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Schiebeläden
Pläne & technische Zeichnungen

Wir bieten Ihnen Pläne und technische Zeichnungen, Schnitte und weitere interessante Daten zu unseren Schiebeläden. Die Daten und technischen Zeichnungen zu den Schiebeläden und Faltschiebeläden bieten wir Ihnen auf Wunsch auch gerne als DWG Dateien. Wenn Sie weitere Informationen benötigen sprechen Sie und bitte an, wir beraten Sie gerne unter 08161 884 90 22.

Obere Laufschienen

Untere Führungsschienen

Häufig gestellte Fragen

Sind die CAD-Dateien in verschiedenen Formaten verfügbar?

Die Standarddateien liegen als DWG im AutoCAD 2018-Format vor. Auf Anfrage konvertieren wir in DXF, DWF oder IFC für Revit-Anwender. Die Konvertierung ist kostenfrei, dauert aber 1-2 Werktage.

Enthalten die DWG-Dateien auch 3D-Modelle?

Die Standardbibliothek enthält 2D-Ansichten und Schnitte. Für BIM-Projekte bieten wir 3D-Modelle als IFC-Dateien an – diese sind allerdings nicht in der Standardbibliothek enthalten und werden projektspezifisch erstellt.

Kann ich die Datenblätter für Ausschreibungen verwenden?

Ja, die Texte in den Datenblättern sind nach STLB-Bau formuliert und können direkt in Leistungsverzeichnisse übernommen werden. Sie erfüllen die Anforderungen der VOB/A, der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen.

Wie aktuell sind die technischen Unterlagen?

Alle Datenblätter werden bei Produktänderungen oder neuen Zulassungen aktualisiert. Die Version und das Datum finden Sie auf jeder Seite der PDF-Dokumente. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Datei aktuell ist, fragen Sie kurz bei uns nach – wir schicken Ihnen die neueste Version zu.

Was kostet der individuelle Planungsservice?

Eine erste Einschätzung mit Grundriss-Skizze ist kostenfrei. Detaillierte Ausführungsplanung mit CAD-Dateien berechnen wir nach Aufwand mit einem Stundensatz von 85 Euro netto. Bei Auftragserteilung rechnen wir die Planungskosten auf den Lieferpreis an.

Bietet MEUVO auch statische Nachweise?

Bei Standardkonstruktionen bis 3 m Höhe und Windlastklasse 3 reichen die Herstellerangaben aus den Datenblättern aus. Für größere Anlagen oder höhere Windlasten beauftragen wir einen Tragwerksplaner – diese Kosten ab 350 Euro sind separat zu kalkulieren.

Welche Führungsschiene ist für mein Projekt geeignet?

Die Standardlösung ist die obere Führungsschiene. Sie ist für Elementgewichte bis 80 kg und Höhen bis 2,80 m ausreichend. Bei größeren oder schwereren Elementen oder in windexponierten Lagen empfehlen wir die Kombination mit unterer Führungsschiene für zusätzliche Stabilität. In Küstenregionen oder korrosiven Umgebungen sollten Edelstahl-Schienen statt Aluminium verwendet werden, da diese Salzsprühnebel und aggressive Atmosphäre über Jahrzehnte ohne Korrosionsschäden widerstehen.

Können Schiebeläden nachträglich montiert werden?

Ja, die Nachrüstung ist technisch möglich. Bei massiven Fassaden aus Mauerwerk oder Beton ist die Montage ähnlich zum Neubau und verläuft unproblematisch. Bei WDVS-Fassaden wird die Befestigung aufwendiger, da Spezialanker die Dämmung durchdringen müssen. Die Mehrkosten liegen bei etwa 20-40 Prozent gegenüber Neubau. Bei elektrischen Antrieben muss die Stromversorgung nachgerüstet werden, wenn nicht vorhanden – die Verkabelung kann je nach Gebäudestruktur Aufputz erfolgen oder Schlitzarbeiten erfordern.

Ratgeber

Schiebeläden - Pläne & Technische Zeichnungen

Wenn Sie Schiebeläden in die Planung integrieren, brauchen Sie präzise technische Unterlagen. CAD-Dateien, Detailzeichnungen und Schnitte für die Ausführungsplanung müssen griffbereit sein – denn ohne korrekte Maße und Anschlusspunkte verzögert sich die Abstimmung mit den ausführenden Gewerken. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten technischen Planungshilfen für Holz-, Aluminium- und Faltschiebeläden.

