachgebessert werden.
Lösung: VOR Antragstellung: U-Wert-Nachweis vom Fachplaner erstellen lassen. MEUVO bietet das kostenfrei bei Bestellung an. Lieber einmal richtig rechnen als zweimal beantragen.
Diese Fehler sehen wir in der Praxis regelmäßig. Die gute Nachricht: Alle sind durch sorgfältige Vorbereitung vermeidbar. Die Mehrkosten für professionelle Planung sind minimal im Vergleich zu den Folgekosten von Fehlern.