Die Planungsunterlagen umfassen DWG-Dateien für AutoCAD, PDF-Datenblätter mit normierten Angaben und Aufmaßhilfen für die Bestandserfassung. Bei komplexen Geometrien oder Sonderkonstruktionen erstellen wir individuelle Verlegepläne – das verhindert Kollisionen mit Fensterbänken, Dachüberständen oder Rollladenkästen bereits in der Detailplanung.

Wenn Sie sich detailliert zu den funktionalen Zusatzausstattungen informieren möchten, lesen Sie unseren separaten Ratgeber.


CAD-Dateien & DWG-Downloads

Für die Integration in Ihre CAD-Planung bieten wir DWG-Dateien in verschiedenen Detaillierungsgraden an. Die Dateien enthalten Layer-Strukturen nach deutschen Planungsstandards und lassen sich direkt in AutoCAD, Revit oder ArchiCAD einbinden. Allerdings sind die Maße projektspezifisch anzupassen, da Schiebeläden grundsätzlich als Maßanfertigung gefertigt werden.

Faltschiebeläden DWG

Faltschiebeläden benötigen einen Parkbereich neben dem Fenster. Die DWG-Dateien zeigen drei Standardkonfigurationen: einseitig parkend, mittig geteilt und umlaufend. Bei einem 1,20 m breiten Fenster mit zwei Flügeln planen Sie mindestens 60 cm Parkfläche pro Seite ein – denn die gefalteten Elemente stapeln sich im geöffneten Zustand auf etwa 50 Prozent der Fensterbreite.

Die Detailzeichnungen enthalten Schnitte durch obere und untere Führungsschienen. Besonders kritisch ist der Anschluss an die Laibung, denn bei Altbausanierungen müssen Sie prüfen, ob die Laibungstiefe für die Laufschiene ausreicht. Die Standardschiene benötigt 40 mm Einbautiefe; bei geringeren Tiefen verwenden wir schmalere Sonderprofile.

Download: Faltschiebeläden-Details.dwg (auf Anfrage, 2,4 MB)
Enthält: Grundrisse, Vertikalschnitte, Horizontalschnitte, Anschlussdetails

Holzschiebeläden Details

Bei Holzschiebeläden unterscheiden sich die Konstruktionsprinzipien je nach Lamellenausführung. Die CAD-Dateien zeigen drei Varianten: feststehende Lamellen, drehbare Lamellen und flächige Füllungen. Warum ist das für die Planung relevant? Drehbare Lamellen benötigen einen Stellmechanismus, der zusätzlichen Platz im Rahmen beansprucht, wodurch die Rahmenstärke von 80 mm bei feststehenden auf 95 mm bei drehbaren Varianten steigt.

Die Materialstärke der Lamellen beeinflusst das Gesamtgewicht. Bei einer 2,50 m hohen Anlage wiegt ein Flügel mit 20 mm Lärchenlamellen etwa 45 kg – mit 30 mm Lamellen sind es 62 kg. Das hat Konsequenzen für die Führungsschienen-Dimensionierung, denn ab 60 kg Flügelgewicht empfehlen wir verstärkte Schienen mit Laufrollen statt Gleitern.

Download: Holzschiebeläden-Konstruktion.dwg (auf Anfrage, 1,8 MB)
Enthält: Rahmenprofile, Lamellenschnitte, Führungssysteme, Gewichtsberechnungen

Aluminium-Varianten

Aluminium-Schiebeläden verwenden stranggepresste Profile. Die DWG-Bibliothek enthält die gängigsten Profilquerschnitte mit Wandstärkenangaben nach DIN EN 755-2. Bei pulverbeschichteten Oberflächen addieren Sie 80-120 µm zur Profilgeometrie – denn die Beschichtung verändert die Passmaße bei Steckverbindungen.

Besonders bei Objektbauten relevant ist das Ausdehnungsverhalten. Aluminiumprofile dehnen sich bei Temperaturänderungen stärker als Holz, wodurch ein 3 m langer Flügel bei 30 K Temperaturdifferenz etwa 2,2 mm wandert. Planen Sie deshalb Dehnungsfugen in die Führungsschiene ein, sonst verklemmen sich die Elemente im Hochsommer.

Download: Aluminium-Schiebeläden-Profile.dwg (auf Anfrage, 1,1 MB)
Enthält: Profilquerschnitte, Verbindungselemente, Dehnungsfugendetails


Führungsschienen-Systeme: Technische Details

Die Führungsschiene ist das zentrale Konstruktionselement für Schiebeläden. Von ihrer Dimensionierung hängen Tragfähigkeit, Leichtgängigkeit und Montagekomplexität ab, weshalb die Systemwahl bereits in der Entwurfsphase getroffen werden sollte.

Obere Führungsschiene (Standard)

Die obere Führungsschiene ist die verbreitetste Lösung. Der Schiebeladen hängt an Laufrollen oder Gleitern, die in der oberen Schiene laufen. Dieser Aufbau ermöglicht eine barrierefreie Schwelle und vereinfacht die Montage, da nur ein Bauteil befestigt werden muss.

Die Führungsschiene besteht aus einem Aluminium-Strangpressprofil mit C- oder U-förmigem Querschnitt. Die Profilhöhe liegt typischerweise bei 40-60 mm, abhängig vom Elementgewicht. Standardprofile mit 2,0-2,5 mm Wandstärke tragen bis zu 80 kg pro Laufmeter. Bei schwereren Elementen über 60 kg verwenden Sie verstärkte Profile mit 3,0 mm Wandstärke, die bis 120 kg pro Meter ausgelegt sind.

Die Befestigung erfolgt mit Schwerlastdübeln alle 40-50 cm. Bei Massivwänden reichen M10-Dübel mit 60 mm Verankerungstiefe. An WDVS-Fassaden werden Durchgangsanker erforderlich, die die Dämmung durchdringen und im tragenden Mauerwerk verankern – dazu später mehr im Abschnitt Befestigung.

Die Laufwagen können als Gleitstücke aus Kunststoff oder als Kugellager-Laufrollen ausgeführt sein. Gleitstücke sind kostengünstig und wartungsarm, erzeugen aber bei schweren Elementen höhere Verschleißspuren. Laufrollen verursachen weniger Reibung und laufen auch bei 70-80 kg Flügelgewicht noch leichtgängig. Ab 60 kg Flügelgewicht sollten Sie Laufrollen einplanen.

Ein Vorteil der oberen Führungsschiene liegt in der fehlenden Bodenschwelle. Das schafft einen barrierefreien Durchgang und vereinfacht die Reinigung. Bei stark windexponierten Fassaden kann der freistehende Flügel allerdings leicht pendeln, was zu Klappergeräuschen führt. In solchen Fällen empfiehlt sich eine zusätzliche untere Führung.

Untere Führungsschiene (Optional)

Für zusätzliche Stabilität bei großen Elementen ab 3 m Höhe kann eine untere Führungsschiene ergänzt werden. Sie verhindert das Pendeln bei Wind und erhöht die maximale Traglast auf 150 kg pro Element, allerdings entsteht dadurch eine Bodenschwelle von 15-25 mm Höhe.

Die untere Führungsschiene ist ein flaches Bodenprofil aus Aluminium oder verschleißfestem Kunststoff. Die Führung erfolgt über seitliche Laufrollen oder Gleitnoppen am unteren Rahmen des Schiebeladens. Kritisch bei Außenelementen ist die Drainage, denn Regenwasser muss abfließen können. Die Schiene sollte deshalb mit Ablauföffnungen alle 50-60 cm versehen sein, um Wasserstau zu vermeiden.

Die Montage der unteren Schiene ist anspruchsvoller als bei der oberen Variante. Das Profil muss exakt horizontal ausgerichtet sein, da bereits 2-3 mm Höhendifferenz zu Klemmen der Laufrollen führt. Bei nachträglicher Installation in Bestandsbauten müssen Sie prüfen, ob der Boden plan genug ist – bei Altbauten mit Gefälle oder Unebenheiten kann ein Ausgleichsmörtel erforderlich werden.

Der größte Nachteil der unteren Führungsschiene ist die Stolperschwelle. Für barrierefreies Bauen nach DIN 18040 ist sie ungeeignet, da die Schwellenhöhe von maximal 2 cm überschritten wird. Außerdem sammeln sich in der Schiene Laub, Schmutz und im Winter Schnee, was regelmäßige Reinigung erfordert. Bei Fußgängerzonen oder öffentlichen Gebäuden ist dieser Wartungsaufwand einzukalkulieren.

Materialien und Korrosionsschutz

Die Standardausführung verwendet pulverbeschichtete Aluminiumprofile in RAL-Farben, passend zu den Schiebeläden. Die Beschichtung schützt vor Korrosion und UV-Strahlung, wobei die Lebensdauer bei normaler Umgebung 30 Jahre überschreitet. Bis etwa 5 km Entfernung zur Küste sind Aluminiumprofile problemlos einsetzbar.

In Küstenregionen, bei Schwimmbädern oder anderen chlorhaltigen Umgebungen empfehlen wir Edelstahl-Schienen aus V4A (1.4571). Dieser hochlegierte Edelstahl widersteht auch Salzsprühnebel und chlorhaltiger Atmosphäre über Jahrzehnte ohne Korrosion. Die Mehrkosten liegen bei etwa 40-60 Prozent gegenüber Aluminium, jedoch entfallen spätere Austauschkosten durch Korrosionsschäden. Bei Neubauten an der Küste ist Edelstahl die wirtschaftlichere Lösung auf Lebensdauer gerechnet.

Für Projekte mit hohen ästhetischen Ansprüchen gibt es eloxierte Aluminiumprofile. Die Eloxalschicht ist härter als Pulverbeschichtung und verkratzt weniger leicht, allerdings ist die Farbauswahl auf metallische Töne begrenzt. Die Mehrkosten von etwa 20 Prozent lohnen sich vor allem bei hochfrequentierter Nutzung in öffentlichen Gebäuden.

DWG-Details

Detaillierte CAD-Zeichnungen der Führungsschienen-Profile inklusive Befestigungspunkte sind in unseren DWG-Bibliotheken enthalten. Die Dateien zeigen Querschnitte mit Bemaßung, Befestigungsabstände und Toleranzen für die Montage. Sie können die Profile direkt in Ihre Werkplanung übernehmen und bei Bedarf an projektspezifische Anforderungen anpassen.

Verfügbare DWG-Details:

  • Standardschiene obere Führung 40 mm (dwg, 180 KB)

  • Verstärkte Schiene für schwere Elemente 60 mm (dwg, 220 KB)

  • Kombinierte Lösung obere + untere Führung (dwg, 250 KB)

  • Edelstahl-Schienen für Küstenregionen (dwg, 200 KB)


Befestigung und Montage: Konstruktive Details

Die Befestigungslösung hängt vom Fassadenaufbau ab. Massivfassaden erlauben direkte Verankerung mit Standarddübeln, während WDVS-Fassaden Sonderanker erfordern, die die Dämmung durchdringen. Diese konstruktiven Unterschiede beeinflussen sowohl die Kosten als auch die Montagezeit erheblich.

Befestigung an Massivfassaden

Bei Mauerwerk oder Beton ist die Befestigung der Führungsschiene unkompliziert. Schwerlastdübel wie Fischer FHY oder Hilti HUS verankern die Schiene tragfähig im Untergrund. Die Dübel werden alle 40-50 cm gesetzt, wobei die Verankerungstiefe mindestens 60 mm im tragenden Mauerwerk betragen muss. Bei Hochlochziegeln sind längere Dübel mit Spreizbereich im Vollmaterial erforderlich – 80-100 mm Verankerungstiefe sind hier üblich.

Der Durchmesser richtet sich nach dem Elementgewicht. Für Standardflügel bis 50 kg reichen M10-Dübel. Ab 70 kg Flügelgewicht verwenden Sie M12-Dübel mit höherer Auszugskraft. Die Traglasttabellen der Dübelhersteller geben Auskunft über die zulässigen Lasten je nach Untergrund – Beton C20/25 erlaubt deutlich höhere Lasten als Kalksandstein oder Porenbetonmauerwerk.

Kritisch ist die Ausrichtung der Schiene. Die Führungsschiene muss über die gesamte Länge horizontal ausgerichtet sein, da sonst die Laufrollen ungleichmäßig belastet werden und die Läden schwergängig laufen. Bei Längen über 3 m empfiehlt sich eine Laser-Wasserwaage zur Montage, denn bereits 3-4 mm Abweichung sind spürbar beim Verschieben.

Befestigung an Holzfassaden

Bei Holzfassaden erfolgt die Verankerung über Holzschrauben in der Traglattung. Die Lattung muss mindestens 60x40 mm Querschnitt aufweisen und tragfähig ausgelegt sein – bei nachträglicher Montage sollten Sie die vorhandene Konstruktion prüfen. Holzschrauben mit 6x80 mm Dimensionierung sind Standard, bei schweren Elementen über 60 kg verwenden Sie 8x100 mm Schrauben.

Wichtig ist die Berücksichtigung von Holzarbeiten. Holz dehnt sich bei Feuchteaufnahme aus und schwindet bei Trocknung, wodurch sich die Schiene leicht bewegt. Um Verspannungen zu vermeiden, sollten Sie Langlöcher statt Rundbohrungen in der Schiene vorsehen. Die Langlöcher erlauben 2-3 mm Bewegung quer zur Fassade, während die Schiene in Längsrichtung fixiert bleibt.

Bei hinterlüfteten Holzfassaden ist außerdem der Abstand zwischen Schalung und Dämmung zu berücksichtigen. Die Schrauben müssen die Hinterlüftungsebene durchdringen und die Traglattung erreichen – oft werden hier Schraubenlängen von 120-140 mm erforderlich.

Befestigung an WDVS-Fassaden

Die größte Herausforderung liegt bei WDVS-Fassaden. Die Dämmschicht ist nicht tragfähig und muss von der Befestigung durchdrungen werden. Durchgangsanker mit Gewindestange führen durch die Dämmung und verankern im tragenden Mauerwerk dahinter. Eine Konterplatte auf der Dämmoberfläche verteilt die Last und verhindert lokales Eindrücken.

Die Ankerlänge richtet sich nach der Dämmstärke. Bei 160 mm WDVS benötigen Sie Gewindestangen von mindestens 250 mm Länge, um die Dämmung zu durchdringen und 60 mm ins Mauerwerk zu greifen. Die Konterplatten sollten mindestens 80x80 mm groß sein, um die Last auf ausreichend Fläche zu verteilen. Kleinere Platten drücken sich in das Dämmmaterial ein und verlieren über Jahre an Halt.

Ein kritischer Punkt ist die Wärmebrücke durch den Metallanker. Um Kondensation und Wärmeverluste zu minimieren, werden die Durchgangsanker mit Dämmstofffutter ummantelt. Das erhöht den Montageaufwand, ist aber für bauphysikalisch einwandfreie Details unerlässlich. Alternativ gibt es thermisch getrennte Spezialdübel mit Kunststoffhülse – diese kosten etwa 8-12 Euro pro Stück statt 3-4 Euro für Standardanker, reduzieren aber die Wärmebrücke deutlich.

Die Kosten für WDVS-Spezialbefestigung liegen bei etwa 50-100 Euro zusätzlich pro Schiebeladen-Element. Bei größeren Anlagen mit zehn oder mehr Elementen summiert sich das auf 500-1.000 Euro Mehrkosten. Diese sollten Sie in der Kalkulation berücksichtigen, besonders wenn der Auftraggeber von Massivfassaden-Preisen ausgeht.

Wichtig ist die Planung vor WDVS-Anbringung. Wenn Sie die Schiebeläden bereits in der Rohbauphase berücksichtigen, können Sie die Befestigungspunkte vorbereiten und das WDVS sauber darum herumführen. Nachträgliche Durchdringungen sind deutlich aufwendiger und schaffen Risikopunkte für Wärmebrücken und Feuchteeintritt.

Nachrüstung im Bestand

Die nachträgliche Montage von Schiebeläden ist technisch möglich, erfordert aber genaue Prüfung der Rahmenbedingungen. Bei Massivfassaden verläuft die Nachrüstung ähnlich wie im Neubau – die Befestigung an Mauerwerk oder Beton ist unproblematisch. Bei WDVS-Fassaden steigt der Aufwand durch die notwendigen Durchdringungen der Dämmschicht erheblich.

Zusätzliche Herausforderungen im Bestand ergeben sich aus der Geometrie. Altbau-Laibungen sind selten rechtwinklig oder plan, wodurch Toleranzen von ±10-15 mm keine Seltenheit sind. Die Führungsschiene muss dennoch exakt horizontal montiert werden, was Ausgleichsunterlagen oder angepasste Befestigungspunkte erfordert. Bei stark verzogenen Laibungen kann eine Nivellierung mit Ausgleichsmörtel notwendig werden.

Prüfen Sie außerdem mögliche Hindernisse. Fensterbänke mit großem Überstand können mit den Schiebeläden kollidieren, wenn diese im geöffneten Zustand neben dem Fenster parken. Rollladenkästen oberhalb des Fensters können den Raum für die Führungsschiene einschränken. Eine Vor-Ort-Begehung mit Aufmaß ist vor der Angebotsabgabe unerlässlich.

Bei elektrischen Antrieben kommt die Stromversorgung hinzu. Wenn keine Leitung vorhanden ist, muss ein Elektriker die Verkabelung nachrüsten. Je nach Gebäudestruktur kann das Aufputz erfolgen oder erfordert Schlitzarbeiten in der Fassade. Diese Zusatzkosten variieren je nach Aufwand und sollten separat kalkuliert werden. Details zu Beschlagsystemen und Antrieben finden Sie in unserem separaten Ratgeber.

Die Mehrkosten gegenüber Neubau-Montage liegen typischerweise bei 20-40 Prozent. Ein Standardelement, das im Neubau 800 Euro Montagekosten verursacht, liegt im Bestand bei 1.000-1.100 Euro. Bei komplexen Geometrien oder WDVS-Durchdringungen können die Mehrkosten auch 50 Prozent erreichen.

Neubau-Integration

Die optimale Lösung ist die Planung der Schiebeläden bereits in der Rohbauphase. Befestigungspunkte können vorbereitet werden, bevor das WDVS angebracht wird. Das ermöglicht saubere Anschlussdetails ohne nachträgliche Durchdringungen und minimiert Wärmebrücken.

Der ideale Planungsablauf sieht so aus: In der Architekturplanung werden die Befestigungspunkte der Führungsschienen in den Fassadenplänen markiert. Während des Rohbaus werden diese Punkte auf der Baustelle übertragen und gegebenenfalls Verankerungshülsen eingebaut. Bei der WDVS-Montage werden Aussparungen oder Dämmstofffutter an den Befestigungspunkten eingeplant. Nach dem Fenstereinbau erfolgt die Montage der Schiebeläden, idealerweise vor der Endabnahme des Gebäudes.

Dieser Ablauf spart Kosten und schafft bauphysikalisch optimale Details. Die Führungsschiene kann direkt auf dem Mauerwerk befestigt werden, wobei das WDVS sauber bis zur Schiene geführt wird. Wärmebrücken werden vermieden, da keine Metallanker das Dämmmaterial durchdringen müssen.


Technische Datenblätter (PDF)

Zusätzlich zu den CAD-Dateien bieten wir PDF-Datenblätter für die Ausschreibung und Leistungsverzeichnisse. Diese enthalten normierte Angaben zu Materialeigenschaften, Oberflächenbehandlungen und Windlastklassen nach DIN EN 13659 für Außenjalousien und Markisen.

Was enthält ein technisches Datenblatt?

  • Materialkennwerte: Holzfeuchte, Aluminiumlegierung, Beschichtungsdicke

  • Abmessungsbereiche mit minimalen und maximalen Flügelbreiten sowie -höhen

  • Gewichte pro Quadratmeter Fläche

  • Windwiderstandsklassen 1-6 nach DIN EN 13659

  • g-Wert als Gesamtenergiedurchlassgrad für Wärmeschutzberechnungen

  • U-Wert-Einfluss bei geschlossener Stellung

  • Wartungsintervalle je nach Exposition

  • Zulassungen und Prüfzeugnisse

Die Datenblätter sind nach Produktlinien gegliedert. Für die Leistungsbeschreibung können Sie die Texte direkt übernehmen – sie entsprechen der Systematik des STLB-Bau, des Standardleistungsbuchs für das Bauwesen.

Verfügbare Datenblätter:

  • Holzschiebeläden Lärche (PDF, 380 KB)

  • Holzschiebeläden Accoya (PDF, 420 KB)

  • Aluminium-Schiebeläden Standard (PDF, 340 KB)

  • Faltschiebeläden Holz (PDF, 450 KB)

  • Textil-Schiebeläden (PDF, 290 KB)

Download-Hinweis: Die PDF-Datenblätter können Sie direkt herunterladen. Für die DWG-CAD-Dateien nutzen Sie bitte unser Kontaktformular – wir senden Ihnen dann die aktuellen Dateien per E-Mail zu.


Maßblätter und Aufmaßhilfen

Für die Bestandserfassung stellen wir Aufmaßblätter zur Verfügung. Diese Formulare führen Sie durch alle planungsrelevanten Maße: Fensteröffnung, Laibungstiefe, Überstandsmaße, Abstand zu Fensterbänken und Rollladenkästen. Warum so detailliert? Weil jeder Millimeter bei der Montage zählt. Ein Rollladenkasten, der 5 cm weiter vorsteht als erwartet, verhindert das Öffnen der Schiebeläden – solche Kollisionen lassen sich mit präzisem Aufmaß vermeiden.

Die Aufmaßblätter unterscheiden zwischen Neubau und Bestand. Im Neubau messen Sie am Rohbau; im Bestand am fertigen Fenster inklusive aller Anschlüsse. Bei Altbauten mit unebenen Laibungen notieren Sie Abweichungen an mehreren Messpunkten – denn Toleranzen von ±15 mm sind hier keine Seltenheit.

Das Aufmaßblatt erfasst:

  • Fensterbreite als Rohbaumaß oder Blendrahmen-Außenmaß

  • Fensterhöhe von Sturz bis Brüstung

  • Laibungstiefe für Schienenmontage

  • Überstand oben als Abstand Sturz zu Dachüberstand

  • Überstand seitlich als Parkfläche für Schiebeläden

  • Abstand zu Hindernissen wie Rollladen, Fensterbank oder Vordach

  • Wandaufbau für Befestigungsplanung

Download: Aufmassblatt-Schiebelaeden.pdf (PDF, 180 KB, ausfüllbar)

Bei komplexen Gebäudegeometrien – etwa Polygonalformen oder geneigten Fassaden – bieten wir einen Aufmaßservice an. Unser Techniker erfasst die Maße vor Ort mit Laser-Distanzmesser und erstellt daraus einen 3D-Verlegeplan. Das kostet etwa 280 Euro bei bis zu 50 km Anfahrt und verhindert teure Nacharbeiten bei der Montage.


Individuelle Planungsanfrage

Wenn Ihre Planung über Standarddetails hinausgeht, unterstützen wir Sie mit individuellen Konstruktionszeichnungen. Das betrifft vor allem Sonderkonstruktionen wie Schiebeläden an schrägen Fassaden, Rundungen oder Polygonalgrundrissen, komplexe Anschlüsse bei Integration mit bestehenden Rollläden oder Lüftungselementen, Denkmalschutzprojekte mit Auflagen zu Materialen und Konstruktionsweise sowie große Anlagen ab 4 m Höhe oder 6 m Breite, die statische Nachweise benötigen.

Wie läuft die individuelle Planung ab?

Sie senden uns Ihre Architekturpläne mit Grundrissen, Schnitten und Ansichten per E-Mail. Wir prüfen die Integration der Schiebeläden und erstellen innerhalb von 5-7 Werktagen einen Entwurf mit Detailschnitten. Dieser Entwurf zeigt kritische Punkte – etwa Kollisionen mit anderen Bauteilen oder statische Anforderungen an die Befestigung.

Nach Ihrer Freigabe arbeiten wir die Details aus und liefern DWG-Dateien für Ihre Werkplanung. Der Aufwand richtet sich nach Komplexität: Einfache Sondermaße kosten etwa 120 Euro für 1-2 Stunden Planungszeit, während komplexe Anlagen mit statischen Nachweisen 450-800 Euro erreichen.

Kontaktformular für individuelle Planungsanfragen

Für individuelle Anfragen nutzen Sie bitte unser Kontaktformular. Folgende Informationen werden benötigt:

  • Projektadresse und Bauphase: Vorentwurf, Ausführungsplanung etc.

  • Art der Schiebeläden: Holz, Aluminium oder Faltschiebeläden

  • Anzahl und Abmessungen der Fenster

  • Besonderheiten wie Denkmalschutz, extreme Höhen oder Windlasten

  • Gewünschte Planungstiefe: grobe Einschätzung oder vollständige Werkplanung

Bei Anfragen außerhalb der Bürozeiten antworten wir innerhalb von 24 Stunden per E-Mail. Für dringende Fälle in laufenden Ausschreibungen bieten wir Express-Service mit 48 Stunden Lieferzeit gegen 40 Prozent Aufpreis.

Planungsunterlagen anfordern

Für den Download von CAD-Dateien und projektspezifischen Planungshilfen erreichen Sie uns über das Kontaktformular.

Wir senden Ihnen die gewünschten Unterlagen innerhalb von 24 Stunden zu. Bei dringenden Anfragen während laufender Ausschreibungen rufen Sie uns bitte direkt unter Tel. 08161 884 90 22 an – dann können wir die Unterlagen oft noch am selben Tag bereitstellen.